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Gérard Piqué: Der Beckenbauer aus Barcelona |
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„Piquenbauer“ oder der „spanische Beckenbauer“ wird Gérard Piqué von den Fans liebevoll genannt. Seinen Wechsel zu Manchester United haben ihm Barcelonas Anhänger mittlerweile verziehen. „Ich war mein ganzes Leben lang Fan von Barca. Es bedeutet mir ungemein viel, die Ehre meines Klubs zu verteidigen.“ Wie Argentiniens Superstar Lionel Messi stammt der 23-Jährige aus „La Masia“, der Jugend-Akademie des FC Barcelona. Aber seine Profi-Karriere begann nicht bei den Katalanen, für eine Ablösesumme von 5,75 Millionen Euro wechselte der Innenverteidiger 2004 von der zweiten Mannschaft des FC Barcelona zu Manchester United. Unter Teammanager Alex Ferguson konnte sich Gérard Piqué Bernabeu, wie er mit vollem Namen heißt, nicht durchsetzen. Zwei Jahre spielte das Talent erst in der Jugend und dann im Reserveteam der „Red Devils“. |
![]() Gerard Pique ist im Team von UEFA Europameister™ Spanien einer der neuen Hoffnungsträger. (Foto: Firo/Augenklick) |
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Die Konkurrenz auf seiner Position war mit den Superstars Rio Ferdinand und Nemanja Vidic zu übermächtig. Um Spielpraxis zu sammeln, lieh ihn ManUnited für ein Jahr an Real Saragossa aus. Dort spielte Piqué mit seinem jetzigen Mannschaftskameraden beim FC Barcelona, Gabriel Milito, in der Innenverteidigung. In 22 Partien schoss er zwei Tore. 2008 holte Barca ihn für fünf Millionen Euro zurück und gab ihm einen Vier-Jahres-Vertrag. Beim spanischen Spitzenclub wurde er unter Trainer Giuseppe Guardiola Stammspieler. Piqué ist der Typ von Innenverteidiger moderner Prägung, wie sie Coach Guardiola liebt. Diese sind stark im Spielaufbau, verfügen über eine hohe Spielintelligenz und sind auch defensiv stark. Die Liebe wird vom Spieler erwidert. „Er ist der praktische Typ, er ist immer ganz nah an der Mannschaft und den Spielern dran. Er ist der perfekte moderne Trainer“, sagt Piqué voll des Lobes über den Coach, der ihn zum Stammspieler machte. Piqué gewann in der Saison 2009/10 schon sechs Titel Aufgrund seiner starken Leistung in der vergangenen Saison verlängerte Barcelona im Februar seinen Vertrag vorzeitig bis 2015. Darin wurde eine Ablösesumme von 200 Millionen Euro festgeschrieben. Der „spanische Beckenbauer“ erinnert mit seiner Spieleröffnung an den deutschen Fußballhelden, außerdem war Piqué mit seinen vier Treffern für einen Defensivspieler auch torgefährlich. Sein erstes Jahr bei Barca krönte Piqué mit dem Gewinn der UEFA Champions League, der Defensivkünstler nahm sich ein besonderes Souvenir mit nach Hause: Ein Teil des Tornetzes im Olympiastadion von Rom. Außerdem ist der Katalane der dritte Spieler nach Marcel Desailly und Paulo Sousa, der mit zwei verschiedenen Vereinen in aufeinanderfolgenden Jahren die Königsklasse gewonnen hatte. Denn 2008 war ihm der Champions League-Erfolg schon mit Manchester United geglückt.
Piqué gehört zu dem Team von Barcelona, dem das Kunststück gelang, alle sechs möglichen Titel in einer Saison zu gewinnen: Die UEFA Champions League, den UEFA Supercup, die FIFA Club-Weltmeisterschaft, den Titel in der Primera Division, den spanischen Pokal und Super-Cup. Am 11. Februar 2009 gab Gerard Piqué sein Debüt in der spanischen Nationalmannschaft in einem Freundschaftsspiel gegen England. Beim 2:0-Erfolg über die „Three Lions“ überzeugte der 1,93 m große Defensivspieler, seitdem ist er eine feste Größe in der „Seleccion“. Zuvor war der Innenverteidiger schon mit der U19 Europameister geworden. Wenige Tage vor dem ersten Spiel bei der FIFA Weltmeisterschaft 2010™ hat sich Piqué am Knie verletzt, aber sein Einsatz im ersten Gruppenspiel am 16. Juni gegen die Schweiz war nicht gefährdet. Die Spanier sind der Favorit in der Gruppe H, auch gegen die anderen Gruppengegner Honduras und Chile ist der Europameister favorisiert. Schließlich wollen Piqué & Co. den Titel holen. Es wäre der siebte für den Verteidiger und die anderen Barca-Profis. |