Bus-Engel – die Fahrzeugbegleiter

Im Landkreis Nordwestmecklenburg kam es in den vergangenen Jahren häufiger zu unliebsamen Vorfällen auf den Schulwegen, insbesondere bei der Schülerbeförderung.

Zeitgleich treffen Schüler aus Grund-, Förder-, Regionalschulen sowie Gymnasien auf dem Schulweg und an den Haltestellen aufeinander.

Es gab Erpressungsversuche, Streitigkeiten, körperliche Übergriffe und viele Sachbeschädigungen (Zündeln, Scratching, Farbschmierereien, gestohlene Nothämmer, etc.). Dieses Fehlverhalten auf dem täglichen Schulweg verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern gefährdet auch die Sicherheit.

Die Gefährdung der Sicherheit bei der Schülerbeförderung stellt auch eine Irritation für die Busfahrer dar, deren Konzentration auf den Verkehr dringend erforderlich ist. Außerdem führt es dazu, dass der Fahrplan nicht eingehalten werden kann und die Schüler unpünktlich zum Unterricht erscheinen.

Gefahrensituationen entschärfen

Gemeinsam setzten sich alle Verantwortlichen (Verkehrsunternehmen, Schulen, Schulverwaltung, Polizei, Verkehrswacht, Unfallkasse, Elternvertretung) an einen Tisch, um das Problem zu lösen.

So wurde die Idee von Busbegleitern geboren. Nicht Erwachsene sollten es sein, die während der Fahrt für Ordnung sorgen, sondern die Schüler selbst. Die „Bus-Engel“ sind verantwortungsbewusste junge Menschen, die sich durchsetzen können und Zivilcourage zeigen.

Seit dem Start im Jahr 2004 hat sich daraus ein erfolgreiches und anerkanntes Projekt zur Schulwegsicherheit entwickelt.

Ziel des Projektes ist u. a., die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg durch den Einsatz von „Bus-Engeln“ zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden. Durch die Förderung präventiver Kommunikation werden Sachbeschädigungen an Fahrzeugen und an Haltestellen vermieden. Dabei soll ein konfliktfreies Klima erreicht und der Schulweg stressfrei gemeistert werden.

Jugendliche helfen sich gegenseitig

Aus vielerlei Gründen wurden bei dem Projekt „Bus-Engel“ gezielt Jugendliche eingesetzt. Sie kennen ihre Lebenswelt untereinander (Sprache, Mimik, Gestik) und haben größeren Einfluss auf Mitschüler/innen als Erwachsene. Kinder und Jugendliche nehmen von Erwachsenen ungern Ratschläge an und möchten ihre Angelegenheiten selbst regeln. Sie müssen lernen, Konflikte zu lösen und sollen ihre eigene Sozialkompetenz erkennen und weiter ausbauen.

Die „Bus-Engel“ sind mit viel Engagement bei der Sache. Dazu gehört jedoch nicht nur viel Motivation, sondern auch ein Projektverantwortlicher, der alle entscheidenden Dinge koordiniert, und eine gute Ausbildung der Jugendlichen z. B. für Sicherheitstraining und korrektes Auftreten. Um dies zu finanzieren, sucht die Verkehrswacht Wismar und Umgebung e. V. in jedem Jahr nach Sponsoren. 2007 unterstützt die Continental AG im Rahmen der Aktion „Wir belohnen Ihre Sicherheit“ das Projekt „Bus-Engel“.

Ansprechpartner für das Projekt „Bus-Engel“:

Verkehrswacht Wismar und Umgebung e. V., Tel. 03841/410244

Hier können Sie die komplette Präsentation „Bus-Engel“ als PDF herunterladen.

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