Australiens FIFA Confederations Cup-Topspieler: Mark Schwarzer
|
Für Mark Schwarzer wäre es „einfach irre“. Oder auch „wunderbar“. Der Torhüter der australischen Fußball-Nationalmannschaft gerät völlig aus dem Häuschen, wenn er daran denkt, bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™ in Deutschland dabei zu sein. „Für mich würde mein sehnlichster Kindheitstraum in Erfüllung gehen“, schwärmt der 32 Jahre alte Keeper, den eigentlich gar nichts so leicht aus der Ruhe bringen kann. |
|
|
Sein abgeklärtes Verhalten in Zweikämpfen gegen die gegnerischen Angreifer gilt als eine seiner Stärken, genauso wie die tollen Reflexe. Seit 1997 steht der Vater zweier Kinder in England beim FC Middlesbrough im Tor. Anfang des Jahres hat er seinen Vertrag bis 2008 verlängert. Als er auf die Insel kam, teilte er sich im Mannschaftshotel ein Zimmer mit dem berühmt-berüchtigten Paul Gascoigne, den er für gar nicht so übel hält. Spiele gegen große Nationen sind für Australier Festtage. Daher fiebern sie schon dem FIFA Confederations Cup 2005 entgegen. Die Partie gegen Deutschland in Frankfurt/Main am 15. Juni ist für Schwarzer noch eine Spur heißer als für die anderen „Aussies“, denn der in Sydney geborene Torhüter lebte einige Jahre in Deutschland. Teile seiner Familie wohnen noch heute in Deutschland, womit das Turnier um den FIFA Konföderationen-Pokal für den Torwart auch zu einer Wiedersehens-Party wird. Allein deswegen kommt Schwarzer aber nicht über den Ärmelkanal geflogen. „Es sieht oft so aus, dass wir Australier auf dem Papier die schwächere Mannschaft sind, aber wir haben schon oft bewiesen, dass wir es auch mit den stärksten Teams der Welt aufnehmen können“, sagt der Keeper. Das Selbstvertrauen hat er sich in inzwischen 30 A-Länderspielen und vielen Ligaspielen mit Middlesbrough geholt. Die vergangene Saison mit „Boro“ war für Schwarzer eine der besten. Der Klub, bei dem auch der verletzte australische Starstürmer Mark Viduka spielt, qualifizierte sich für den UEFA-Cup. Schwarzer hatte daran entscheidenden Anteil, denn er hielt in der Nachspielzeit des wichtigen Spiels gegen Manchester City einen Elfmeter und rettete den entscheidenden Punkt. In der Anfangsformation fehlt Schwarzer in Middlesbrough nur, wenn er verletzt oder mit der australischen Nationalmannschaft unterwegs ist. Der zeitweilige Kapitän ist stolz darauf, für sein Heimatland zu spielen, die langen Flüge schlauchen ihn allerdings: „Das ist sowohl physisch als auch psychisch äußerst anstrengend.“ Von einem Stammplatz wie in Middlesbrough war Schwarzer bei seinen deutschen Stationen Dynamo Dresden (1994/95) und 1. FC Kaiserslautern (1995/96) so weit entfernt wie der Betzenberg vom Ayers Rock. Nur sechs Bundesligaspiele weist die Statistik für Schwarzer auf. Dabei war er schon längst Stammtorhüter für Australien, als er mit Kaiserslautern 1996 deutscher Pokalsieger wurde. Wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt, wird Schwarzer am 15. Juni seinen ersten großen Auftritt in Deutschland haben. Hier finden Sie weitere Informationen zur Mannschaft aus Australien... Hier finden Sie weitere Informationen zum Trainer der australischen Nationalmannschaft ... |