FIFA WM Deutschland 2006™ Teilnehmer: Deutschland - Ballack
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Michael Ballack: Der Inbegriff des „Musterprofis“ |
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Dass Michael Ballack der beste deutsche Fußballspieler ist, bezweifelt kaum jemand. Von Reiner Calmund, dem früheren Manager von Ballacks Ex-Verein Bayer Leverkusen, ist der Mittelfeldspieler wegen seiner spielerischen Eleganz sogar mit Franz Beckenbauer verglichen worden. |
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„Der kleine Kaiser“ nannte Calmund den Sachsen, als er 1998 vom 1. FC Kaiserslautern an den Rhein kam. Inzwischen hat Ballack, der am 26. September 1976 in Görlitz nahe der polnischen Grenze geboren wurde, beim FC Bayern München und in der deutschen Nationalmannschaft seine außergewöhnliche Klasse nachhaltig unter Beweis gestellt. Auch die Rolle des Kapitäns in der deutschen Mannschaft, da sind sich die Experten einig, ist „Balle“ auf den Leib geschrieben.
Im Juli 2002 nach der FIFA WM in Japan und Korea wechselte Ballack für 6,3 Millionen Euro von Leverkusen zum FC Bayern. Bei Bayer 04 hatte es stets nur zu zweiten Plätzen gereicht, aber in München holte der Mittelfeldakteur wie einst zu seinem Profi-Start in Kaiserslautern wieder die deutsche Meisterschale und den DFB-Pokal. Doch sein größtes Ziel ist die FIFA WM 2006™. Bei diesem Turnier möchte der Spielmacher das nachholen, was ihm bei der FIFA WM 2002 verwehrt geblieben ist. „Weltmeister zu werden wäre ein Traum“, sagte der Kapitän, nachdem er das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum dritten Platz beim FIFA Confederations Cup 2005 geführt hatte. |
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Am 30. Juni 2002 in Yokohama im Endspiel gegen Brasilien (0:2) musste er zuschauen, weil er im Halbfinale gegen Südkorea eine Gelbe Karte erhalten hatte. Das war bitter für ihn, aber fast noch mehr für die Mannschaft, denn beim 1:0 gegen die USA im Viertel- und beim 1:0 gegen Korea im Halbfinale hatte er die Tore erzielt. Mit Ballack, behaupten nicht nur deutsche Fans, wäre vielleicht sogar ein Sieg gegen die Brasilianer möglich gewesen. Von solchen Einschätzungen für die FIFA WM 2006™ ist auch Ballack nach den wenig überzeugenden Testspielen des Vizeweltmeister recht weit entfernt. Die FIFA WM-Aussichten beurteilt er inzwischen zurückhaltend: „Wir werden sehen, wie reif unsere junge Mannschaft ist.“ |
![]() Michael Ballack, den Bundestrainer Jürgen Klinsmann zum Kapitän machte, ist der beste Feldspieler der deutschen Nationalmannschaft. Foto: Kunz/Augenklick |
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In der deutschen Nationalelf ist er zur zentralen Figur aufgestiegen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann machte ihn im Sommer 2004 zum Kapitän des Vizeweltmeisters. Ballack ist Denker, Lenker und Torschütze in Personalunion. Einige Experten halten ihn für den einzigen deutschen Feldspieler von Weltklasseformat. Nicht nur Franz Beckenbauer sagt, dass er der torgefährlichste Mittelfeldspieler der internationalen Fußball-Szene ist. Vor allem mit Kopfbällen ist Ballack eminent gefährlich. Bei der Europameisterschaft 2004 musste Ballack sogar wegen des Mangels an Stürmern als „verkappte Spitze“ agieren. Dabei ist Ballack am stärksten, wenn er aus dem defensiven Mittelfeld kommt, weil er von dort auch lange Pässe schlagen kann. Allerdings ist die ideale Rolle für ihn umstritten. Beim FC Bayern setzte Trainer Felix Magath ihn beim Gewinn der Meisterschaft 2005 ebenfalls auf verschiedenen Positionen ein. Ballack ist es eher gleichgültig, wo er agiert. Hauptsache, er kann Verantwortung übernehmen. Seitdem er Kapitän in der Nationalelf ist, kämpft er noch vorbildlicher als zuvor. Der Begriff „Musterprofi“ scheint für Michael Ballack erfunden worden zu sein. Trotz seiner außergewöhnlich hohen Popularität gibt sich der Lausitzer abseits des Spielfeldes angenehm „normal“. Hochnäsigkeit ist dem intelligenten jungen Mann, der in Chemnitz sein Abitur mit exzellenten Noten bestand, absolut fremd. Dass er nicht nur den Ansprüchen eines „Modellathleten“ erfüllt, sondern durchaus auch als Model auf den Laufstegen der Haute Couture eine gute Figur machen würde, ist Ballack gleichgültig. Komplimente nimmt er gerne entgegen, doch der bestbezahlteste deutsche Fußball-Profi (geschätztes Gesamtjahreseinkommen etwa 9 Mio. Euro) definiert sich über Erfolge. Deswegen sucht er nach der FIFA WM 2006™ wahrscheinlich auch eine neue Herausforderung: Bei Bayern München rechnen die Verantwortlichen mit seinem Wechsel zum FC Chelsea. "FIFA WM" / "Die Weltmeister" - Deutschland Hier finden Sie weitere Informationen zur deutschen Mannschaft... Hier finden Sie weitere Informationen zum Trainer der deutschen Nationalmannschaft... |

