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7. Rennen Uniroyal FunCup in Spa

30.10.2006

Siebtes Rennen: Uniroyal Funcup in Spa

Furioses Finale

Hannover/ Francorchamps, im Oktober 2006. Das Sai­sonfinale in Spa am 13. und 14. Oktober war eines der spannendsten Rennen der Saison: Gleich drei Teams kämpften um den inoffiziellen Titel des Vizemeisters. Bereits am Nürburgring hatte Stoll Motorsport die deut­sche Jahreswertung vorzeitig gewonnen.

Hier gibt es die Langfassung als Download (0,9 MB).

Die beste Ausgangsposition in der Jahreswertung hatte Uni­royal Presse 1. Die Gummi Grassau-Mannschaft (Nr. 167) lag nach Abzug der Streichresultate mit elf Punkten Vor­sprung vor der Black Panther-Truppe um Oliver (Nr. 206) und nur fünf Punkte hinter Presse 1 (Nr. 169). Zahlrei­che Rechenspiele waren denkbar, doch auf der Strecke hilft keine Mathematik.

In üblicher Funcup-Manier wurden bei der Fahrerlagerparty am Samstagabend die Startplätze verkündet. Bei der Auslo­sung hatten Herbert Nißel und Jürgen Oberhofer vom Impuls III-Team am meisten Glück. Ihr Auto mit der Startnummer 62 landete auf Platz zwei. Die Gummi Grassau-Mannschaft fand sich auf Gesamtposition sechs wieder, noch vor Black Panther (Position acht). Stoll Motorsport war Zwölfter und die Hot Readers von Auto Bild motorsport kamen auf Posi­tion 15. Das Uniroyal Presse 1-Team wurde von den Kon­kurrenten um die Vizemeisterschaft weit getrennt: Startplatz 37.

Da half auch die Unterstützung eines schnellen Österrei­chers zunächst nichts. Gaststarter Hannes Neuhauser, der normalerweise am Steuer eines 400 PS starken Porsche 911 GT3 im Supercup unterwegs ist, zeigte sich dennoch begeistert: „Im Vergleich zu einem Porsche fehlt zwar die Power, aber dafür lassen sich Kurven im 90°-Drift fahren. Für normale Autofahrer ist der Funcup einfach saugeil!“

Richtig spannend wurde es am Samstag um 13:00 Uhr. Mit fliegendem Start ging das riesige Feld in das 6 Stunden-Rennen. Das Impuls III-Auto mit der Nummer 62 hielt sich nicht an der Spitze, denn schon in der ersten Runde schlug der Fehlerteufel zu. „Wir haben gestern nach dem Training ein nagelneues Getriebe eingebaut. Das ließ sich zunächst auch butterweich schalten, doch dann ging noch während der ersten Runde plötzlich nichts mehr“, schilderte Startfah­rer Herbert Nißel das Problem. Auch Stoll Motorsport musste früh reinkommen und nach einer „Feindberührung“ eine Radaufhängung richten.

Überhaupt wurde wieder einmal hart und teilweise ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft. Schon in der zweiten Runde wirbelte die Startnummer 410 mannshoch durch die Luft, nachdem man einem Wettbewerber ins Heck gefahren war. Bei der unsanften Landung und dem anschließenden Einschlag in die Leitplanken wurden entscheidende Bauteile des Fahrzeugs abgeworfen. Für die Sicherheit des Funcup spricht, dass weder bei diesem Crash noch bei anderen ein Fahrer zu Schaden kam.

Im Duell um den Vizetitel im deutschen Funcup hatte nach der ersten Stunde Gummi Grassau die Nase auf Rang sie­ben vor dem Black Panther auf neun und dem Uniroyal Presse 1-Team, das sich durch Safety Car-Phasen begüns­tigt erfolgreich im Feld nach vorne kämpfte: Platz 20. Die AutoBild Hot Readers (Startnummer 174) folgten in der deutschen Wertung auf Platz vier, vor Impuls I (Startnummer 200). Stoll Motorsport (Startnummer 173) trieb nach dem unfreiwilligen Stopp hingegen als letztes deutsches Team auf dem 61. Gesamtplatz das deutsche Feld vor sich her.

Nach weniger als zwei Stunden zog der rot-weiße Uniroyal Presse 1-Bolide am Black Panther-Team vorbei, ehe dieses durch einen Reifenschaden noch weiter zurückgeworfen wurde. Gummi Grassau dominierte das Rennen weiter, lag in der Gesamtwertung zwischenzeitlich sogar ganz vorn. Dann fing sich auch Gummi Grassau einen Plattfuß ein und wurde dadurch hinter Uniroyal Presse 1 zurückgeworfen. Bis dahin hatten sich die beiden Wagen ein munteres Duell um den siebten Gesamtrang geliefert. Black Panther blieb auf Platz drei in Lauerstellung.

In der letzten Stunde des Rennens endeten dann jegliche Hoffnungen des Gummi Grassau-Teams auf den zweiten Platz in der Jahreswertung: Tim Röthig, zweiter Fahrer ne­ben André Reinke, parkte mit technischem Defekt direkt ge­genüber der Boxengasse am Streckenrand.

Das Uniroyal Presse 1-Team hatte daraufhin freie Fahrt zum Sieg und sicherte sich damit den Titel des inoffiziellen Vize­meisters. Mit Platz neun im Gesamtklassement konnten die Journalisten als einziges deutsches Team in derselben Runde wie das überlegen siegreiche Ball Events-Team aus Belgien bleiben, dass auf seiner schnellsten Runde über drei Sekunden flotter unterwegs war.

Die Journalisten-Mannschaft im Uniroyal Presse 1-Auto ju­belte: Der Sieg sicherte Platz zwei in der deutschen Jahres­wertung. Doch dann runzelten die fünf Fahrer in der Box ein wenig die Stirn. Ein Wagen nach dem anderen kam aus der Auslaufrunde zurück, nur die Startnummer 169 ließ auf sich warten. Die kam dann mit dem Abschleppwagen rein, denn das Benzin war kurz nach der Zieldurchfahrt ausgegangen. Was für ein Glück!

Die Black Panther-Mannschaft um Oliver erreichte Platz zwei, Stoll Motorsport kam nach einer tollen Aufholjagd sogar noch als dritter ins Ziel. Den vierten Rang sicherte sich MK Racing, gefolgt vom Funmotorsports 2-Team mit der Startnummer 45, das ohne technische Probleme nach vorne gespült wurde. Die Hot Readers von AutoBild motorsport sahen als sechste die karierte Zielflagge.

Am Ende einer tollen zweiten Funcup-Saison mit sieben Rennen wurde Stoll Motorsport mit den Fahrern Ralph und Florian Stoll sowie Bruno Weibel verdient als Meister gefei­ert. Die Uniroyal Presse 1-Mannschaft mit den Stammfah­rern Christian Gebhardt und konnte zusam­men mit Peter Wyss, Jan Focke und Hannes Neuhauser die Pokale für den zweiten Platz in der Jahreswertung entge­gennehmen. Für die Pechvögel des Tages, Gummi Grassau, reichte es am Ende der Saison zum dritten Gesamtrang.

Nach dem tollen gemeinsamen Jahr feierten Fahrer, Organi­satoren und Mechaniker von funmotorsports gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden. Als die Musik dann schließlich verstummte, gab es noch eine ganz besondere Mitfahrgele­genheit in einem Funcup-Auto: Nachdem kein freies Taxi mehr aufzutreiben war, packte Stephan Scholzen kurzer­hand einige Passagiere in den Funcup-Käfer, der auf seiner „Depaneuse“, dem Abschleppwagen, stand. Mit dem voll be­setzen Gespann ging es dann zum Hotel. Ein abenteuerli­cher Abschluss der Saison.

Bilder:

169 vor Black Panther (1,3 MB)

170 auf Raidillon (1,2 MB)

Stoll ist Sieger (1,4 MB)

Für den 18./19. November ist das Funcup-Weltfinale in Jarama/ Spanien zusätzlich ins Programm gekommen. Hier treffen Teams aus ganz Europa aufeinander, um außerhalb der Länderwertungen in einem 8 Stunden-Rennen gegeneinander anzutreten.

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Lars Döhmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reifen

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