Continental-Partner FC Midtjylland: Die Fusion funktioniert optimal
|
Continental Dänemark ist seit 2001 Partner des dänischen Top-Klubs - "die Wölfe". Neben Bandenwerbung im Stadion nutzt auch Continental Dänemark ein spezielles Kartenkontingent, um die Heimspiele gemeinsam mit Geschäftskunden zu besuchen. Darüber hinaus ist Continental Dänemark auch Partner vom FC Kopenhagen. Es muss nicht immer etwas Gescheites dabei herauskommen, wenn zwei mittelmäßige Fußballvereine fusionieren. Beim FC Midtjylland aus Dänemark hat es allerdings bestens funktioniert. Der 1918 gegründete Verein Herning Fremad spielte meist in der zweiten Liga, die in Dänemark "erste Division" heißt. Wenn es einmal in die oberste Klasse hinauf ging, führte der Weg meistens genauso schnell wieder nach unten. Bekannter und erfolgreicher, aber finanziell bescheidener ausgestattet war Ikast FS. Ikast ist ein Vorort der dänischen Kleinstadt Herning. Der 1935 gegründete Klub FS schaffte es schon vor der Fusion einmal in den UEFA-Cup. Das war der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Doch die beiden Klubs aus Jütland im Herzen Dänemarks wollten mehr. Sie wollten sich dauerhaft in der ersten Liga, der "Superleague", etablieren und möglichst regelmäßig einen internationalen Wettbewerb erreichen. |
|
Seit dem 1. Juli 1999 firmiert der neue Klub unter dem Namen FC Midtjylland. In Dänemark hat der Verein seitdem den Beinamen "Ulvene" (Wölfe), weil ein Wolf das Logo ziert. Schon in der ersten Saison seines Bestehens zeigte sich der FC Midtjylland bissig. Es gelang sofort der Aufstieg in die Superleague. Auch dort benötigte der Klub nur wenig Anlaufzeit. Dank des vierten Platzes durfte die Mannschaft in die Qualifikationsrunde zum UEFA-Cup, und diese Hürde wurde mit Bravour übersprungen. Gegen die Nordiren aus Glentoran schafften die "Wölfe" souverän den Einzug in die erste Runde. Dort allerdings war das renommierte Team von Sporting Lissabon eine Nummer zu groß. Den größten sportlichen Erfolg feierten der FC Midtjylland ein Jahr später. Nach einem dritten Platz in der Superleague stieß der Klub bis in die zweite Runde des UEFA-Cups vor, in der Belgiens Rekordmeister RSC Anderlecht die Endstation bedeutete. Der FC Midtjylland aber hatte sich auf die europäische Landkarte gespielt, und auch im eigenen Land stimmten die Resultate. Im Jahr 2003 erreichte der Verein das Pokalfinale, musste sich aber mit der Rolle des fairen Verlierers anfreunden. Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn Midtjylland nicht einen seinen stärksten Spieler an einen deutschen Bundesligisten verloren hätte. Morten Skoubo wechselte im August 2002 zu Borussia Mönchengladbach und brachte etwa 2,5 Millionen Euro in die Kasse. Inzwischen ist der Stürmer wieder in der Superleague aktiv. Als er zum ersten Mal wieder mit seinem neuen Klub Bröndby Kopenhagen zurück in seine alte Heimat kam, wird er ebenso fasziniert gewesen sein wie viele andere, die das neue Stadion des FC Midtjylland gesehen haben. Die SAS Arena, dessen Namensgeber auch die Superleague sponsert, ist ein Schmuckkästchen. In dem 2004 eingeweihten Stadion finden 12.500 Zuschauer Platz. Seitdem die Arena eröffnet wurde, schnellte der Besucherschnitt von 3000 auf 8000 pro Spiel in die Höhe. Die Arena ermöglicht dem FC Midtjylland, seine Rolle hinter den führenden dänischen Klubs FC und Bröndby Kopenhagen zu stärken. Die sportlichen Geschicke führt Trainer Erik Rasmussen. Der ehemalige dänische Nationalspieler führte die Mannschaft bis zur Winterpause der Saison 2004/05 auf einen beachtlichen zweiten Platz. Möglich wurde dies in erster Linie durch elf Treffer von Mohamed Zidan. Es war zu befürchten, dass ein solch torgefährlicher Stürmer nicht lange vor den großen Vereinen Europas zu verstecken war. Der Ägypter wechselte in der Winterpause zum Deutschen Meister Werder Bremen. Mit Peter Skov-Jensen verlor der FC Midtjylland zudem seinen Nationaltorhüter an den VfL Bochum. Rasmussen, der den offensiven Fußball liebt, hat einige Arbeit vor sich. Die junge Geschichte des FC Midtjylland macht jedoch Mut, dass weiterhin etwas Gescheites dabei herauskommt. |
