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Die Uniroyal-Verkehrsuntersuchung:15.11.2003
Im Dienste der Sicherheit Berlin/ Hannover, im November 2003. Uniroyal, der Erfinder der Regenreifen, machte vor über einem viertel Jahrhundert mit einer Publikation auf sich aufmerksam, die mit den Produkten der Firma auf den ersten Blick nichts zu tun hatte: 1977 erschien die erste Uniroyal-Verkehrsuntersuchung. Die Pressemitteilung als doc-Datei zum herunterladen (952 KB). Die Studie trug den Titel "Der programmierte Autotourist, psychologische Untersuchungen im Urlaubsreiseverkehr" und entstand mit Mitteln von Uniroyal durch die Kölner Forschungsgemeinschaft "Der Mensch im Verkehr". Die Idee, eine solche Studie erstellen zu lassen, hatte der damalige Pressechef von Uniroyal, Rainer Nistl. Trotz der Entspannung, die Nistl bei einem Hotelaufenthalt anläßlich der Rallye Monte Carlo in einem Schwimmbad suchte, kamen ihm berufliche Gedanken, die er zusammen mit Dr. Dieter Ellinghaus ausfeilte. Er ahnte nicht, dass diese Idee noch nach über 25 Jahren sinnvoll ist. Ellinghaus wurde beauftragt, ein geeignetes Forschungsinstitut zur Erstellung einer Verkehrsuntersuchung zu finden. Ein kleiner Trick sollte der ersten Studie mehr Gewicht verleihen: Sie erhielt die Nummer 5, damit man eine Untersuchungsreihe vermuten sollte. Verkehrsuntersuchung Nummer 6 trug den Titel "Vorschrift und Verhalten". Erstmals wird sie von IFAPLAN, Gesellschaft für angewandte Sozialforschung und Planung GmbH, Köln, erstellt. Uniroyal und Dr. Dieter Ellinghaus´ Gesellschaft IFAPLAN beginnen damit 1978 eine fruchtbare Zusammenarbeit, die bis heute andauert. Allein die Co-Autoren wechselten, dennoch wurde es ein Karrieresprungbrett: Bernhard Schlag und Jürgen Steinbrecher haben heute Professuren in Dresden und Siegen. Ausgabe 7, "Suche mit Hindernissen", über Orientierungsprobleme in der Großstadt wurde 1980 veröffentlicht, Martin Welbers schrieb daran mit. Auch die Untersuchung über "das Reserverad" als Element der Sicherheit oder als automobiler Anachronismus stammt von Ellinghaus und Welbers. Diese Uniroyal-verkehrsuntersuchung erschien 1982. Nummer 9 und 10 erschienen im Jahr 1983. Ellinghaus untersuchte die "Ernährungsgewohnheiten von Autofahrern" und schrieb über "Wetter und Autofahren". 1984 widmeten Ellinghaus und Bernhard Schlag ihre Aufmerksamkeit den älteren Kraftfahrern: "Alter und Autofahren". Die Uniroyal-Studien 12,13 und 14 schrieb der IFAPLAN-Chef wiederum allein. 1986 erschien eine sozialpsychologische Untersuchung über den Umgang unter Kraftfahrern im Straßenverkehr unter dem Titel "Rücksichtslosigkeit und Partnerschaft". 1987 ließ er sich aus über das Zustandekommen und die Auswirkungen der Beschilderung im Straßenverkehr: "Verloren im Schilderwald". Die nächste Ausgabe folgte erst 1989, es ging um Ursachen und Konsequenzen von "Lärm auf den Straßen". Ab Nummer 15 schrieb stets Jürgen Steinbrecher mit, in regelmäßigem Jahresabstand erschienen die Themen "Junge Fahrer" (Nummer 15, 1990), "Fahren bei Nacht" (16, 1991), "Fußgänger" (17, 1992), "Radfahrer - Jäger und Gejagte" (18, 1993), "Die Autobahn - Verkehrsweg oder Kampfstätte?" (19, 1994), "Chaos und urbanes Leben" (20, 1995), "Kinder in Gefahr" (21, 1996) und "Überwachung im Stadtverkehr" (22, 1997). 1986 und 1990 erhielt Uniroyal für die Verkehrsuntersuchungen jeweils den renommierten Christophorus-Preis, 1994 prämierte die Christophorus-Stiftung im Verband der Schadenversicherer das Autorenteam. Der Verband deutscher Motorjournalisten (VdM) verlieh Ellinghaus 1997 den "Goldenen Dieselring" und ehrte ihn damit als Persönlichkeit, die sich um die Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr und die Minderung der Unfallfolgen besonders verdient gemacht hat. Ein schöner Erfolg. Doch nicht nur Uniroyal und die Autoren profitierten von den Verkehrsuntersuchungen. Sie boten den Journalisten immer wieder interessantes Material für ihre Berichterstattung und informierten die Leser über spezifische Probleme im Straßenverkehr. Deutlich wurde auch die Verbindung vom Produkt - Reifen sind ein sicherheitsrelevantes Bauteil - zu Verkehrsthemen, denn die Verkehrsuntersuchung konnte noch mehr. Sie regte an zu Aktionen, wie sie beispielsweise im Sommer 1996 in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurden, als Kinder vor Schulen für mehr Beachtung der Tempo-30-Zonen warben. Studenten der Universität Frankfurt dient der 21. Berichtsband als Arbeitsgrundlage in einem Seminar von Dr. phil. Birgit Jackel. Dort kann auch der Fachbereich Erziehungswissenschaften auf inventarisierte Exemplare zurückgreifen. Zu den besonders erfolgreichen Studien gehören die Ausgaben 6 (3 Auflagen) 11, 13, 14, 17, 18 und 21. Zuletzt wurden "Radfahrer - Jäger und Gejagte" sowie "Kinder in Gefahr" neu aufgelegt. Das anhaltende Interesse machte diesen Aufwand lohnend. Seit Oktober 1996 ist die Verkehrsuntersuchung von Uniroyal auch via Datenautobahn erreichbar. Die Berufsgenossenschaften und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat halten unter der Adresse http: //www.bg-dvr.de die Studieninhalte bereit. Immer mehr Aufwand betrieben auch die Autoren. Ab Ausgabe 17 beschränkte sich die Untersuchung nicht mehr allein auf Deutschland. Zunehmend wurde auch im europäischen Ausland geforscht. So war beispielsweise für die Studie "Radfahrer" Holland von großem Interesse, regelmäßig wurde in Frankreich, Belgien und Italien untersucht, aber auch Spanien und England wurden fallweise mit einbezogen. Mit "Bambini nel Traffico" gab es die erste komplette Übersetzung in eine Fremdsprache: Für die Italiener war das Thema Kinder in Gefahr von größter Bedeutung. 1998 wurde ein anderes Highlight gesetzt: Mit einem Umfang von über 250 Seiten ist die Uniroyal Verkehrsuntersuchung mehr als doppelt so dick wie die erste Ausgabe. Auch die 24. Uniroyal Verkehrsuntersuchung hat sich wieder um die Sicherheit im Verkehr verdient gemacht: "Fahrausbildung in Europa" ist ihr Titel. Untersucht wurden die Wege zur Fahrzeugerlaubnis In sechs europäischen Ländern. Mit der Studie Nummer 25 "Verfall der Sitten?" wurde die 20. Untersuchung dieser Serie, die von IFAPLAN durchgeführt worden ist, vorgelegt. Unter Einbeziehung von Ergebnissen früherer Studien wird hier die Entwicklung des Verhaltens der Kraftfahrer während der letzten zwei Jahrzehnte analysiert. Die Ausgabe 26 beschäftigte sich mit dem Thema "Beifahrer" und untersuchte die psychologischen und soziologischen Aspekte des Zusammenspiels von Fahrer und Beifahrer. In der 27. Ausgabe mit dem Titel "LKW im Straßenverkehr" wurden die Beziehungen zwischen Lkw- und Pkw-Fahrern untersucht, wobei auch die vielfach kritisierten Transporter eine Rolle spielten. Mit der im November 2003 vorgestellten Studie "Fahren auf der Landstraße" verabschiedet sich die Marke Uniroyal von der Verkehrsuntersuchung: Sie wird künftig unter dem Markennamen Continental veröffentlicht. Der belgische Gummiwarenhersteller Englebert produzierte seit 1895 Reifen, unter anderem für die Continental AG. Ab 1958 hieß die Firma nach dem Zusammenschluss mit US Rubber dann Uniroyal Englebert. Uniroyal, der Erfinder des Regenreifens, ist seit 1979 eine europäische Marke der Continental AG, Hannover. Continental ist ein führender Anbieter für Reifen, Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten und technische Elastomere. Das Unternehmen hat im Jahr 2003 einen Umsatz von 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet und beschäftigt derzeit weltweit rund 69.000 Mitarbeiter. Lars Döhmann Leiter Presse Uniroyal Büttnerstraße 25 30165 Hannover Telefon: +49 (0) 511/ 938-2370 Fax: +49 (0) 511/ 938-2462 E-mail: lars.doehmann@conti.de |
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