Die Geschichte der FIFA Fussball-WeltmeisterschaftTM: Stetes Wachstum seit 1930
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Schon 1905 gab es die ersten Versuche, eine Fußball-WM zu veranstalten. Aber erst 1930 konnte in Uruguay das erste WM-Turnier durchgeführt werden. Vier Jahre zuvor hatten die Tschechoslowakei, Ungarn, Italien und Österreich den Vorstoß für einen Europapokal gemacht. Der Internationale Fußball-Verband (FIFA) nahm den Vorschlag auf und ergriff die FIFA WM-Initiative. Beim FIFA-Kongress am 25. Mai 1928 während der Olympischen Spiele in Amsterdam votierten von den 28 Mitgliedsverbänden 21 für eine FIFA WM-Einführung. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) enthielt sich. Als Olympiasieger von 1924 und 1928 fiel die Wahl für die Ausrichtung der ersten WM auf Uruguay, doch war dieser Beschluss mit einer weiten und teuren Schiffsanreise für die europäischen Teilnehmer verbunden. |
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![]() Franz Beckenbauer ist der „Macher“ der zweiten WM in Deutschland. 1974 war er als Spieler am Gewinn des WM-Titels beteiligt, 1990 führte er Deutschland als Teamchef zum WM-Sieg. Foto: GES/Augenklick |
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Die Uruguayer versprachen, die Schiffspassage und die Unterkunft zu zahlen. Am 21. Juni 1930 legte ein Schiff von Barcelona ab mit den Mannschaften Frankreichs, Rumäniens und Belgien an Bord. Am 13. Juli wurde die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft eröffnet. Der DFB hatte kein Nationalteam entsandt, aus Kostengründen und wegen der langen Abwesenheit der Spieler von ihren Arbeitsplätzen. 1934 bei der zweiten FIFA WM in Italien verzichtete Uruguay, der erste Weltmeister, wegen verschiedener Querelen auf die Titelverteidigung. 1938 in Frankreich durften Titelverteidiger Italien und Gastgeber Frankreich erstmals ohne Qualifikation an der FIFA WM-Endrunde teilnehmen. 15 von 16 qualifizierten Mannschaften nahmen teil. Österreich war zum Teil des deutschen Reichs geworden. Die großdeutsche Elf von Reichstrainer Sepp Herberger trat mit fünf Österreichern und sechs Deutschen an. Wegen des Weltkriegs fielen die FIFA WM 1942, die in Deutschland stattfinden sollte, und die FIFA WM 1946 aus. Am 24. Juni 1950 traten 13 Mannschaften bei der FIFA WM in Brasilien an. Deutschland war bei der FIFA WM 1950 wie bei den Olympischen Spielen 1948 und 1952 "geächtet". Erst bei der FIFA WM 1954 in der Schweiz durfte wieder eine DFB-Mannschaft mitmachen. Der Gewinn des FIFA WM-Titels durch Fritz Walter und seine Mitspieler war der markanteste Erfolg des deutschen Sports. Das Land und seine Bürger, neun Jahre nach dem Ende des Kriegs gerade erst aus der Isolation befreit, verbanden mit dem Finalsieg (3:2) über Ungarn in Bern tiefste Empfinden und Gefühle. Vier Jahre später fand die FIFA WM in Schweden statt. Mit dieser FIFA WM, an deren Qualifikation 53 Länder teilnahmen, wurde Fußball zur Fernseh-Sportart. Die Zuschauer in aller Welt erlebten eine Art von neuem Fußball, den die Brasilianer mit einem Wunderspieler namens Pele, gerade 17 Jahre alt, zelebrierten. Die Brasilianer wurden wegen ihres spielerisch-technischen Vermögens als Zauberer vom Zuckerhut oder als Samba-Fußballer bezeichnet, zwei Begriffe, die ihnen auch nach dem fünften Titelgewinn im FIFA WM-Finale des Jahres 2002 noch zugeschrieben wurden. |
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![]() Joseph S. Blatter ist Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA) seit 1998. Unter der Regie des Schweizers wurden die Weltmeisterschaften zum „Big Business“. Foto: GES/Augenklick |
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Die FIFA WM 1962 in Chile war in technischer und finanzieller Hinsicht noch einmal mit einem Rückschritt verbunden, weil Live-Übertragungen im Fernsehen nicht möglich waren. Mit diesem Turnier begann ein Wechsel der FIFA WM-Austragung zwischen Amerika und Europa, der erst im Jahre 2002 unterbrochen wurde. In Amerika setzten sich stets südamerikanische Teams durch, bei den Turnieren auf dem "alten Kontinent" errangen nur europäische Mannschaften die Titel. Erst bei der 17. Weltmeisterschaft im Jahr 2002 wagte die FIFA das Experiment, andere Kontinente zu berücksichtigen. Erstmals wurde die FIFA WM nach Asien (Japan und Südkorea) vergeben. Bei den ersten fünf Weltmeisterschaften von 1930 bis 1950 waren die ausrichtenden Länder und die FIFA zufrieden gewesen, wenn überhaupt ausreichende Teilnehmerzahlen zustande kamen. Bei den fünf nächsten Endrundenturnieren von 1954 bis 1970 lag die Zahl bei 16 Mannschaften. Ab 1982 waren es 24 Teilnehmer, 1998 gab es die Erhöhung auf 32, die mit ihrem günstigen Turniermodus wahrscheinlich noch viele Jahre Bestand haben dürfte. |

