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Gelsenkirchen

Baujahr: 2001

Kapazität: 48.426 Zuschauer    

Stadionheimmannschaft: FC Schalke 04 

WM-Spielort im Herzen des Ruhrgebiets 

Die Stadt Gelsenkirchen ist einer von zwei Austragungsstätten der WM 2006 im Ballungsraum Ruhrgebiet - Deutschlands ehemals bedeutendster Bergbau- und Industrieregion. 1003 wurde der Stadtteil Buer erstmals urkundlich erwähnt, während Gelsenkirchen selbst erstmalig 1150 in den Geschichtsbüchern auftaucht. Erst 1875 wurde dem damals mit lediglich 6000 Einwohnern nur dünn besiedelten Gelsenkirchen das Stadtrecht verliehen. Weitere 23 Jahre später erfolgte der Zusammenschluss mit den Stadtteilen Buer und Horst zum heutigen Stadtgebiet.



Gelsenkirchen ist zwar eine mittelalterliche Stadt, doch die entscheidenden Impulse für seine Entwicklung erfolgten in der vor 150 Jahren einsetzenden Phase der Industrialisierung. 1858 begann die erste Zeche mit der Kohleförderung und 1873 erfolgte der erste Hochofenabstrich. In der Folgezeit lebten die Menschen in Gelsenkirchen wie im gesamten Ruhrgebiet von Bergbau und der Montanindustrie. In den letzten 15 Jahren schlossen die letzten drei Zechen ihre Pforten. Die baulichen Relikte der Industrie (Hochöfen, Fördertürme) und die landschaftlichen Folgeerscheinungen des Bergbaus (Zechenanlagen) bestimmen auch in der Gegenwart das Erscheinungsbild Gelsenkirchens, das gegenwärtig 278.000 Einwohner zählt. Diese Bauten sind ebenso Zeugnisse der Vergangenheit wie Zeichen des sich gegenwärtig vollziehenden Strukturwandels. Die alten industriellen Brachflächen besitzen oftmals den Status von Denkmälern und werden als Büros für das Dienstleistende oder forschende Gewerbe genutzt, bieten Raum für kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen, neue Grünflächen und Freizeiteinrichtungen oder gar für neue Wohnungen. 

Die Industriekultur ist auch eine der Attraktionen, die Gelsenkirchen zu bieten hat. So ist aus dem Gelände der ehemaligen Zeche "Nordstern" das Gelände der Bundesgartenschau und später ein Freizeit- und Erholungsgelände entstanden. Direkt am Rhein-Herne-Kanal entstand mit dem Amphitheater eine Konzert- und Theaterbühne. In der Kulturlandschaft Nordsternpark befinden sich weiterhin zirka 100 kulturgeschichtliche Museen, die über die Entwicklung der Region berichtet. Eine weitere Attraktion ist die Erlebniswelt ZOOM, der umgebaute Zoo Gelsenkirchens. Das projektierte Deutsche Fußballmuseum Ballfahrt gewährt dem WM-Besucher ganz besondere Einblicke. Auch das Stadtbild Gelsenkirchens hat mit dem ältesten Baudenkmal der Stadt (Haus Lüttinghof aus dem Jahr 1308), den Schlössern Berge (mit großflächiger Parkanlage und See) und Horst aus der Renaissance historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. 

Gelsenkirchen ist aus der Luft am besten über den Flughafen Düsseldorf zu erreichen. Der Flughafen besitzt einen Fernbahnhof, der eine Vielzahl von Reiseverbindungen Richtung Gelsenkirchen bietet.



Stadion: 

WM-Stadion als Identifikationsgut für eine Region. 

Der im WM-Stadion beheimatete Bundesligaverein FC Schalke 04 bewegt nicht nur die Menschen in Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet, sondern prägt auch das Bild der Stadt. Der Verein dient als Identifikationsleitbild für 48.000 Mitglieder, die 2001 ein Neugebautes Stadion für 192 Millionen Euro erhielten. Insbesondere die technische Ausstattung macht die Spielstätte zu einer der modernsten Multifunktionsarenen Europas. Dazu zählen u.a. ein verschließbares Dach, ein herausfahrbarer Rasen, ein elektronisches Chipkartensystem sowie ein Videowürfel mit vier Ansichtsflächen im Zentrum der Arena unterhalb des Dachs. 

Neben den Heimspielen des FC Schalke 04 fand im WM-Stadion 2004 das Champions-League-Finale statt. Daneben werden in der Arena große Konzerte, Moto-Cross-Veranstaltungen und sogar Biathlon-Wettkämpfe veranstaltet. 

Während der WM werden 48.426 Zuschauer Gruppenspiele und ein Viertelfinale sehen. 

Anreisehinweis: 

Mit dem öffentlichen Nahverkehr:

Stadtbahnlinie 302 verkehrt von Bochum Hbf über Gelsenkirchen Hbf in Richtung GE-Buer zur Haltestelle "Arena AufSchalke".          

Mit dem PKW:

Autofahrer fahren über die A2 bis zur Ausfahrt Gelsenkirchen-Buer, die direkt an der Arena liegt.