Eine Bedarfsampel für Langreder

In Barsinghausen führt die Landesstraße 401 als Durchgangsstraße mitten durch den Ort mit 1.100 Einwohnern und teilt diesen in zwei Teile. Eine gesicherte Straßenquerung gab es bislang innerhalb der kurvigen Ortsdurchfahrt nicht. Durchgeführte Verkehrszählungen sowie die Straßenführung zeigten eine hohe Gefährdung für alle Kinder. Aufgrund der finanziellen Lage des Landes Niedersachsen war mit der Realisierung einer Bedarfsampel frühestens in zehn bis zwölf Jahren zu rechnen.

Im März 2006 schlossen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger im Förderverein „Unser Langreder“ zusammen, um durch private Initiative den Bau einer so genannten Bedarfsampel zu finanzieren. Schon nach drei Monaten hatte der Verein 27 aktive Mitglieder.

Janice Kabbert, Vorsitzende des Fördervereins "Unser Langreder", freut sich über die schnelle Realisierung der Bedarfsampel.

Nachdem der Rat der Stadt Barsinghausen einen Zuschuss von 5.000 Euro für den Bau einer Fußgänger-Bedarfsampel bewilligt hatte, war es Aufgabe des neuen Fördervereins, den überwiegenden Anteil an der benötigten Summe von ca. 20.000 Euro durch vielfältige Aktivitäten zu beschaffen.

Da Langreder keine Schule besitzt, sind alle Schulkinder auf die Beförderung durch Busse angeweisen. Während die Grundschulkinder überwiegend durch einen Schulbus auf Kosten der Region aus den jeweiligen Ortshälften rechts und links der Landesstraße abgeholt werden, sind die Schüler ab der 5. Klasse auf den Linienbus angewiesen, der nur an einer Haltestelle direkt an der viel befahrenen Landesstraße hält. Hierbei müssen die Kinder die Straße zur Hauptzeit des Berufsverkehrs überqueren.

Darüber hinaus befinden sich Kindergarten, Feuerwehr und Kapelle unmittelbar an der Hauptstraße. Bei häufig notwendigem Wechsel der Straßenseite traten bislang insbesondere für Kinder und ältere Menschen erhebliche Probleme auf. Ein weiteres Risiko bestand für rund 250 Kinder und Jugendliche, die in den beiden örtlichen Sportvereinen ihren Sport ausüben. Die Sportanlagen befinden sich ebenfalls direkt an der Hauptstraße.

Der Verkauf von "Ampelschnitten" beim örtlichen Bäcker war nur eine der vielen Aktionen, um finanzielle Unterstützung für den Bau der Ampel zu bekommen.

In der kurzen Zeit des Bestehens des Fördervereins „Unser Langreder“ hat die Bevölkerung durch vielfältige Aktivitäten wie beispielsweise dem Verkauf von „Ampelschnitten“ beim örtlichen Bäcker, Teilnahme an Flohmärkten, Durchführen von Kinderaktivitäten und Filmvorführungen zugunsten des Projektes sowie Spenden Geld einwerben können. Trotzdem fehlte noch eine große Summe zur Verwirklichung der Bedarfsampel. Im September 2006 wandte sich Janice Kabbert, Vorsitzende des Fördervereins „Unser Langreder“, an die Landesverkehrswacht Niedersachsen. Das Projekt wurde ausgewählt und auch hier half die Continental AG im Rahmen ihrer Aktion „Wir belohnen Ihre Sicherheit.

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