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Rennbericht Lausitz

22.08.2006

Uniroyal Funcup-Rennen am Eurospeedway Lausitz

Wimpernschlagfinale

Hannover/ Klettwitz, im Juli 2006. Zum zweiten Mal nach 2005 startete der Uniroyal Funcup auch in diesem Jahr am Eurospeedway in der Lausitz. Am 28./ 29. Juli 2006 kämpften 19 Teams um Platz und Sieg. Das Ergebnis war schließlich denkbar knapp.

Die Pressemitteilung als doc-Datei zum herunterladen (963 KB)

Drei Wochen nach der Materialschlacht des 25 Stunden-Rennens in Spa Francorchamps trafen sich die Funcup-Teams zum vierten Rennen um die deutsche Meisterschaft. Die großartige Anlage des Eurospeedway Lausitz in Klettwitz zwischen Dresden und Berlin sah 19 Fahrzeuge am Start. Nicht alle Teams hatten sich bereits von Spa erholt und ihr Auto schon wieder rennfertig gemacht. Mit am Start waren auch zwei belgische Mannschaften, darunter das bei den 25 Stunden siegreiche Ultra Team um den Funcup-Erfinder und Fahrzeug-Hersteller Franz Dubois.

Das zweistündige Training am Freitagnachmittag verlief ohne große Überraschung. Wie erwartet machten das belgische Ultra Team, Stoll Motorsport und Gummi Grassau die Pace. Besser als sonst lief es für Mk Racing von Raceland aus Norderstedt, die mit ihrem vierten Platz aufhorchen ließen, während Uniroyal Presse 1 mit dem Setup des Wagens haderte und nach dem fünften Platz im Training auf eine andere Einstellung umbauen ließ.

Umso besser lief es für Uniroyal Presse 1 bei der üblichen Verlosung der Startplätze. Der elfjährige Sebastian, Sohn eines Uniroyal-Reifenhändlers, zog die Startnummer 169 als letzte aus dem Topf, und das bedeutete die Pole Position. Doch auch die anderen schnellen Teams durften in die vorderen Startreihen einziehen, was das Losglück relativierte.

Am Samstagmorgen gegen 7.15 Uhr formierten sich die Funcup-Boliden zum Vorstart. Pünktlich um acht Uhr ging es dann in die Einführungsrunde mit fliegendem Start. Sofort machten Stoll Motorsport, Gummi Grassau und das Ultra Team Druck auf den Wagen von Uniroyal Presse 1, der sich bald in vierter Position wiederfand. Nach dem ersten Fahrerwechsel zogen auch die Wagen von Raceland und Impuls vorbei an der Nummer 169, die verdächtig blau aus dem Auspuff qualmte. Nach gut einer Stunde stellte Fahrer Dieter Serowy den Motor mit mangelnder Leistung in der Box aus.

An der Spitze setzten sich zunächst Stoll Motorsport, das Ultra Team und Gummi Grassau vom Rest des Feldes ab. Der zweite belgische Wagen mit Guy und Nicolas De Keijser sowie Impuls 1 mit Herbert Nißel und Jürgen Oberhofer folgten zügig. Und aus der Tiefe des Feldes kam der Wagen funmotorsports 2 mit Jan Focke und den beiden Neulingen Marcel Hollmann und Michel Wagner immer besser in Fahrt.

Gegen Rennende wurde es noch einmal turbulent. Auch wenn es nur ein paar Tröpfchen Regen waren, sie wirbelten das Feld kräftig durcheinander: Die Piste wurde enorm rutschig, das Tempo verlangsamte sich um gut 15 Sekunden pro Runde und zahlreiche Dreher gingen glücklicherweise glimpflich aus. Längere Gelbphasen waren nicht nötig, der Einsatz eines Safety-Cars war nicht vorgesehen.

Gegen Rennende kam Stoll Motorsport mit jeder Runde etwas näher an das führende Ultra Team. Nach vier Stunden betrug der Rückstand des Zweiten schließlich nur 1,5 Sekunden. Das Auto von Gummi Grassau kam mit 41 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz. Die Leser von AutoBild motorsport lagen mit ihrem Hot Readers-Team am Ende auf dem zehnten Gesamtrang mit nur sieben Runden Rückstand auf den Sieger – für eine spontan zusammengestellte Mannschaft war das sicher nicht nur ein toller Erfolg sondern auch eine beachtliche Leistung. Viel Spaß am Rennen und ganz intensive Einblicke hatten im Laufe des Tages auch etliche Gäste: Sie konnten im zweisitzigen Renntaxi die heiße Rennaction auf der Piste hautnah erleben.

Das nächste Funcup-Rennen findet am 2./ 3. September in Oschersleben statt.

Bilder zum herunterladen: 

Uniroyal Funcup Eurospeedway 1 (1,11 MB)

Uniroyal Funcup Eurospeedway 2 (1,06 MB)

Uniroyal Funcup Eurospeedway 3 (1,10 MB)


Über den Funcup und Uniroyal

Der Uniroyal Funcup ist ein Markenpokal, der in Deutschland, Bel­gien, Frankreich, Italien, England und Spanien durchgeführt wird. In Deutschland dürfen die 760 Kilogramm schweren und 130 PS starken Rennwagen von Jedermann gefahren werden. Unter der nach dem VW Käfer aussehenden Kunststoffkarosserie stecken in einem eigens konstruierten Rohrrahmenchassis preiswerte Großserienkomponen­ten. Ein komplettes, neues Fahrzeug kostet rund 33 500 Euro. Inte­ressenten wenden sich an www.funmotorsports.de

Der belgische Gummiwarenhersteller Englebert produzierte seit 1895 Reifen, unter anderem für die Continental AG. Ab 1958 hieß die Firma nach dem Zusammenschluss mit US Rubber dann Uniroyal Engle­bert. Uniroyal, der Erfinder des Regenreifens, ist seit 1979 eine euro­päische Marke der Continental AG, Hannover.

Der Continental-Konzern ist ein führender Automobilzulieferer und Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 85.000 Mitarbeiter.

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Lars Döhmann

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