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Uniroyal FunCup Weltfinale 2006 in Jarama (Spanien)

23.11.2006

55 Teams kämpften beim Funcup-Weltfinale 2006 in Jarama/Spanien mit wechselnden Wetterbedingungen. Auf ein verregnetes Training am Samstag folgte ein sonniges Rennen am Sonntag – die achtstündige Materialschlacht war ein weiterer Höhepunkt im Funcup.

Die Rennstrecke in Jarama liegt nur wenige Kilometer nördlich von Madrid und sah 1981 zum letzten Mal die Formel 1. Es ist immer noch eine tolle Piste mit anspruchsvollen Kurven in hügeliger Landschaft. Am 18./ 19. November versammelten sich 55 Teams aus den verschiedenen nationalen Funcup-Meisterschaften zum Weltfinale 2006. Beim Training am Samstagnachmittag war das Wetter nass und kalt. Der Regen fiel nicht üppig, doch die wenigen Tropfen verwandelten die herrliche Strecke in einen äußerst rutschigen Parcours. Zwischen dem Trainingsschnellsten und dem Letzten lagen schließlich über 20 Sekunden.

Unter den ersten Zehn im Training waren die Nationalitäten gleichmäßig zwischen Belgiern, Franzosen und Briten verteilt, das schnellste italienische Team kam auf Rang 12, die schnellsten Spanier lagen auf 14, und Black Panther aus Deutschland war auf Rang 18 über vier Sekunden langsamer als der Schnellste. Mit den Glatteis ähnlichen Bedingungen kam MK Racing weniger gut klar: Platz 54. Aber egal, denn wie üblich beim Funcup wurden auch diesmal wieder die Startpositionen ausgelost.

In Startreihe 10 fand sich Black Panther wieder, Uniroyal Presse 1 lag auf Platz 34, als drittes Auto von funmotorsports war die 45 auf Rang 36, MK Racing wurde wegen Untergewichts ans Ende des Starterfeldes zwangsversetzt – mit Position 52 fanden sich die Nordlichter um Uwe Tews auf dem viertletzten Platz wieder. Schon wenige Sekunden nach dem Start war alles anders. Vorn rumpelten die ersten Fahrzeuge in den Kies, andere drehten und torpedierten sich.

Uniroyal Presse 1 konnte profitieren und in der ersten Runde sieben, anschließend weitere fünf Plätze gut machen. Doch kurz vor dem ersten Fahrerwechsel, der zwangsweise nach 40 Minuten vorgesehen war, rutsche der Wagen auch in den Dreck und es dauerte fünf lange Runden, bis die Karre wieder flott war.

Besser lief es für Black Panther, jedoch nur zunächst: Ein Ausritt, in die Zange genommen und in die Leitplanke gedrückt – beides machte Reparaturpausen nötig. Pech auch für MK Racing, denen der Gaszug gerissen war. Startnummer 45, Chaos Racing, machte dem Namen Ehre, kein weiterer Kommentar.

Uniroyal Presse 1 strandete ganz tief im Kies am Ende der Start-Ziel-Geraden, und nach der vorangegangenen Kollision hatten die Mechaniker krumme Radträger, platte Reifen und eine zerfetzte Karosserie zu verarzten. Bei Rennmitte lag das Team auf Rang 50 und schob den größten Teil des Feldes vor sich her.

Mit Verlauf des Rennens trocknete die Piste immer mehr ab, die Rundenzeiten wurden schneller. Statt 2:24 min fuhren die Schnellsten knapp über zwei Minuten. Für Black Panther wurden als schnellste Runde 2:04,77 notiert. Am Ende lag die Mannschaft um Oliver Heider auf Rang 24 als bestes deutsches Team. MK Racing erreichte 2:04,612 als schnellste Runde, doch in der Gesamtwertung lag das Team von Kalle Kern, Tim und Uwe Tews mit Frank Heintz auf Rang 35.

Uniroyal Presse 1 fuhr mit Christian Gebhardt, Lutz Gernert, Martin Westerhoff und Lars Döhmann als Bestzeit 2:03,420. Im Gesamtklassement reichte es jedoch nur für den Endrang 40. Direkt dahinter auf Platz 41 kam Chaos Racing mit Jan Kalmar, Jacob Thomson und Anders Verstergaard ins Ziel, ihre Bestzeit lag bei 2:04,538.

Viel besser machten es die erfolgreichen Teams aus Frankreich, England und Belgien. Ganz vorne waren die Franzosen Michel Jacob, Julien Jacob und Romain Ianetta. Insgesamt fuhren sie in den acht Stunden 225 Runden mit einem Schnitt von 113,8 km/h.

Ihre schnellste Runde war bereits nach 2:01,783 absolviert. Zweite in der Gesamtwertung wurden die Engländer Paul Rose und Steve Harris, nachdem die Startnummer 93 wegen technischer Unregelmäßigkeiten disqualifiziert werden musste. Auch der Viertplatzierte, Beans Project, wurde aus der Wertung genommen.

Damit rücke das Team der Belgier Pierre Matoul, Bernard Serexhe und Christophe Geoffroy auf den dritten Platz vor, sie lagen mit 223 Umrundungen zwei Runden hinter den Zweitplatzierten. Glückliches Ende auch für Uniroyal Presse 1 und Chaos Racing: Sie erhielten Pokale in der Beru-Trophy-Wertung, die zufällig festgelegte Positionen belohnt.

Über den Funcup und Uniroyal

Der Uniroyal Funcup ist ein Markenpokal, der in Deutschland, Bel­gien, Frankreich, Italien, England und Spanien durchgeführt wird. In Deutschland dürfen die 760 Kilogramm schweren und 130 PS starken Rennwagen von Jedermann gefahren werden. Unter der nach dem VW Käfer aussehenden Kunststoffkarosserie stecken in einem eigens konstruierten Rohrrahmenchassis preiswerte Großserienkomponen­ten. Ein komplettes, neues Fahrzeug kostet rund 33 500 Euro. Inte­ressenten wenden sich an www.funmotorsports.de

Der belgische Gummiwarenhersteller Englebert produzierte seit 1895 Reifen, unter anderem für die Continental AG. Ab 1958 hieß die Firma nach dem Zusammenschluss mit US Rubber dann Uniroyal Engle­bert. Uniroyal, der Erfinder des Regenreifens, ist seit 1979 eine euro­päische Marke der Continental AG, Hannover.

Der Continental-Konzern ist ein führender Automobilzulieferer und Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 85.000 Mitarbeiter.

- Martin Westerhoff -

Photos Jacques Létihon

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Lars Döhmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reifen

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