Bereich wechseln

ContiSoccerWorld

das fussball-portal der continental ag

 Land wechseln
 Land wechseln
Language
Language
Search



Continental-Partner Lokomotive Moskau: Russland-Meister als neue Kraft

Die seit Sommer 2004 bestehende Partnerschaft mit Lokomotive Moskau wurde im Mai 2005 um zwei Jahre verlängert. Neben Bandenwerbung im Stadion und dem TV-Spot mit Markenbotschafter und Nationaltorwart Timo Hildebrand nutzt Continental Tires Russia dieses Engagement auch für gemeinsame Spielbesuche mit Geschäftskunden und Journalisten. Von Zeit zu Zeit unterstützen auch einzelne Lokomotive-Spieler den Continental-Auftritt bei Messen und Events, so zum Beispiel während der Moscow Motor Show 2004.

Die Zeiten ändern sich. In der mächtigen Metropole Russlands, in der Hauptstadt Moskau, sieht man die Veränderungen ganz besonders im Fußball. Früher bestimmten Dynamo, Torpedo, Spartak und ZSKA Moskau den Fußball in der Sowjetunion und lange auch im neuen Russland.

Aber spätestens 2002 ist ein kleiner, neuer Sputnik am Horizont des russischen Fußballs aufgetaucht. Es ist der Fußballverein Lokomotive Moskau, der allerdings bereits erstmals im Jahre 1923 gegründet wurde und dessen Heimat das Lok-Stadion (Fassungsvermögen 23960 Zuschauer) in Moskau ist.


Neugründungen erfolgten 1936 und 1990, verbunden mit dem jetzigen Namen "FC Lokomotiv Moskau". Im Jahre 2002 gewannen die einstigen "Eisenbahner" erstmals und damals noch relativ überraschend den russischen Titel, belegten im Jahr darauf als Titelverteidiger den vierten Platz.

Im November 2004 meldeten die Nachrichtenagenturen in aller Welt, dass der erste Titel kein Einzelfall war. "Lok Moskau hat sich mit einem 2:0 durch Tore von Diniyar Bilyaletdinov und Dmirtri Sychew bei Schinnik Jaroslawl den Titel in der russischen Meisterschaft gesichert. Der favorisierte Titelverteidiger und Champions-League-Teilnehmer ZSKA Moskau siegte zwar mit 4:1 bei FK Moskau, musste sich nach 30 Spieltagen knapp dem neuen Meister geschlagen geben."

Es war ein großer Triumph, dass Lok Moskau dem einstigen Armeesportverein und dem teuersten Team der Liga, dem Lokalrivalen ZSKA (53:22 Tore), das Nachsehen gab. Nach der politischen Wende hat sich Lok mit Präsident Valeri Filatow als dritte Kraft neben Spartak Moskau und ZSKA Moskau etabliert.

Dass der früher eher unbedeutende Verein zur Elite gehört, war in den vergangenen Jahren auch daran ablesen, dass Lok viele russische Talente im Klub vereinte und auch das Gros der eigenen Nationalmannschaft stellte. Bei der EURO 2004 waren fünf Nationalspieler des Vereins mit Russland dabei, das Europameister Griechenland in der Vorrunde besiegte.

Im Tor stand der Mann mit dem Zopf: Sergej Owtschinnikow, der schon für den FC Porto zwischen den Pfosten stand und den sie im Team den "Boss" nennen. In der Abwehr agierten Abwehrspieler Wadim Jewsejew und Dimitrij Sennikow. Wadim stammt aus der eigenen Jugend. Dimitrij kam aus Petersburg, über ZSKA, Jaroslavl und Kasan 2000 zu Lok und spielte schon bei der WM 2002 mit. Im Mittelfeldspieler operierte Dimitrij Loskow, der dem FC Rostselmash Rostov am Don entstammt. Lokomotive holte ihn bereits 1997 in die russische Hauptstadt.

Loskow spielte eine wichtige Rolle in jener Mannschaft, die 1997/98 und 1998/99 jeweils ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger einzog. Loskow wurde im Jahr 2000 russischer Torschützenkönig und erzielte 2002/03 das entscheidende Tor für Lok im Play-off-Duell um die russische Meisterschaft gegen ZSKA Moskau.

Im Sturm gehörte Dimitrij Sytschew zum EM-Team. Er gilt als der begabteste Stürmer Russlands seit Vladimir Beschastnykh. Mit 18 Jahren und 222 Tagen wurde er 2002 bei der WM in Japan und Südkorea zum jüngsten Spieler, der je für Russland bei einer Weltmeisterschaft spielte.

Trainer Jurij Sjomin war selbst als Stürmer aktiv, spielte aber für den Lokalrivalen Dynamo und gewann mit diesem Verein 1970 den Pokal. Über Pamir Duschanbe kam der Coach 1986 zu Lok und avancierte nach drei Vize-Meisterschaften 2002 endlich auch zum Titelträger. Seine akribische Arbeit zahlte sich so aus. Aber nicht nur in diesem Fall. Mittlerweile ist Russland mit den neuen Lokomotive-Meisterspielern wie Izmailow, Sytschew und Loskow auch auf Kurs zur FIFA WM 2006 in Richtung Deutschland.