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3. Saisonrennen zum Uniroyal Funcup

06.06.2007

Hannover/ Zolder, im Juni 2007. Stolze 64 Starter fanden am 2. und 3. Juni beim Uniroyal -Rennen im Rahmen des Zolder Star Festival zusammen. 14 deutsche Teams waren auf der belgischen Rennstrecke am Start, und im dritten Saisonrennen gab es einen glücklichen und gleichfalls verdienten Gewinner. Während Stoll Motorsport die volle Punktzahl einstrich, musste der führende der Gesamtwertung, MK Racing, nach einem spektakulären Überschlag das Rennen vorzeitig beenden.

Nach 2005 stand in diesem Jahr wieder der vier Kilometer lange Kurs von Zolder in Belgien auf dem Rennprogramm des Uniroyal . Mit seinen abwechselnd schnellen und engen Kurven bereitet die Strecke mit den -Rennern viel Spaß. Uniryoal Belgien hatte einigen Freunden des Hauses die Mitfahrt ermöglicht und die Bühne des  einmal mehr als Kundenbindungsprogramm gut genutzt. Nicht zuletzt gab es in Zolder auch ein rundes Jubiläum zu feiern: Den  gibt es nun seit zehn Jahren. Die PRC-Group, Hersteller der -Fahrzeuge, spendierte aus diesem Anlass für alle Teilnehmer ein Mittagessen und die Getränke.

Eine umgebaute, engere Schikane macht die Rundenzeiten um etwa eine Sekunde langsamer. Im Training knackte keiner die Grenze von zwei Minuten pro Runde. Als schnellstes deutsches Team fuhr Impuls 1 knapp unter 2:02 min und konnte damit selbst Stoll Motorsport, die schon oft für Fabelzeiten gut waren, um zwei Zehntel abhängen. Erst im Rennen konnte die Schallmauer durchbrochen werden. Drei Teams schafften es ganz knapp, den Kurs in weniger als zwei Minuten zu umrunden.

Auch die Teams von MK Racing 1, Impuls 2, Black Panr und Gummi Grassau Racing schafften beim Training den Sprung in die schnellere der beiden Startergruppen, während sich , MK Racing 2, Team Conti Motorpresse, Funmotorsports, Impuls 4 und 5, Team 329 und sportline racing in der zweiten Hälfte wiederfanden. Losglück brachte für Stoll den zweiten Startplatz neben der Pole Position. Black Panr mit der Startnummer 206 kam auf Rang sechs, MK Racing 1 auf sieben. Die Gewinner von Oschersleben, Impuls 1, standen auf Platz elf, Impuls 2 auf der 17, Gummi Grassau auf 18. Im hinteren Drittel musste sich das Team 329 auf Rang 55 einsortieren, sportsline racing auf Platz 54, Impuls 4 mit der Startnummer 169 stand an Position 48. Soweit ein Auszug der Ergebnisse vom samstäglichen Training.

Am Sonntagmorgen ging es pünktlich um zehn Uhr in die Einführungsrunde. Stoll Motorsport schaffte einen ordentlichen Start und kam als dritter Wagen nach der ersten Runde über die Ziellinie, hatte aber ein paar Runden später die beiden davor fahrenden belgischen Wagen überholt und führte recht souverän nach einer Rennstunde das große Feld an. Auch für Gummi Grassau (167), Impuls 2 (200), Conti Motorpresse (174) und Black Panr (206) lief es gut, Impuls 1 (62) haderte mit technischen Problemen und handelte sich bei einem vorzeitigen Boxenstopp ärgerliche zehn Runden Rückstand ein.

Auch nach zwei Rennstunden war Stoll auf Gesamtrang vier noch in Schlagdistanz zu den Führenden, Black Panr als zweitbestes deutsches Team etablierte sich in Abwesenheit des verletzten Teamchefs Oliver Haider auf Rang 13 vor Impuls 2, Conti Motorpresse und Gummi Grassau. Daran hatte sich auch nur wenig geändert, als nach drei Stunden die Zielflagge zum ersten Mal geschwenkt wurde – Impuls 2 und Black Panr hatten die Plätze getauscht. MK Racing 1 war ans Ende des Feldes zurückgefallen. „In der Kurve nach Start und Ziel bin ich bei einem Ausweichmanöver zu weit nach außen getragen worden“, berichtet der Fahrer Karl-Heinz Kern vom einzigen -Überschlag in drei Rennjahren ohne geschockt zu wirken. „Neben der Ideallinie kam ich ins Rutschen, erreichte das Kiesbett und dort verhakten sich die Räder. Ich selbst habe den Überschlag völlig unverletzt überstanden, aber das Auto ist natürlich schwer beschädigt.“ Glück hatte Impuls 1 weil der Sprit erst in der Auslaufrunde verbraucht war und somit keine weiteren Runden verloren gingen.

Weiterhin gut lief es nach der Mittagspause und dem Re-Start für Impuls 2. Nach vier Rennstunden hatten Jean-Louis Capliuk, Thomas Bissinger und Franz-Xaver Bleicher auf Gesamtrang elf liegend sogar die Führung der deutschen Wertung erobert, doch Stoll Motorsport war ihnen dicht auf den Fersen. Sportsline racing kam nicht so richtig auf Touren. Auf der teilweise durch Kies verdreckten Strecke produzierte man ungewollte Dreher. , das Auto des belgischen Modedesigners Gilles Debrus, pflügte im Mittelfeld und auch mal im Kiesbett herum. Impuls 1 hatte sich mühsam von Platz 60 wieder auf den 51. vorgearbeitet.

Nach der fünften Rennstunde hatte sich nicht viel an den Platzierungen geändert. musste eine neue Antriebswelle einbauen lassen und verlor an Zeit, bei Impuls 1 ging erst der dritte, schließlich auch der fünfte Gang „in Urlaub“. Das waidwunde Fahrzeug kam trotzdem noch auf Zeiten von 2:04, was manche selbst mit funktionierender Schaltbox nicht schafften. Für sportsline racing gab es noch einen heftigen Crash, bei dem die halbe Front weggerissen wurde. Mit viel Klebeband und dank geschickter Hände der funmotorsports-Mechaniker ging es aber bald wieder auf die Piste.

Kurz vor Ende des Rennens bremste ein Plattfuß das Team von Impuls 2: Trotz schnellem Räderwechsel war die Führung verloren an Stoll, aber man blieb gut elf Sekunden vor Black Panr – die besten Deutschen hatten am Ende drei Runden Rückstand auf die belgischen Sieger von Colson Racing, die als eines von drei mitfahrenden Teams die Rundenzeiten-Schallmauer von zwei Minuten knacken konnten. Mit Stoll Motorsport gab es im dritten Wertungslauf des deutschen nun bereits den dritten Sieger. Einen undankbaren vierten Platz erreichte Gummi Grassau, MK Racing 2 packte kurz vor Schluss noch das Team Conti Motorpresse. Teamchef Hermann Rottwilm: „Wir haben uns verrechnet, der Sprit ging aus.“ Impuls 1 rettete sich auf den 44. Gesamtrang und den siebten Platz der deutschen Wertung. „Wir hatten einfach kein Glück, weil zuerst die Lenkung und dann das neu eingebaute Getriebe streikte“, kommentierte Herbert Nißel sein Rennwochenende mit der Startnummer 62.

Nach drei Läufen liegt nun Vorjahresmeister Stoll Motorsport auf Rang 1 vor Impuls 1 und Black Panr. Am Ende des Jahres wird jedoch nach Abzug eines Streichresultats gewertet – das kann das Bild noch mal kräftig verschieben. Vielleicht vorentscheidend ist das nächste Rennen, die 25 Stunden von Spa Francorchamps, denn hier werden doppelte Punkte vergeben: eine Wertung nach 12 Stunden und zusätzlich die Wertung des Endstandes. Das Saisonhighlight wird zwischen dem 6. und 8. Juli auf dem Ardennenkurs ausgetragen.

Der Uniroyal ist ein Markenpokal, der in Deutschland, Bel­gien, Frankreich, Ita­lien, England und Spanien durchgeführt wird. In Deutschland dürfen die 760 Kilogramm schweren und 130 PS starken Rennwagen von jedermann gefahren werden. Unter der nach dem VW Käfer aussehenden Kunststoffkarosserie stecken in einem eigens konstruier­ten Rohrrahmenchassis preiswerte Großserienkomponen­ten. Ein komplettes, neues Fahrzeug kostet rund 34 000 Euro. Inte­ressenten wenden sich an http://www.funcup.eu./

Der belgische Gummiwarenhersteller Englebert produzierte seit 1895 Reifen, unter ande­rem für die Continental AG. Ab 1958 hieß die Firma nach dem Zusammenschluss mit US Rubber dann Uniroyal Englebert. Uniroyal, der Erfinder des Regenreifens, ist seit 1979 eine europäische Marke der Continental AG, Hannover.

Der Continental-Konzern ist ein führender Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponen­ten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Im Jahr 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 14,9 Mrd. Euro und beschäftigt weltweit mehr als 87.000 Mitarbeiter.

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