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Warum es teuer werden kann, wenn das Auto nicht fit für den Winterurlaub ist Wenn die Schneefallgrenze sinkt, die Carving-Ski gewachst werden und endlich wieder die Pisten rufen, dann setzt sich an den Wochenenden die Karawane der Wintersportler in Bewegung, in Richtung Alpen und deutscher Mittelgebirge. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass die Ski- und Snowboardfans ihrer Sportausrüstung im Vorwege mehr Aufmerksamkeit widmen als ihrem eigentlich wichtigsten Transportmittel, dem Auto. Doch gerade der Pkw sollte optimal auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden: mit Winterbereifung, Wintercheck und einer geeigneten Ausrüstung für den Notfall. Denn ohne Winterschutzimpfung fürs Auto kann der geplante Winterurlaub schnell beendet sein. |
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Und mitunter sehr teuer werden – Österreich zum Beispiel hat gerade eine Winterreifenpflicht eingeführt, die seit dem 1. Januar 2008 gilt. Wer dann bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen fährt, muss mit Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro rechnen. Außerdem droht, dass die Polizei ein falsch bereiftes Auto gleich vor Ort aus dem Verkehr zieht. Anfang Dezember hat der österreichische Nationalrat beschlossen, dass Pkw und Transporter unter 3,5 Tonnen Gesamtgewicht Winterreifen aufgezogen haben müssen. Das Gesetz gilt in der Zeit vom 1. November und 15. April. Osterreich folgt damit Ländern wie Schweden, Finnland und Estland, in denen bereits eine allgemeine Winterreifenpflicht besteht. In Italien und der Schweiz sind Winterreifen auf bestimmten Strecken bei entsprechender Witterung Pflicht. In Deutschland wurde die Straßenverkehrsversordnung 2006 geändert, jetzt heißt es dort: „Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung..." Wer also mit Sommerpneus auf glatter Straße herumrutscht, muss mit einem Bußgeld bis 40 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Diese verschärften Regelungen kommen nicht von ungefähr – immer wieder sind Autofahrer mit ungenügender Bereifung auf verschneiten Straßen unterwegs und gefährden damit sich und andere Verkehrsteilnehmer. Denn Sommerreifen können im Winter grundsätzlich die falsche Wahl sein, nicht nur bei Schnee. Sinken die Temperaturen unter 7 Grad, verlieren Sommerreifen bereits ihre guten Fahreigenschaften: Grip, Handling und Bremsverhalten verschlechtern sich bei weiter sinkenden Temperaturen merklich. Bei extrem frostigen Temperaturen verhärten Sommerreifen dermaßen, dass Fachleute vom „Verglasen“ des Gummis sprechen. Dabei kann dann im Extremfall zum Beispiel jede Bremswirkung verloren gehen. „Bei Winterreifen verhindert die spezielle Zusammensetzung der Gummimischungen das Verglasen“, sagt Burkhard Wies, Leiter Pkw-Reifenentwicklung für das weltweite Ersatzgeschäft von Continental. Das Gummi der Winterreifen bleibt auch bei Kälte geschmeidig und bietet bestmöglichen Haftung auf der Fahrbahn. Außerdem haben Winterreifen ein ganz anderes, speziell auf winterliche Straßenverhältnisse zugeschnittenes Profil. „Wichtig sind möglichst viele Griffkanten“, so Reifenexperte Wies. „Ein Winterreifen hat deshalb rund 2.000 Lamellen, die für den nötigen Schneegriff sorgen.“ Hersteller wie Continental empfehlen mindestens vier Millimeter bei Winterreifen für optimalen Grip bei Eis, Schnee und Nässe. Doch nicht nur die richtige Bereifung ist entscheidend für eine sichere Fahrt durch den Winter. Vor dem Wintereinbruch sollten bei jedem Fahrzeug einige Basisfunktionen gecheckt werden – vor allem, wenn ausgiebige Fahrten bei schlechten Wetterbedingungen anstehen. Viele Werkstätten und die Automobilclubs bieten kostengünstige Inspektionen an, bei denen Zünd- und Lichtanlage, Batterie, Bremsen, Scheibenwaschanlage und Heizung überprüft werden. Außerdem kann man selber Hand anlegen und seinem Auto etwas Gutes tun, damit es reibungslos durch den Winter kommt. Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage ist zwar eine Selbstverständlichkeit. Doch sollte man nach dem Einfüllen ein paar Mal Probewischen, um auch die Zuleitungsschläuche und Düsen mit Frostschutzmittel zu füllen. Sonst kann die nächste kalte Nacht die Anlage vereisen. Des Weiteren schadet es nicht, die Gummidichtungen von Türen und Kofferraumklappe mit Talkum oder Glyzerin zu behandeln, damit sie nicht festfrieren. Kleine Steinschlagschäden im Lack sollten zudem ausgebessert werden, damit Salz und Nässe während der Wintermonate dort keinen größeren und teuren Schaden anrichten können. Vor winterlichen Fahrten sollte man außerdem darauf achten, einige essentielle Ausrüstungsbestandteile an Bord zu haben. Wer die Berge ansteuert, sollte auf Schneeketten nicht verzichten. Wer ohne Ketten ins Gebirge fährt, handelt mitunter grob fahrlässig und muss empfindliche Strafen befürchten – selbst wenn Winterreifen aufgezogen sind. Denn auch mit den besten Reifen kann man in Situationen kommen, in denen dem Gummi die Grenzen aufgezeigt werden. „Winterreifen sind kein Ersatz für Schneeketten“ heißt es daher auch beim österreichischen Automobilclub ÖAMTC. Wenn sich zum Beispiel auf dem Weg in ein Skigebiet der Verkehr an einer verschneiten Steigung staut, können die Reifen allein ein schweres Fahrzeug aus dem Stand auf glattem Untergrund mitunter nicht mehr nach vorne bewegen. Daher ist auf vielen Strecken das Mitführen von Schneeketten sogar Pflicht, ein blaues Verkehrsschild mit einem Ketten-Reifen weist darauf hin. Am besten hat man vor der Fahrt ins Gebirge das Aufziehen der Ketten zuhause in sicherer Umgebung geübt. Und dabei geprüft, ob die eventuell geliehenen Ketten auch tatsächlich auf die Reifen des eigenen Wagens passen. Schneeketten sollten übrigens immer auf die angetriebenen Räder ziehen. Und dann nicht Vollgas geben: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt für Autos mit Schneeketten laut Straßenverkehrsordnung 50 km/h. Was gehört noch an Bord? Handschuhe, Taschenlampe, Eiskratzer, Starthilfekabel, eventuell Defrostspray, eine Tüte mit Sand (falls man sich auf einer kleinen Eisplatte festgefahren hat) und eine Wolldecke – falls man in einem längeren Stau bei heftigem Schneefall eine Nacht „überwintern“ muss. Was nicht ins Auto gehört, ist der Türschlossenteiser. Den bewahrt man am besten in Griffweite im Hausflur oder bei einer mehrtägigen Fahrt in den Urlaub in der Manteltasche auf. Damit es kein kaltes Erwachen vor verschlossener Autotür gibt. Rückfragen an: Alexander Lührs Leiter Öffentlichkeitsarbeit Pkw-Reifen Continental AG Büttnerstraße 25 , 30165 Hannover Tel.: +49 (0) 511 938 2615 Fax: +49 (0) 511 938 2455 E-Mail: alexander.luehrs@conti.de Internet: www.conti-online.com Bilddatenbank unter http://mediacenter.conti-online.com |
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