FIFA WM Deutschland 2006™ Teilnehmer: Südkorea
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Südkorea: Der WM-Vierte von 2002 plant neue Wundertaten Kaum jemand hatte Südkorea auf der Rechnung, als die FIFA Weltmeisterschaft 2002 begann. Die Asiaten galten als höfliche Gastgeber des Turniers um den Weltpokal, aber die sportlichen Prognosen hielten sich in Grenzen. Zwar hatte sich Südkorea zuvor fünfmal für eine Fußball-WM qualifiziert, aber bei den Turnieren 1954, 1986, 1990, 1994 und 1998 in neun Spielen neun Niederlagen bezogen. Doch die WM 2002 verlief für die Ostasiaten ganz anders als erwartet. Hier finden Sie weitere Informationen über den Star der Mannschaft ... |
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Rot wurde zur Farbe dieser Weltmeisterschaft, die als „Taeguk Warriors“ bezeichneten Spieler lehrten etablierten Topteams aus Europa das Fürchten. Getragen von der Begeisterung hunderttausender Fans erreichte Südkorea das Halbfinale und sorgte schließlich mit dem vierten WM-Platz für den größten Erfolg des asiatischen Fußballs. Trainer Guus Hiddink wurde ein wahrer Heldenstatus verliehen, bei den Siegesfeiern sorgten Millionen Koreaner in einem Meer roter Trikots für eine unglaubliche Partystimmung. |
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![]() Di-Ru Cha von Eintracht Frankfurt bejubelt mit dem Torschützen Dong-Gook Lee den letzten Treffer zum 3:1-Sieg Südkoreas gegen Deutschland am 19. Dezember 2004 in Busan. Foto: GES/Augenklick |
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Seitdem unterschätzt niemand mehr die Südkoreaner. Die Qualifikation zur FIFA WM 2006 in Deutschland wurde ohne große Probleme gemeistert. In der ersten Gruppenphase setzte man sich gegen Libanon (2:0, 1:1), Vietnam (2:0, 2:1) und Malediven (2:0, 0:0) durch. Im zweiten Abschnitt gelang mit einem Sieg gegen Kuwait ein idealer Start, aber es folgte ein enttäuschendes 0:2 in Saudi-Arabien. Nach einem 2:1 gegen Usbekistan befand sich das Team wieder auf Kurs, aber beim 1:1 im Rückspiel in Usbekistan fiel der koreanische Treffer erst in letzter Minute. Im vorletzten Gruppenspiel bewiesen die Schützlinge von Trainer Jo Bonfrere, dem niederländischen Coach, wieder ihr hohes Leistungsvermögen und ließen Kuwait im Auswärtsspiel beim 4:0 keine Chance. Damit stand Südkorea am 8. Juni 2005 gemeinsam mit Saudi-Arabien, gegen das anschließend die letzte Begegnung mit 0:1 verloren wurde, als Teilnehmer der FIFA WM 2002 in Deutschland fest. Es wird die sechste WM-Teilnahme von Südkorea, der erfolgreichsten Mannschaft des emporstrebenden Kontinents, hintereinander sein. Am liebsten erinnern sich die Fans an die WM im eigenen Land. Als Außenseiter startete Südkorea, aber am 4. Juni 2002 sorgte das Team mit dem 2:0 gegen Polen für die erste Überraschung und den allerersten WM-Sieg des Landes. Es folgte ein 1:1 gegen die USA und ein 1:0 gegen den Favoriten Portugal. Das Tor erzielte Park Ji Sung, den Hiddink später für den PSV Eindhoven verpflichtete und der im Sommer 2005 zu Manchester United wechselte. Nach dem Gruppensieg in der Vorrunde war jedem klar, dass die Mannschaft unter Hiddink taktisch hervorragend aufgestellt war und ein sehr laufstarkes und teamorientiertes Spiel entwickelt hatte. Nach dem Erfolg über Portugal ließen die Koreaner im Achtelfinale die nächste Sensation folgen und schlugen Italien nach einem Golden Goal in der Verlängerung, die sie durch ein Ausgleichstor zum 1:1 in der 88. Minute erreichten. Der Kopfballtreffer von Ahn Jung Hwan, dem langmähnigen Kämpfer, der während der WM zum Superstar wurde, brachte den Sieg über den dreimaligen Weltmeister. Der 2:1-Sieg war umstritten, aber dies tat der Begeisterung im Land keinen Abbruch. Im Viertelfinale war Spanien an der Reihe, die neue Fußball-Weltmacht kennenzulernen. Zwar waren die Südeuropäer das überlegene Team, doch entscheidend durchsetzen konnten sie sich nicht. Nach einem 0:0 nach 120 Minuten gewannen die Koreaner das Elfmeterschießen mit 5:3. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte der Veteran des Teams, Hong Myung Bo, der schon bei der WM 1990 mitgewirkt hatte. Für das Halbfinale rückten die Hiddink-Elf in die Rolle des Favoriten, denn Deutschland hatte bei den beiden 1:0-Erfolgen gegen Paraguay und die USA im Achtel- und Viertelfinale nicht überzeugen können. Gegen die Deutschen legten die Südkoreaner aber nicht mehr das hohe Tempo und ihre unbändige Kampfkraft an den Tag. Michael Ballack besiegelte im Hexenkessel von Seoul das 0:1. Trotz der Niederlage gegen den dreimaligen Weltmeister gab es wieder große Jubelfeste in allen Städten des Landes. Im abschließenden Spiel um Platz drei verlor die Elf von Hiddink gegen die Türkei mit 2:3. Dennoch war die Nation stolz auf ihre Helden und Hiddink. |
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Frei von Problemen blieb die Nationalmannschaft danach allerdings nicht. Hiddink ging zurück in seine Heimat zum PSV Eindhoven, der Portugiese Humberto Coelho wurde sein Nachfolger. Bei der Qualifikation zum Asien-Pokal 2004 setzte es Niederlagen gegen Oman und Vietnam, nach einem Remis gegen den Libanon in der WM-Ausscheidung wurde Coelho durch den Bonfrere ersetzt. Der Niederländer warf das Handtuch wegen scharfer Kritik nach dem 0:1 gegen Saudi-Arabien im letzten Qualifikationsspiel, obwohl die WM-Teilnahme bereits gesichert war. Sein Nachfolger wurde wieder ein Niederländer: Mit Dick Advocaat leitet nun ein Mann die Geschicke der Südkoreaner, der zweimal das niederländische Nationalteam betreute. Dass die Koreaner in Deutschland das Wunder der WM 2002 wiederholen möchten, machte Topstar Ahn schon damals deutlich: „Mit unseren Leistungen und der Erfahrung, die wir gesammelt haben, können wir Weltmeister werden. In vier Jahren werden wir versuchen, das Finale zu erreichen.“ |
![]() Seit September 2005 ist Dick Advocaat Nationaltrainer Südkoreas. Der Holländer, im April bei Borussia Mönchengladbach entlassen, folgt seinen Landsmännern Bonfrere und Hiddink. Foto: GES/Augenklick |

