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Schon bald dreht sich in Südafrika alles um Fußball. Doch das Land am Kap hat weit mehr zu bieten als schöne Stadien. Wer etwas über den Gastgeber der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010TM erfahren möchte, über die Menschen, die wechselhafte Geschichte des Landes, die beeindruckenden Landschaften, kann das auch vor dem heimischen Fernseher tun. ContiSoccerWorld stellt die besten Dokumentar- und Spielfilme aus und über Südafrika vor. Dance for All Dokumentarfilm der deutschen Regisseurinnen Viviane Blumenschein und Elena Bromund aus dem Jahr 2008 über ein Ballett-Projekt in den Townships von Kapstadt, das jungen Südafrikanern die Chance auf eine eher ungewöhnliche Karriere bietet. |
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The Bang Bang Club Aktuelle Verfilmung des gleichnamigen südafrikanischen Bestsellers, in dem zwei Kriegsfotografen die letzten Tage der Apartheid in Südafrika in eindrucksvollen Bildern festhalten. Regie führt der südafrikanische Dokumentarfilmer Steven Silver, in den Hauptrollen sind Malin Ackerman („Watchmen“) und Ryan Philippe („L.A. Crash“) zu sehen. Drehstart war im April 2009, die Premiere ist für 2010 geplant. Boy Called Twist Der Film aus dem Jahr 2004 ist eine moderne Fassung des Charles-Dickens-Klassikers: Regisseur Tim Greene hat die Geschichte des Waisenkindes Oliver Twist aus dem England des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart Südafrikas geholt. Finanziert wurde das Großstadtdrama aus Kapstadt durch Spenden – Greene brachte 1.000 Menschen dazu, den Film mit je 1.000 Rand (rund 100 Euro) zu unterstützen. Catch a Fire Bewegendes Drama von Regisseur Phillip Noyce über einen Fußballtrainer (Derek Luke), der sein politisches Gewissen entdeckt. Zu Zeiten der Apartheid zu Unrecht eines Anschlags verdächtigt und von der Polizei (u.a. US-Star Tim Robbins) unter Druck gesetzt, entscheidet er sich, tatsächlich in den Untergrund zu gehen. Der San Francisco Chronicle schrieb über den Politthriller aus dem Jahr 2006: „Ein aufwühlender Film.“ Country of my Skull Film über Wahrheit, Liebe und Versöhnung. Die Hauptrollen spielen Samuel L. Jackson und Juliette Binoche: Ein US-Reporter und eine burische Schriftstellerin lernen sich in der Post-Apartheid-Zeit kennen – und lieben. Die Vorlage für das britische Drama von John Boorman, das im Wettbewerb der Berlinale 2004 gezeigt wurde, lieferte die südafrikanische Autorin Antjie Krog. Der Film ist auch unter dem Titel „In my Country“ bekannt. |
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Die drei ??? – Das verfluchte Schloss Die Fans wissen: Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews unterhalten ihre „Zentrale“ eigentlich auf einem Schrottplatz im fiktiven Ort Rocky Beach in Kalifornien. Das aktuelle Abenteuer der drei Juniordetektive (Kinostart war im März 2009) hat der deutsche Regisseur Florian Baxmeyer jedoch wegen der schönen Landschaft und günstiger Produktionsbedingungen vollständig in Südafrika gedreht. Die Farbe der Freundschaft Rührender Film von Erfolgsregisseur Kevin Hooks („Without a Trace“) über ein weißes südafrikanisches Mädchen, das als Gastschülerin in die USA kommt – in eine schwarze Familie. |
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Der 1999 in Kanada gedrehte Streifen erhielt einen Emmy in der Kategorie „Bester Kinderfilm“. |
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Die Götter müssen verrückt sein Wer in den achtziger Jahren groß geworden ist, kam an diesem Film nicht vorbei: Eine Flasche Coca Cola, die über der Kalahari-Wüste vom Himmel fällt, bringt das Leben eines Stammes Eingeborener durcheinander. Obwohl der Film von Regisseur Jamie Uys 1980 mit Mitteln der südafrikanischen Regierung finanziert wurde, kam er als botswanische Produktion auf den Markt. Der Grund: ein damaliges Embargo gegen den Apartheidstaat Südafrika. |
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Die lustige Welt der Tiere Ob durstige Affen, balzende Strauße oder torkelnde Elefanten: Die Szenen aus dem 1974 gedrehten Film über das Leben der Tiere in der Wüste Kalahari sind absoluter Kult. Regie und Drehbuch der Dokumentation (Originaltitel: „Animals Are Beautiful People“) führte der Südafrikaner Jamie Uys, der auch den Klassiker „Die Götter müssen verrückt sein“ drehte. Die Doku erhielt 1975 den Golden Globe. Drum – Wahrheit um jeden Preis Der Thriller (2004) von Regisseur Zola Maseko zeigt die wahre Geschichte von zwei couragierten Männern in Johannesburg Anfang der fünfziger Jahre: Journalist Henry Nxumalo deckt gemeinsam mit dem deutschen Fotografen Jürgen Schadeberg unmenschliche Arbeitsbedingungen auf einer Burenfarm auf. Der Film wurde 2006 mit dem großen Preis des Panafrikanischen Filmfestivals ausgezeichnet. Ein Sommer in Kapstadt ZDF-Romanze aus der Reihe „Ein Sommer in...“. Schon die erste Folge „Ein Sommer in Neu England“ wurde zwar in Kapstadt und Umgebung gedreht, spielt aber in den USA. Bei Folge zwei, „Ein Sommer in Kapstadt“, stimmen Titel und Inhalt. Die Hauptrollen in dem Film über Liebe und Eifersucht spielen Rebecca Immanuel („Edel & Starck“) und Ray Fearon („Lulu und Jimi“). Geheimnis der Wale Reizvolle Impressionen aus Südafrika und Neuseeland liefert dieser TV-Zweiteiler. Für die ZDF-Produktion stehen Stars wie Veronica Ferres, Christopher Lambert und Mario Adorf vor der Kamera. Es geht um die Verlärmung der Ozeane durch die Schifffahrt, unter der vor allem Wale leiden. Der Film wird voraussichtlich Ende 2009 oder Anfang 2010 ausgestrahlt. Eine Kino-Adaption ist im Gespräch. Glanz und Gloria Macht, Luxus und Freundschaft – das sind die Themen, mit denen sich Dieter Wedel („Der große Bellheim“) in seinem neuen ARD-Zweiteiler „Glanz und Gloria“ (Arbeitstitel) beschäftigt. Die Idee zum Film kam dem TV-Altmeister während des Prozesses um den deutschen Finanzjongleur Jürgen Harksen, der sich nach Südafrika abgesetzt hatte. Der „König der Hochstapler“ wird von Ulrich Tukur gespielt. Sendetermin ist voraussichtlich Januar 2010. Goodbye Bafana Das Drama von Regisseur Bille August („Fräulein Smillas Gespür für Schnee“) erzählt die wahre Geschichte des Gefängniswärters James Gregory, der 20 Jahre lang für die Bewachung des politischen Häftlings und späteren Präsidenten Nelson Mandela verantwortlich war. Seine Deutschland-Premiere feierte der an den Originalschauplätzen gedrehte Film bei der Berlinale 2007. Human Factor Film von Altmeister Clint Eastwood über die Post-Apartheid-Zeit: Nelson Mandela stand an der Spitze einer neuen, demokratischen Regierung, die Springboks wurden Rugby-Weltmeister. Das Jahr 1995 war für viele Menschen in Südafrika das Jahr des Aufbruchs. Matt Damon („Bourne Identität“) spielt Springbok-Kapitän Francois Pienaar, Morgan Freeman verkörpert Nelson Mandela. Kinostart ist Ende 2009 oder Anfang 2010. Jerusalema Im Mittelpunkt des Actionfilms steht der Gangster Lucky Kunene. Ein Mann mit klaren Vorstellungen: Ein schnelles Auto, ein Haus am Meer und eine schöne, intelligente Frau – das ist alles, was er braucht zum Glück. In Ralph Zimans Film geht es um Lebensträume, Gewalt und Scheitern. In Südafrika ist „Jerusalema“, der auch auf der Berlinale 2008 gezeigt wurde, einer der erfolgreichsten Filme überhaupt. Memories of Rain Dokumentarfilm der Regisseurinnen Gisela Albrecht und Angela Mai aus dem Jahr 2004 über zwei Widerstandskämpfer: Die Südafrikaner Jenny Cargill und Kevin Qhobosheane haben beide für den ANC gekämpft. Es war ein Leben im Exil: Sie, eine Weiße, wurde vom Geheimdienst in Ost-Berlin ausgebildet, er, ein Schwarzer, trainierte in angolanischen Militärcamps den Widerstand. The Piano Player – Brennende Seelen vergessen nie Action-Thriller von Jean-Pierre Roux aus dem Jahr 2004 mit hochkarätiger Besetzung: Killer Alex Laney (Christopher Lambert) erhält einen lukrativen Auftrag. Er soll in Kapstadt den Geschäftsmann Robert Nile (Dennis Hopper) beschützen, der als Zeuge im Prozess gegen einen Gangster und Voodoo-Meister auftritt. Schrei nach Freiheit Klassiker von Altmeister Richard Attenborough aus dem Jahr 1987 über den Widerstandskämpfer Steven Biko, gespielt vom jungen Denzel Washington. Als Biko von der Polizei getötet wird, beschließt Journalist Donald Woods (Kevin Kline), ein Buch über dessen Leben zu schreiben. Um es zu veröffentlichen, muss er heimlich das Land verfassen. Eine gefährliche Flucht beginnt. Tsotsi Regisseur Gavin Hood erhielt für sein Gangster-Epos 2006 den Oscar als „bester ausländischer Film“. Skrupellose Gewalt, Drogen und völlige Armut – das Drama von Gavin Hood zeigt die ungeschminkte Wahrheit über das Leben in Soweto. Im Mittelpunkt steht der 19-jährige Tsotsi. Vorlage für den Film war die gleichnamige Geschichte des südafrikanischen Schriftstellers Athol Fugard. |
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U-Carmen eKhayelitsha Selbst Insidern war der Film kein Begriff: Mit „U-Carmen eKhayelitsha“ ging 2005 zum ersten Mal der Goldene Bär, der Hauptpreis der Berlinale, nach Afrika. Das Debüt von Marc Dornford-May verlegt die Geschichte der Bizet-Oper „Carmen“ in das Kapstädter Township Khayelitsha. Die Originalsprache der Oper ist Französisch, Dornford-May ließ seine Darsteller aber im südafrikanischen Xhosa-Dialekt singen. |
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We are together Anrührender Dokumentarfilm aus dem Jahr 2008 über ein Waisenhaus in Südafrika, in dem viele Kinder AIDS-krank sind. Neue Kraft schenkt ihnen vor allem der Chor, in dem sie singen. Regisseur Paul Taylor hat das Waisenkind Slindile drei Jahre lang begleitet. Das Ergebnis ist eine sensible, mehrfach ausgezeichnete Dokumentation, die zeigt, dass Musik in Südafrika ein Teil des Lebens – und des Todes – ist. Yesterday Als Yesterday erfährt, dass sie AIDS hat, gerät das Leben der jungen Mutter aus den Fugen. Von ihrem Mann ist keine Hilfe zu erwarten, er verschließt die Augen vor der Krankheit. Nur der Wunsch, die Einschulung ihrer Tochter, noch zu erleben, schenkt Yesterday neuen Lebensmut. Spiegel Online schreibt über den Film von Darrell Roodt: „Ein ebenso unsentimentales wie poetisches Drama.“ 2005 war „Yesterday“ für den Oscar als „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Zwei Welten Shawn Slovo verfasste das Drehbuch, aber die Story schrieb das Leben selbst: Die Eltern von Slovo waren Widerstandskämpfer. Der Film berichtet von geheimen Treffen im Elternhaus und alltäglichen Verleumdungen durch die Klassenkameraden. Er wurde 1988 bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem großen Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Regisseur Chris Menges gewann als Kameramann 1985 einen Oscar für „Local Hero“. Auch bei „Der Vorleser“ (2008) führte er die Kamera. |