Projekt zur "Feststellung regionaler Verkehrsprobleme"

1. Ebene zur Sachkenntnis - Allgemeine Grundsätze

Überall dort wo Menschen in Gemeinschaften zusammenleben, entwickeln sich allgemeine Verhaltensregeln, die den Fortbestand im Gemeinschaftsleben ermöglichen. Differenzierte Sanktionssysteme sichern dazu die Einhaltung der selbst bestimmten Regeln. Dass sich Verkehrsteilnehmer überhaupt regelkonform verhalten können, bedingt die Grundkenntnis der Verkehrsvorschriften. Für die spätere Beurteilung eigenen Verkehrsverhaltens und komplexer Situationsbeobachtungen musste für die Klassen 8 und 9 zwangsläufig eine Auswahl aus der Vielzahl der Vorschriften getroffen werden. Aus dieser Vielzahl kristallisieren sich für die Grundlagen die Paragraphen der StVO mit Fahrbahnbenutzung, Vorfahrt und Verkehrszeichen, sowie Kenntnisse der Fahrphysik heraus Sachkompetenz zu erlangen ist auf dieser Ebene ein vorrangiges Ziel.

2. Ebene der Anwendung - Orientierung im Straßenverkehr

Wie sieht eigentlich mein "eigenes" Verkehrsumfeld aus ? Wahrnehmung und Beobachtung im "eigenen" Verkehrsraum: Verkehrsumfeld im Wohnbereich, Schulweg und Freizeitbereich.

Hypothesen entwickeln: Beobachtungen an Kreuzungen und Einmündungen mit Hypothesenbildung: Was könnte jetzt, im nächsten Augenblick, geschehen und wie kann ich mich darauf einstellen?

Antizipation des Situationsverlaufes: Jede wahrgenommene Verkehrssituation ist auf ihre vorraussichtliche Weiterentwicklung und ihre möglichen Gefahren zu prüfen.

3. Ebene der Umsetzung - Regionale Verkehrsprobleme

Aufgabenstellung: In einem Team von 3 bis 4 Schülern gefährliche Verkehrssituationen aufspüren.

1. Feststellung der Örtlichkeit (Planquadrat lt. Regionalkarte).

2. Beschreibung des Problems ( Problemstellung )

3. Vorschlag zur Verbesserung oder Behebung.

4. Aufzeigen von Alternativen.

5. Perspektivenwechsel.

Bearbeitung zu schnelleren Übersicht in Kurzform. Möglichkeiten der Darstellung: Zeichnungen, Skizzen, Fotos, Filme, Interviews, CD usw.

4. Ebene der Toleranz

Belehrung und Rechthaberei der Verkehrsteilnehmer untereinander sind im Straßenverkehr zunehmend ein Problem geworden. Wie viele Polizeiberichte zeigen, wird objektives und subjektives Fehlverhalten Emotionsüberladen bis zu Handgreiflichkeiten ausdiskutiert. In der Bearbeitung der "Regionalen Verkehrsprobleme" einen Perspektivenwechsel vornehmen. Änderungen der Sichtweisen sind notwendig, um dadurch die Schwierigkeiten der anderen Verkehrspartner besser verstehen zu lernen. Der Pkw-Fahrer, der sich mit seinem Fahrzeug auf dem Radweg vorgetastet hat, blockiert nicht in böser Absicht den Radweg. Vielleicht hat er, bedingt durch die bauliche Besonderheit, keine Sicht auf den Querverkehr ? Hier sollen die Ansätze von der emotionalen Beurteilung einer Verkehrssituation zu einer rationalen Beurteilung geschaffen werden.

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