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Keisuke Honda: Der Fußball-Kaiser von Japan Japan hat wieder einen neuen Star für Europa. Nach Hidetoshi Nakata und Shunsuke Nakamura gilt Keisuke Honda als der kommende Stern aus dem Fernen Osten am europäischen Fußballhimmel. Trotz seiner erst 24 Jahre hat er sich den Ruf eines „kompletten Offensivspielers“ erarbeitet. Honda ist ein kreativer Kopf mit einer ausgefeilten Technik, der die Angreifer mit gefährlichen Pässen einsetzt. Außerdem ist er sehr beweglich und für die Verteidigung schwer auszurechnen, weil der Japaner ständig zwischen Mittelfeld und Abwehr hin- und herpendelt. Mit seinem linken Fuß ist er bei Freistößen torgefährlich, dank seiner Größe von 1,82 m ist der Kreative auch kopfballstark.
Diese Fähigkeiten haben ihm zu einer traumhaften Karriere verholfen. In einem knappen Jahr gelangen ihm der Wiederaufstieg in die Ehrendivision in den Niederlanden und ein traumhaftes Debüt in der UEFA Champions League. |
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Dann folgte die Teilnahme an der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ in Südafrika. Im ersten WM-Spiel der „Blue Samurai“ gegen Kamerun gelang ihm das goldene Tor zum 1:0. Der Treffer war Hondas Höhepunkt des Jahres 2010, zuvor hatte er in dieser Saison mit dem russischen Spitzenverein ZSKA Moskau erste Erfahrungen in der UEFA Champions League gesammelt. Seit Anfang dieses Jahres ist er bei den Moskauern unter Vertrag, für sechs Millionen Euro wechselte vom niederländischen VVV Venlo in die russische Hauptstadt. Den Fans seines neuen Klubs konnte er sich schon als Matchwinner präsentieren. Beim 2:1-Auswärtssieg über den FC Sevilla im Achtelfinale der Champions League erzielte er seinen ersten Treffer in der europäischen Königsklasse. Den anderen Treffer der Russen hatte er vorbereitet. |
![]() Keisuke Honda (Mitte vorne) wird nach seinem Siegtor gegen Kamerun von den japanischen Teamkameraden umjubelt. (Foto: GES/Augenklick) |
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Extravaganter Liebling der Blue-Samurai-Fans Das Beispiel Moskau zeigt: Vereinswechsel im Winter sind bei Honda nicht nur Tradition, sie bringen ihm auch Glück: Denn auch sein Transfer vom japanischen J-League-Club Nagoya Grampus nach Europa wurde in der kalten Jahreszeit, im Januar 2008, abgewickelt. Seine erste Station war der niederländische Erstligist VVV Venlo. Obwohl sich Honda schnell einlebte und zu den Leistungsträgern gehörte, stieg sein Verein aus der Ehrendivision ab. Der 24-Jährige war am Wiederaufstieg der Venloer maßgeblich beteiligt. Deswegen entwickelte sich der Japaner zum Publikumsliebling. Auch die Eerste Divisie (2. niederländische Liga) war für Honda ein Schaufenster. Venlos Vorstand setzte eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro fest, um die vielen Interessenten abzuschrecken. Die ersten Adressen der Fußballszene wie Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven, der FC Liverpool und Arsenal London wollten ihn dennoch verpflichten. Aus der Bundesliga schickten der VfL Wolfsburg und der 1. FC Köln ihre Späher ins niederländische Grenzgebiet. Der Mittelfeldspieler war aber anfangs sehr wählerisch und lehnte ein erstes Angebot von ZSKA Moskau sogar ab. Ein Wechsel innerhalb der niederländischen Ehrendivision kam aus finanziellen Gründen nicht zustande. Nach dem Wiederaufstieg glänzte Honda auch in der Ehrendivision, was die Begehrlichkeiten europäischer Spitzenvereine nur noch steigerte. Bis zur Winterpause blieb er in der niederländisch-deutschen Grenzstadt und wurde dort Kapitän. Erst im Dezember 2009 entschloss sich Honda, doch zu ZSKA Moskau zu wechseln. Ihm gelang auch der Sprung in die japanische Nationalelf. Bei der FIFA Fußball Weltmeisterschaft™ in Südafrika gehört Honda neben Shingi Kagawa und Yaoki Namada zu den torgefährlichsten Akteuren in Japans Nationalelf. In seiner Heimat ist der 24-Jährige sehr beliebt. Die Anhänger der „Blue Samurai“ schätzen ihn wegen seines Selbstbewusstseins und seines extravaganten Auftretens mit seinen blond-gefärbten Haaren und modischen Klamotten Sein Spitzname in der Heimat ist Keizer Keisuke, auf deutsch Kaiser Keisuke. |