Newcomer der FIFA WM 2010

Aaron Lennon: Der schnelle Dribbelzwerg aus England

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Die „Three Lions“ dürfen von einem neuen David Beckham träumen. Als sein legitimer Nachfolger gilt Aaron Lennon von den Tottenham Hotspur. Englands Nationaltrainer Fabio Capello hat ihm für die FIFA Weltmeisterschaft 2010™ in Südafrika das Trikot mit der Nummer 7 reserviert. Sein Entdecker Peter Reid, der ihn schon als Jugendlichen im Profiteam von Leeds United einsetzte, beschreibt ihn so: „Er läuft auf Leute zu und drängt Teams in die Defensive. Seine Schnelligkeit ist unglaublich, dazu hat er noch ein Fußballhirn.“

Der Flügelstürmer von Tottenham Hotspur ist mit 1,65 m der kleinste Spieler in der englischen Premier League, wegen seiner Größe nennen ihn die Fans auch den Dribbelzwerg. Die Anhänger lieben ihn, in der Saison 2008/2009 wählten sie ihn zum Spieler der Saison. Für das manchmal etwas schwerfällige Spiel der Engländer sind seine Tempodribblings und Flanken die Waffen, um die Offensive zu beleben.

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Aaron Lennon kam schon bei der FIFA WM 2006™ zum Einsatz, wurde aber erst vor der FIFA WM 2010™ zum Stammspieler. (Foto: GES/Augenklick)

Beim 1:1 gegen die USA im ersten Gruppenspiel gehörte Lennon noch zu den besseren Spielern in einem enttäuschenden Team.

Capellos Nummernzuweisung ist eine Bestätigung dafür, dass der 23-Jährige für das WM-Turnier in Südafrika als gesetzt gilt. Wie stark seine Position im Nationalteam ist, beweist die Nichtnominierung seines Konkurrenten Theo Walcott von Arsenal London für die FIFA WM™ in Südafrika. Die WM-Endrunde könnte der internationale Durchbruch für Lennon sein.

Aaron Lennon, der künftige Star der Engländer, bildet bei der FIFA WM 2010™ zusammen mit Wayne Rooney eine Abwehrmauer. (Foto: Firo/Augenklick)

Dem Debüt mit 16 Jahren folgte der Wechsel von Leeds nach Tottenham

Seine wechselhafte Karriere begann glanzvoll. 16 Jahre und 129 Tage war Lennon alt, als ihn sein Coach Reid zum ersten Mal in der englischen Premier League einsetzte. Seine Premiere feierte der Flügelspieler im August 2003 mit Leeds bei den Tottenham Hotspur an der White Hart Lane. Zwei Jahre später wurde der für ihn historische Ort seine neue Heimat. Leeds hatte finanzielle Probleme und war in die zweite Liga abgestiegen. Aus diesem Grund gab der Verein Lennon für den Schnäppchenpreis von einer Million Pfund (1,2 Millionen Euro) an Tottenham ab.

In der ersten Saison war er so stark, dass ihn Nationaltrainer Sven-Goran Eriksson für die FIFA WM 2006™ nominierte. Für ihn musste das Riesentalent Shaun Wright-Phillips von Manchester City zu Hause bleiben. Der Flügelspieler feierte im Juni 2006 seine Premiere im Nationaldress gegen Jamaika. Bei der FIFA WM 2006™ in Deutschland kam Lennon nur auf Kurzeinsätze gegen Trinidad und Tobago sowie Portugal. Gegen den  WM-Vierten von 2006 schieden die Engländer aus, aber Lennon konnte trotzdem überzeugen. Nach seinem Einsatz gegen Andorra im April 2007 unter Coach Steve McLaren  wurde der Spurs-Star fast zwei Jahre nicht mehr berufen.

Der Grund waren schlechte Leistungen im Verein. Sein Coach Juande Ramos setzte ihn nur unregelmäßig ein, erst unter Trainer Harry Redknapp ging sein Stern wieder auf. Fabio Capello berief ihn im März 2009 für ein Testspiel gegen die Slowakei wieder ins Auswahlteam. Im Dezember vergangenen Jahres stoppte ihn eine Leistenverletzung, die ihn monatelang außer Gefecht setzte. Lange Zeit war unklar, ob der Dribbelzwerg bis zur FIFA WM™ in Südafrika wieder fit würde.

Seit dem Vorbereitungsspiel gegen Japan Anfang Juni, dass die Engländer 2:1 gewannen, hat der Flügelspieler einen Spitznamen: „Azza“. Das klingt ähnlich wie „Gazza“ alias Paul Gascoigne oder „Wazza“ alias Wayne Rooney. Doch im Gegensatz zu den beiden Skandalnudeln ist Aaron Lennon ein stiller Junge und gläubiger Christ. „Englands leiser Star“ nennt ihn die Daily Mail. Für Aufsehen sorgt der Außenstürmer nur auf dem Spielfeld. Dass er aber wirklich die Klasse eines Beckham erreichen kann, scheint doch sehr unwahrscheinlich.