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Continental Statement

Hannover, 17.12.2009: Die Continental AG begrüßt den Beschluss des Europäischen Parlamentes zur Kennzeichnungs-Verordnung für Fahrzeugreifen. Die Divisionen Pkw- und Nutzfahrzeug-Reifen sehen in der Kennzeichnung mit Angaben zu Rollwiderstand, Nässe-Eigenschaften und Abrollgeräuschen eines Reifens ein geeignetes Mittel, den Verbrauchern die Entscheidung für kraftstoffsparende, sichere und leise Reifen zu erleichtern. 

Der internationale Automobilzulieferer und Reifenspezialist weist aber begleitend darauf hin, dass dabei nur drei einer ganzen Reihe von Reifeneigenschaften berücksichtigt werden. Im Vergleich zu den ersten Überlegungen, ein reines Rollwiderstands-Label einzuführen, enthält das jetzt verabschiedete EU-Reifen-Label aber deutlich mehr und relevantere Angaben, da zum Beispiel Nassgriff und Rollwiderstand aus physikalischen Gründen immer im Zielkonflikt stehen.

Lkw-Reifen

  • Das Label wird ab 1. November 2012 in allen 27 EU-Ländern zur Pflicht
    Das EU-Parlament hat die Kennzeichnungspflicht aller Lkw-Reifen für die 27 Staaten der EU am  25. November 2009 beschlossen.
  • Ein Plus an Informationen für Verbraucher
    Continental begrüßt diese Pflicht zur Informationen der Endverbraucher, weist aber darauf hin, dass lediglich drei von einer ganzen Reihe von Reifeneigenschaften berücksichtigt werden.
  • Klassifizierung in sieben Gruppen 
    Für den Rollwiderstand gibt es eine Klassifizierung von A bis G, wobei A für die beste Klasse und G für die schlechteste steht. Eine weitere Kennzeichnung in drei Klassen informiert über die Geräuschabstrahlung des jeweiligen Reifens in dB. Über die Klassifizierung der Nässeeigenschaften ist noch nicht endgültig entschieden.
  • Reifeninformationen müssen vor dem Verkauf zur Verfügung stehen
    Die Informationen über die drei Kriterien jedes einzelnen Reifens sind dem Reifenkäufer vor dem Kauf mitzuteilen und auf bzw. mit der Rechnung auszuweisen. Die Division Nutzfahrzeugreifen wird diesen Weg der Kundeninformation berücksichtigen und zusätzlich Informationen zu ihren Produkten in geeigneter Form publizieren.
  • Industrie wird Reifen selbst zertifizieren
    Die Reifenhersteller werden ihre Produkte selbst anhand der festgelegten Kriterien für das EU-Reifen-Label zertifizieren. Dabei wird jedes Reifenmodell und jede Größe einzeln „vermessen“. Dieser Ansatz wird bereits heute für eine Reihe von gesetzlichen Leistungsvorgaben erfolgreich praktiziert und bringt das Vertrauen des Gesetzgebers in die Industrie zum Ausdruck. Für große Hersteller wie Continental bedeutet dies jedoch einen sehr hohen Mehraufwand, da mehrere tausend Produkte einzeln geprüft werden müssen.