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Projekt „Fahrradsimulator“ der Verkehrswachten Minden-Lübbecke und Bielefeld In Anlehnung an einen bestehenden Pkw-Simulator, den die Kreisverkehrswachten in Nordrhein-Westfalen bereits seit geraumer Zeit erfolgreich an weiterführenden Schulen und im Bereich „Junge Fahrer“ einsetzen, planten die Kreisverkehrswachten Minden-Lübbecke und Bielefeld die Anschaffung eines Simulators, der sich für die Zielgruppe Rad fahrender Kinder eignet. Im Kreis Minden-Lübbecke beispielsweise ist – wie landesweit – die Anzahl der verunglückten Kinder als Radfahrer im Straßenverkehr immens hoch. Ein Blick auf die Art der Unfallbeteiligung verdeutlicht: In mehr als der Hälfte der Unfälle waren kindliche Unfallverursacher als Radfahrer unterwegs. Kinder machen vielfach aufgrund ihres Entwicklungsstands Fehler. Verkehrsrelevante Informationen werden überwiegend über das Auge wahrgenommen. Doch das Erkennen einer Gefahr ist nur der erste Schritt zu richtigem Verhalten. Der zweite Schritt besteht in der angemessenen Verarbeitung des Geschehens. Auch hier bestehen klare Defizite. Die Reaktion auf die Gefahrensituation ist abhängig von vielen Faktoren, u. a. auch von motorischen Fähigkeiten, also das Rad sicher zu handhaben. Was genau ist ein Fahrradsimulator und was kann er? Der vorgesehene Fahrradsimulator ist als interaktiver Trainer ausgestattet. Er funktioniert mit einem Fahrrad, das als Adaption mit einem Rechner und der entsprechenden Software 40 verschiedene Fahrszenen simulieren kann. Wo würde der Fahrradsimulator eingesetzt werden? Der Fahrradsimulator würde zunächst in Grundschulen und weiterführenden Schulen im Bereich der Sekundarstufe 1 eingesetzt werden. Darüber hinaus bieten sich Verkehrssicherheitstage zur Durchführung von Programmen an, die insbesondere die Radsicherheit von Kindern erhöhen. Der Radfahrsimulator kann auch bei Verkehrssicherheitsveranstaltungen, in denen beispielsweise im Rahmen von Crash-Vorführungen Radfahrerdummies bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Pkw angefahren werden, inhaltlich ergänzen. Die Verkehrswachten Minden-Lübbecke und Bielefeld verfügen über entsprechend ausgebildete und qualifizierte Moderatoren, die sowohl fachlich als auch manuell den Radsimulator bedienen können. Darüber hinaus sind technische Möglichkeiten vorhanden (Moderatorenanlage, Beamer, Videoleinwand), um im Bedarfsfall auch einem größeren Publikum das Geschehen zu verdeutlichen. Die Anschaffung des Fahrradsimulators erscheint auf den ersten Blick nicht gerade billig, doch hochwertigste Technik hat auch ihren Preis, und die guten Erfahrungen, die mit bereits eingesetzten Pkw-Simulatoren gemacht wurden, lassen auf eine erfolgreiche Arbeit mit dem Radsimulator schließen. Zur Finanzierung der Fahrradsimulatoren haben die Verkehrswachten Minden-Lübbecke und Bielefeld bei der Aktion „Wir belohnen Ihre Sicherheit“ beworben. |