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Die Ausgangssituation Das Fahrrad ist im Flächenkreis Schleswig-Holstein ein wichtiges Verkehrsmittel sowohl für Fahrten zur Schule und zum Arbeitsplatz als auch im Freizeitbereich. Das gilt besonders für diejenigen Strecken, für die es kein angemessenes Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs gibt. Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II ist das Fahrrad für den Schulweg unerlässlich, wenn die Fahrt zur weiterführenden Schule - entweder unterhalb der Mindestentfernung zwischen Wohnort und Schule oder aufgrund des Alters des Schülers - nach der gültigen Schülerbeförderungssatzung nicht vorgesehen ist. Zusätzlich tritt das Fahrrad auch bei Erwachsenen bei immer höheren Energiepreisen als Verkehrsmittel immer mehr in den Vordergrund. Die steigende Zahl von Fahrradunfällen und gleichzeitig die Beobachtung, dass die Tragequote von Fahrradhelmen bei Kindern mit zunehmendem Alter rückläufig und bei Erwachsenen unvermindert niedrig ist, geben Anlaß zu höchster Sorge. Die Radfahrunfälle in Schleswig-Holstein steigen jährlich an. Nach der letzten aktuellen Verkehrsbilanz hat die Polizei in 2003 eine Zunahme um 214 Fälle (+ 5,77 %) registrieren müssen. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich um 204 auf nunmehr 3.744 verletzte Personen (+ 5,76 %). Dabei waren 22 Tote zu beklagen. In der mittelfristigen Betrachtung der Jahre 1999 - 2003 hat sich die Zahl der Verletzten bei verunfallten Radfahrern um 5,9 % erhöht, die der Toten sogar um 37,5 % von 16 auf nunmehr 22. Einerseits ist daher bei einem Fahrradunfall ein hohes Verletzungsrisiko zu folgern, andererseits muss davon ausgegangen werden, dass ein Großteil der Verkehrsunfälle mit einem Fahrrad nicht gemeldet wird. Das Verletzungsrisiko Das Risiko, bei einem Fahrradunfall schwere Verletzungen davon zu tragen, könnte deutlich minimiert werden, wenn Radfahrer/innen einen Fahrradhelm tragen. Dies ist durch vielfache Untersuchungen belegt. Die Akzeptanz, beim Fahrradfahren einen Fahrradhelm zu tragen, ist lediglich bei jüngeren Kindern und Radsportlern gegeben. Bei Kindern verliert sich die Zustimmung zum Fahrradhelm mit zunehmendem Alter. Gleichzeitig steigt die Rate der Unfallbeteiligung und die Zahl der verletzten Personen in dieser Altersgruppe an. Dieses Verhalten bei jugendlichen Radfahrern ist nach einhelliger Meinung auch auf ein fehlendes Vorbild im Verhalten erwachsener Radfahrer zurückzuführen. |