Stuttgart
|
Baujahr: 1933 Kapazität: 54.267 Stadionheimmannschaft: VfB Stuttgart Europäische Industriegroßstadt am Neckar In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts bekam Stuttgart das Stadtrecht verliehen. Aber bereits 90 vor Christus hatten die Römer die idyllische und vor allem zentrale Lage des Tales der Siedlung Cannstatt erkannt und dort ein Kastell errichtet. Mit der Gründung des Gestüts "Stuotgarten", in einer Talerweiterung des Nesenbachs, legte Herzog Luidolf von Schwaben 950 den Grundstein zur Stadt, die 33 Jahre später gebaut wurde. Es folgte ein unaufhaltsamer Aufstieg Stuttgarts, der zunächst im 14. Jahrhundert im Sitz der Macht in Württemberg gipfelte. Im Zuge der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Industrialisierung entwickelte sich Stuttgart zu einem der größten Verdichtungsräume Deutschlands und ist heute mit seinen 590.000 Einwohnern eine der größten Industriestädte Europas. Auch der Sitz der Zentrale des Automobil-Weltkonzerns DaimlerChrysler hat seine Heimat in der baden-württembergischen Landeshauptstadt im Weinbaugebiet am Neckar. |
|
|
|
In der Sportwelt hat Stuttgart spätestens mit der Ausrichtung der Leichtathletik-Europameisterschaft 1986 seinen Ruf gefestigt. Auch die Spiele der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 1974 und der Fußball-Europameisterschaft 1988 sowie die Ausrichtung der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993 trugen dazu bei, die schwäbische Metropole als internationale Sportstadt zu etablieren. Sportliches Aushängeschild der Stadt ist Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart, der seine Gegner bei Heimspielen im Gottlieb-Daimler-Stadion empfängt. |
|
|
|
Stadion: Modernes Mehrzweckstadion mit Historie. 1933 begann nach den Plänen des Architekten Paul Bonatz der Bau des Stadions aus Anlass des Deutschen Turnfestes. 1949 wurde die ehemalige Kampfbahn dann in Neckarstadion umbenannt und sollte diesen Namen bis zum Jahr 1993 tragen. In zahlreichen Bauabschnitten wurde das heutige Gottlieb-Daimler-Stadion bis ins Jahr 2005 "fit" für die WM gemacht. Mit dem Bau der offenen Gegentribüne von 1949 bis 1951 begann der Umbau, zwischen 1955 und 1956 folgte die Erweiterung der Cannstatter und der Untertürkheimer Kurven. 1971 bis 1974 wurden weitere Umbaumaßnahmen unternommen, insbesondere der Neubau der Haupttribüne zur FIFA WM 1974. Der erste Bauabschnitt sollte 1993 mit der Modernisierung des Stadions im Rahmen der Leichtathletik-WM seine Vollendung finden. Ein zweiter Bauabschnitt folgte von 1999 bis 2001, als Schwerpunkt ist hierbei der Bau des neuen "Business-Centers" mit 44 Logen sowie 1500 Business-Seats zu nennen. Die endgültige WM-Tauglichkeit wurde im jüngsten Bauabschnitt zwischen 2004 und 2005 durch den Umbau des Oberranges der Gegentribüne, der Sanierung von sanitären Anlagen und Außenanlagen, einer technischen Aufrüstung insbesondere im Bereich der Beschallungs- und Sicherheitstechnik sowie der Verbesserung der Infrastruktur im direkten Stadionumfeld garantiert. Insgesamt belaufen sich die Kosten der Modernisierung auf 51,5 Millionen Euro. Bei der FIFA Weltmeisterschaft 2006 werden bei den vier Gruppenspielen, einem Achtelfinale und dem Spiel um Platz drei voraussichtlich 47.757 Zuschauer im Stuttgarter Stadion Platz finden. Anreisehinweis: Mit dem Auto: Aus Richtung Ulm Ausfahrt Esslingen, B 10 Richtung Stuttgart, Ausfahrt Stuttgart-Ost in Stadionnähe. Aus Richtung Heilbronn Ausfahrt Zuffenhausen, B 27 Richtung Zentrum/Stadion. Aus Richtung Karlsruhe Ausfahrt Degerloch, B 27 nach Degerloch, Beschilderung folgen. ÖPNV: S-Bahn-Linie S1 oder Straßenbahn-Linie U11 bis zum Stadion. |