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FIFA WM Deutschland 2006™ - Qualifikation Rest der Welt

WM-Teilnehmer aus Nord- und Mittelamerika, Asien, Afrika und Ozeanien

Nord- und Mittelamerika:

38 Länder aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik sind im Verband CONCACAF (Confederation of North, Central American and Caribbean Association Football) zusammen geschlossen. Nach Abschluss der ersten beiden Runden spielen die sechs verbliebenen Teams vom 9. Februar bis 12. Oktober 2005 in einer Gruppe "Jeder gegen Jeden" in Hin- und Rückspiel. Der Gruppenerste, -zweite und -dritte sind 2006 sicher dabei. Der Vierte ermittelt in einem Playoff-Duell (Hin und Rück) gegen den Fünften der Asien-Qualifikation einen weiteren Teilnehmer.

Analyse: Bei „Halbzeit“ in der CONCACAF-Qualifikation, fünf von zehn Spieltagen sind absolviert, liegen erwartungsgemäß die beiden Top-Favoriten Mexiko (13 Punkte) und USA (12) deutlich in Front. Die beiden alles überragenden Teams, im Mai Nummer sieben und zehn der FIFA-Weltrangliste, werden sich auf ihrem Weg nach Deutschland nicht aufhalten lassen. Mexikos aktuelle Qualifikations-Bilanz liest sich imposant: insgesamt elf Siege, ein Unentschieden und 46:4 Tore.

Die USA steigerten sich in der Ausscheidung zusehends und konnten zuletzt auf einen ganz starken Landon Donovan (früher Bayer Leverkusen) bauen. Vier souveräne Siege, bei einer Niederlage in Mexiko, stehen für die Elf von Trainer Bruce Arena zu Buche.

Umkämpft ist der dritte Platz. Momentan hat Costa Rica (7 Punkte) die Nase vorn vor Guatemala sowie Trinidad und Tobago (je 4). Selbst das noch sieglose Panama (2) hat noch Chancen. Endgültig entschieden wird das Duell um Platz drei wahrscheinlich erst am letzten Spieltag am 12. Oktober, wenn Guatemala Costa Rica empfängt.

Aktuelle Tabelle und Top-Scorer in Nord- und Mittelamerika ...

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Asien:

Der Fußball-Verband Asien, genannt AFC (Asian Football Confederation), umfasst 45 Länder und darf vier oder fünf Teilnehmer zur FIFA WM-Endrunde entsenden. Einen Spieltag vor Ende der dritten und entscheidenden Gruppenphase sind die vier direkten FIFA WM-Tickets bereits vergeben.

Der 8. Juni war der Tag der Entscheidung in Asien. Den Anfang machte Japan. Um 13.20 Mitteleuropäischer Zeit stand der erste FIFA WM-Teilnehmer neben Gastgeber Deutschland fest. Durch einen 2:0-Sieg auf neutralem Platz über Nordkorea sicherte sich der WM-Mitgastgeber von 2002 die dritte FIFA WM-Teilnahme. Wegen der tätlichen Angriffe auf den Schiedsrichter beim FIFA WM-Qualifikationsspiel gegen den Iran am 30. März 2005 (0:2) musste Nordkorea das Match auf neutralem Platz in der thailändischen Hauptstadt Bangkok vor leeren Rängen austragen. Japans brasilianischer Coach Zico musste zwar auf einige Stammspieler verzichten, darunter Shinji Ono (Feyenoord Rotterdam), Hidetoshi Nakata (AC Florenz) und Naohiro Takahara (Hamburger SV), aber am Ende reichte es doch zum souveränen Sieg.

Wenige Stunden später durfte sich auch der andere FIFA WM-Gastgeber von 2002, Südkorea, zum siebten Mal seit 1954 als FIFA WM-Teilnehmer fühlen. Der FIFA WM-Vierte ließ in Kuwait City nichts mehr anbrennen und verwandelte gleich den ersten "Matchball". Ju-Young Park brachte die Elf des niederländischen Trainers Jo Bonfrere nach 16 Minuten 0:1 in Führung. Zwölf Minuten später war nach dem 0:2 durch Dong-Gook Lees Elfmeter alles gelaufen. Nach dem Wechsel erhöhten erneut Dong-Gook Lee (55.) und Ji-Sung Park (58.) gegen einen zusehends resignierenden Gegner auf 0:4.

Ticket Nummer drei sicherte sich der Iran durch einen 1:0-Heimsieg über Bahrain. Das entscheidende Tor vor 90.000 begeisterten Fans gelang Mohammad Nosrati in der 48. Minute. Der Iran, mit den Bundesliga-Profis Mehdi Madavikia (Hamburger SV), Vahid Hashemian (Bayern München), Ferydoon Zandi (1. FC Kaiserslautern) und den künftigen Bayern-Spieler Ali Karimi, ist nach 1978 und 1998 zum dritten Mal bei einer FIFA WM-Endrunde dabei.

Das asiatische Quartett in Deutschland vervollständigte schließlich Saudi-Arabien. Umjubelter Held des Abends in Riad war Saudi-Arabiens Kapitän Sami Al Jaber. Der 32-Jährige, erst Anfang des Jahres vom neuen argentinischen Trainer Gabriel Calderón (als Spieler Vizeweltmeister 1990) reaktiviert, traf im Doppelpack in der 9. und 60. Minute zum 2:0 und sicherte seinem Land damit zum vierten Mal in Folge die Fahrkarte zu einer FIFA WM-Endrunde. Den 3:0-Endstand stellte Saad Al Harthi (87.) her.

Vor dem letzten Gruppenspieltag steht mit Bahrain auch bereits ein Teilnehmer der Relegationsspiele um den fünften Platz fest. Der Gegner wird am 17. August zwischen Usbekistan und Kuwait ermittelt, wobei den Gästen ein Punkt genügt. Sollte sich Usbekistan durchsetzen, käme es dann zum deutschen Trainerduell Hans-Jürgen Gede (Usbekistan) gegen Wolfgang Sidka (Bahrain). Der Sieger dieser Playoffs muss im Herbst noch einmal gegen den Vierten aus Nordamerika Ausscheidungsspiele bestreiten.

Aktuelle Tabelle und Top-Scorer in Asien ...

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Afrika: Die Favoriten Südafrika, Senegal, Kamerun und Nigeria stecken in Schwierigkeiten

Schock für Südafrika: Dem FIFA WM-Gastgeber von 2010 droht nach der 0:2-Heimniederlage gegen Ghana das 'Aus' für die FIFA WM 2006™ in Deutschland. Ghana übernahm am 8. Spieltag der Afrika-Qualifikation am 17. und 18. Juni in der Gruppe 2 die Tabellenführung und hat nun alle Trümpfe in der Hand. In der Gruppe 1 muss Favorit Senegal ebenso um die Qualifikation bangen wie Nigeria in der Gruppe 4. In der Gruppe 5 verbesserte sich die Ausgangsposition des spielfreien FIFA Confederations Cup-Teilnehmers Tunesien durch das 0:0 von Spitzenreiter Marokko in Kenia. In der Gruppe 3 fällt die Entscheidung zwischen der Elfenbeinküste und Kamerun. Zwei Spieltage vor Ende der Ausscheidung ist weiterhin noch kein FIFA WM-Ticket vergeben. Die Gruppen-Analyse im Einzelnen:

Gruppe 1: Ganz enges Rennen in der Gruppe 1: Zwei Spieltage vor Schluss haben mit Tabellenführer Togo (17 Pkt.), Sambia (16) und Senegal (15) noch drei Mannschaften die Chance auf das FIFA WM-Ticket nach Deutschland. Togo verteidigte seine prächtige Ausgangsposition durch ein 2:2 im Senegal und hat nun noch zwei relativ "leichte" Aufgaben gegen die bereits abgeschlagenen Teams aus Liberia und Kongo. Sambia schob sich durch ein 2:1 über Mali in die Spitzengruppe.Gruppenfavorit Senegal benötigte im Spitzenspiel in Dakar unbedingt einen Sieg, um an Togo vorbei zu ziehen. Lange Zeit sah es auch sehr gut aus. Zwar gingen die Gäste durch Adekamni Olufade (11.) in Führung, doch postwendend glich Mamadou Niang (14.) aus. Als Publikumsliebling Henri Camara (30.) vom FC Southampton das 2:1 erzielt hatte, schien alles nach Plan zu laufen. Doch dann der Schock in der 73. Minute: Sheyi Adebayor vom AS Monaco gelang der 2:2-Endstand. Dem kleinen Togo mit fünf Millionen Einwohnern in Schwarzafrika winkt nun die erste FIFA WM-Endrundenteilnahme.

Gruppe 2: "Schwarzer Samstag" für den südafrikanischen Fußball. Durch die überraschende 0:2-Heimniederlage gegen Ghana muss der FIFA WM-Gastgeber von 2010 um die Teilnahme an der FIFA WM 2006™ bangen. Ghana, das beide Duelle gegen das punktgleiche Südafrika (je 15 Zähler) gewann, kann durch einen Heimsieg über Uganda und durch einen abschließenden Erfolg auf den Kapverdischen Inseln die erste FIFA WM-Teilnahme aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen. Die Demokratische Republik Kongo (12 Punkte) büßte vermutlich alle Chancen durch die 0:2-Schlappe in Burkina Faso ein.Zum zweiten Mal zog Südafrika im Duell mit Ghana den Kürzeren. Nach dem 0:3 im Hinspiel ging auch das Rückspiel vor den eigenen enttäuschten Fans in Johannesburg verloren. Die "Bafana, bafana" hatte vor allem dem ghanaischen Superduo Stephen Appiah (Juventus Turin) und Mickael Essien (Olympique Lyon) nichts Gleichwertiges entgegen zu setzen. Der 24-jährige Kapitän Appiah bereitete beide Tore durch Matthew Amoah von Vitesse Arnheim in der 59. Minute und Essien in der Nachspielzeit (90.+1) vor. Bei Südafrika, das nach dem verlorenen direkten Vergleich nun auf einen Ausrutscher von Ghana hoffen muss, konnten auch die Stars Steven Pienaar von Ajax Amsterdam, Shaun Bartlett (Charlton Athletic) und der künftige Dortmunder Delron Buckley keine Akzente setzen.

Gruppe 3: Elfenbeinküste oder Kamerun - eine dieser beiden Mannschaften wird bei der FIFA WM im nächsten Jahr in Deutschland dabei sein. Alle übrigen vier Teams dieser Gruppe haben keine Chance mehr. Die Elfenbeinküste (19 Punkte) verteidigte ihre Führung vor den "unbezähmbaren Löwen" aus Kamerun (17 Punkte) durch einen 2:0-Heimsieg über Ägypten. Die Entscheidung über die FIFA WM-Fahrkarte fällt wahrscheinlich am nächsten Spieltag Anfang September, wenn sich beide Teams im direkten Duell gegenüber stehen.

Dank des dritten Sieges in Folge bleibt Kamerun im Rennen um die FIFA WM-Teilnahme. Das Tor des Tages in Yaounde gegen die kampfstarken und gut organisierten Libyer gelang der 23 Jahre alten Nachwuchshoffnung Achille Webo von CA Osasuna in der 27. Minute.

Mit dem 2:0 über Ägypten rückt für die Elfenbeinküste die FIFA WM-Premiere in greifbare Nähe. Die Fans im ausverkauften Nationalstadion von Abidjan feierten ihren Superstar Didier Drogba. Der 27-Jährige vom englischen Meister FC Chelsea erzielte beide Treffer in der 41. und 49. Minute.

Gruppe 4: Nigeria hat es am 8. Spieltag in der Gruppe 4 versäumt, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Die "Super Eagles" kamen vor heimischem Publikum gegen das punktgleiche Angola (beide jetzt 15 Zähler) nicht über ein 1:1 hinaus. Angola hat zudem den direkten Vergleich gewonnen (1:0 und 1:1) und kann durch Siege gegen Gabun und in Ruanda aus eigener Kraft erstmals zur FIFA WM gelangen. Simbabwe hat nach dem 2:2 in Algerien nur ganz geringe Außenseiter-Chancen.

Der haushohe Favorit Nigeria, zur Zeit auf Platz 29 hinter Kamerun (26.) zweitbestes afrikanisches Land in der FIFA-Weltrangliste, begann das Spitzenspiel in Kano schwungvoll und selbstsicher. Schon nach fünf Minuten erzielte Kapitän Augustine "Jay-Jay" Okocha das 1:0. Doch Nigeria verpasste es, die Entscheidung herbeizuführen. So glich Angola schließlich nach einer Stunde durch Paulo Figueiredo aus. Mit heißem Herzen (fünf Gelbe Karten) verteidigte der Außenseiter die überraschende Punkteteilung.

Gruppe 5: Marokko (16 Punkte) bleibt auch nach dem 8. Spieltag ungeschlagen, muss aber trotz Tabellenführung um die FIFA WM-Teilnahme bangen. Das 0:0 in Kenia war für Afrika-Vizemeister bereits das vierte Remis. Tunesien (14), das noch ein Nachholspiel gegen Kenia auszutragen hat, kann durch einen Erfolg am 17. August die Tabellenführung übernehmen und erwartet zudem Marokko am letzten Spieltag in Tunis zum direkten Duell. Der FIFA Confederations Cup-Teilnehmer hatte sein Match des 8. Spieltages gegen Guinea bereits am 11. Juni nach Toren von José Clayton (36., Elfmeter) und Adel Chedli (79.) mit 2:0 gewonnen.

Aktuelle Tabelle in Afrika ...

Aktuelle Übersicht Top-Scorer Afrika ...

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Ozeanien:

Im Kontinental-Verband Ozeaniens, dem OFC (Oceania Football Confederation), dem elf Länder angehören, ist die Qualifikation fast gelaufen.

Der haushohe Favorit Australien und die Salomon-Inseln, die überraschend Neuseeland eliminierten, treffen sich am 3. und 7. September zu zwei Ausscheidungsspielen. Der Sieger spielt in zwei weiteren Playoff-Begegnungen gegen den Fünften aus Südamerika einen Endrundenteilnehmer aus.

Aktuelle Tabelle und Übersicht Top-Scorer in Ozeanien ...