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Dortmund

Baujahr: 1974 (ausgebaut 2001 / modernisiert 2005)

Kapazität: 65.982 Zuschauer    

Stadionheimmannschaft: Borussia Dortmund 


Von der Montanstadt zum modernen Dienstleistungszentrum        

Schriftlich erwähnt wurde die Stadt Dortmund erstmals im 9. Jahrhundert nach Christus, in einem Verzeichnis der Einkünfte des Klosters Werden an der Ruhr. Dortmund wird mit dem altsächsischen Namen "Throtmanni" bezeichnet, was soviel bedeutet wie: Siedlung am gurgelnden Gewässer. Dortmund erlangte im Mittelalter die Stellung einer autonomen Reichsstadt mit eigener Gerichtsbarkeit und eigenem Siegel. Dem König huldigte die Stadt nach seiner Wahl und erhielt im Gegenzug eine Bestätigung der Reichsprivilegien. Die politische Sonderstellung als einzige Reichsstadt Westfalens gründete auch auf der wirtschaftlichen Entwicklung. Im 14. Jahrhundert galt Dortmund als eine der wichtigsten Hansestädte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Dortmund zwar seinen Charakter als Reichsstadt verloren, wurde aber dafür Mitte des 19. Jahrhunderts zum Zentrum der industriellen Entwicklung Westfalens und des Ruhrgebietes. Zum einen entstanden durch die Einführung bayerischer Brauverfahren 1845 die großen Dortmunder Brauereien.


Zum anderen begann in Dortmund die Zeit der Kohleförderung: Zwischen 1871 und 1873 nahmen drei Zechen ihren Betrieb auf. Mit einer Bevölkerung, die mittlerweile auf 140.000 Menschen angewachsen war, ging Dortmund als größte und bedeutendste Industriestadt des Ruhrgebiets ins zwanzigste Jahrhundert. Auch die Metallverarbeitung begann im Dortmunder Raum eine größere Rolle zu spielen - die beiden wirtschaftlichen Standbeine Kohle und Stahl waren geboren. Im zweiten Weltkrieg wurden 95 Prozent der Innenstadt und 60 Prozent der Wohngebiete durch Bombenangriffe zerstört. Der große Schwung des Wiederaufbaus brachte Dortmund auf vielen Sektoren Spitzenwerte. Doch diese konnten auf Dauer nicht die Probleme überdecken, die mit der Ende der 50er Jahre einsetzenden Strukturkrise auftauchten. Betroffen waren die tragenden Säulen der Wirtschaft: Kohle und Stahl. Ende 1958 erfolgten im Bergbau die ersten Entlassungen. Der in den folgenden Jahrzehnten betriebene Strukturwandel ist auch bis heute noch im Gange, doch mittlerweile ist Dortmund als modernes Technologie- und Dienstleistungszentrum für die Aufgaben des 21. Jahrhunderts gut gerüstet.

Dortmund ist mit dem Flugzeug direkt über den Flughafen im Stadtteil Wickede zu erreichen. Außerdem liegt der Flughafen Düsseldorf in der näheren Reichweite. Düsseldorf besitzt einen Fernbahnhof, der eine Vielzahl von Reiseverbindungen Richtung Dortmund bietet.



Stadion: 

Dortmund richtet ein WM-Halbfinale aus. 

Ursprünglich für die WM 1974 errichtet ist das Dortmunder Westfalenstadion in der Bundesliga eine Klasse für sich. Fast immer ausverkauft beherbergt der ab dem 1. Dezember 2005 in Signal-Iduna-Park umbenannte Fußballtempel an der Strobelallee den Traditionsklub Borussia Dortmund. Besonderheit des Stadions ist sicherlich die 25.000 Stehplätze fassende Südtribüne, die bei Heimspielen des BVB von den Fans in ein schwarz-gelbes Fahnen-Meer verwandelt und von den Gegnern gefürchtet wird. Im November 2001 wurden die Ecken des Westfalenstadions ausgebaut und so die Kapazität auf rund 67.000 erweitert wurde. Im Rahmen einer weiteren Modernisierungsmaßnahme im Jahr 2005 erhielten die Sitze im Unterrang Rückenlehnen. Zudem wurde ein elektronisches Zutrittskontrollsystem installiert. 

Bei den Welt-Titelkämpfen in Deutschland 2006 werden im Dortmunder WM-Stadion 60.285 Sitzplätze für Vorrundenspiele, ein Achtelfinale und ein Halbfinale der FIFA WM 2006 zur Verfügung stehen. 

Anreisehinweis:          

Mit dem Auto: Von der A 40 über die Ruhrallee (B 54) Richtung Stadion oder von der A 45 bis Dortmund-Süd und dann über die Ruhrallee (B 54) Richtung Stadion ÖPNV: Vom Dortmunder Hauptbahnhof fahren die U-Bahnen 45 und 46 bis zum Westfalenstadion.