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Bereits im September 2004 ist im Bremer Stadtteil Borgfeld der so genannte Borgfelder SCHULEXPRESS eingeführt worden. Bei diesem Projekt, das von zwei Frauen mit Kindern im schulpflichtigen Alter ins Leben gerufen wurde, werden die Schulkinder motiviert, ihren Schulweg möglichst in kleinen Gruppen zu Fuß zurückzulegen. Mit dem Wort „Schulexpress“ soll Bewegung und Effektivität signalisiert werden. Das Hauptziel der Initiative ist es, den Autoverkehr vor der Schule zu reduzieren. Denn alle Schulkinder sind durch den Autoverkehr vor der Schule besonders gefährdet. Der Autoverkehr rund um die Schule entsteht überwiegend durch bringende und abholende Eltern. Um dieses Problem anzugehen, wurde der SCHULEXPRESS ins Leben gerufen. An einigen Schulen hat das Projekt den Autoverkehr schon erheblich reduziert. Der SCHULEXPRESS ist ein Angebot an die Eltern, zum sicheren Schulweg beizutragen. Denn jedes Auto, das im Bereich der Schule parkt, beeinträchtigt die Sicht der Kinder, die die Straße überqueren wollen. Und jedes Auto, das vor der Schule rangiert, stellt eine potenzielle Gefahrenquelle für die Schüler da. Um die Grundschulen herum werden Haltestellen eingerichtet, von denen die Kinder einen maximalen Fußweg von 15 Minuten zur Schule haben. - als Treffpunkt für Kinder, die gemeinsam zur Schule laufen wollen
- oder als Elternhaltestelle:
Die Eltern bringen ihre Kinder zu einer der Haltestellen in ihrer Nähe. So wird das Parken und Rangieren im Bereich der Schule vermieden und der Verkehr verteilt sich im Ortsteil. Dadurch werden auch überflüssigen Autokilometer vermieden.
Neben mehr Sicherheit auf dem Schulweg bringt der SCHULEXPRESS noch weitere Vorteile. Bewegung und Sauerstoff Die Kinder bekommen Bewegung und können vor und nach dem Unterricht Sauerstoff tanken. Beides ist für die körperliche, seelische und geistige Entwicklung von großer Bedeutung. Kinder, die zur Schule laufen dürfen, sind ausgeglichener, konzentrierter und gesünder. Ihre Lernfähigkeit ist größer.
Gesundheit Bei Mangel an Bewegung können viele Krankheiten auftreten. Außerdem wirkt sich Bewegung positiv auf dem Krankheitsverlauf von chronischen Erkrankungen wie Asthma aus. Kinder die sich bewegen, besitzen bessere Körperkoordination und sind weniger unfallgefährdet. (Quelle: Kinder- und Jugendarzt-Praxis I. Helms/Dr. C. Seefeldt-Abraham, Bremen-Borgfeld). Außerdem haben Forscher aus Edinburgh gezeigt, dass Kinder, die zu Fuß zur Schule laufen, auch sonst körperlich aktiver sind als Schülern, die mit dem Auto gefahren werden. Vielleicht macht schon der Spaziergang am Morgen Lust auf weitere Aktivitäten.
Intensivere Wahrnehmung Die Welt wird intensiver wahrgenommen und erlebt. Wir wissen alle, wie sehr sich Kinder über Pfützen und das Schlurfen durch das herbstliche Blattlaub freuen. Sowohl die Jahreszeiten als auch kleine Details auf dem Schulweg werden aktiv erlebt. Dies fördert die geistige Entwicklung der Kinder.
Das Selbstbewusstsein der Kinder Ein Schulweg, der von Kindern allein zurückgelegt wird, fördert das Selbstbewusstsein und dient als praktische Verkehrserziehung: Was die Kinder im Alltag üben, kann bald in fremden Umgebungen umgesetzt werden.
Umweltentlastung Die Umwelt wird entlastet und wir können Vorbilder unserer Kinder sein, indem wir unnötige Autokilometer vermeiden.
Zeit sparen Der zeitaufwendige Bring- und Abholdienst fällt für die Eltern aus.
Freundschaften Und zu guter letzt können Freundschaften zwanglos erweitert werden.
Weitere Infos finden Sie unter www.schulexpress.de |