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Continental-Partner FC Kopenhagen: Traumstart für den jungen Klub

Continental Dänemark ist seit 2001 Partner des dänischen Profi-Klubs. Neben Bandenwerbung im Stadion nutzt auch Continental Dänemark ein spezielles Kartenkontingent, um die Heimspiele gemeinsam mit Geschäftskunden zu besuchen. Darüber hinaus ist Continental Dänemark auch Partner vom FC Midtjylland.

Die Freude währte nur einige Monate. Als der FC Kopenhagen Ende Mai 2004 die dänische Meisterschaft und den Pokal feierte, waren die Fans aus dem Häuschen. Wieder einmal war es gelungen, dem großen Rivalen Bröndby ein Schnippchen zu schlagen. Doch einige Monate später lachte sich der Widersacher des FC Kopenhagen ins Fäustchen und viele Fans wunderten sich. Der stolze Double-Gewinner kam in der zweiten Runde der Qualifikation zur Champions League ins Straucheln. Im Hinspiel lief noch alles normal. Mit 2:1 gewann der FCK beim slowenischen Vertreter NK Gorica. Aber das Rückspiel würden Fans, Spieler, Trainer und die Mehrzahl der Dänen am liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen. Gorica gewann im Parken, dem Stadion des FC Kopenhagen, mit 5:0. Die Boulevardzeitung "B.T" schrieb vom "größten Fiasko in der Geschichte des dänischen Vereinsfußballs".


Diese Geschichte ist lang, sehr lang sogar. Im Jahr 1876 wurde der Kopenhagen Boldklub gegründet. Er ist damit der älteste Verein auf dem europäischen Festland. Nur auf der britischen Insel gibt es Klubs mit längerer Tradition. Die Geschichte des Kopenhagen BK währte 116 Jahre lang. Der KBK war der erste dänische Meister, insgesamt holte er 15 Titel. Dann verschmolz der Verein zusammen mit dem Boldklubben 1903, der sieben nationale Meisterschaften gewann, zum FC Kopenhagen.

In der modernen Arena namens Parken, einem reinen Fußball-Stadion, trägt auch die dänische Nationalmannschaft ihre Heimspiele aus. Jenes Team also, das 1992 ganz Europa überraschte und mit einem Finalsieg gegen Deutschland Europameister wurde. Die Begeisterung in Dänemark kannte keine Grenzen. Es passte also alles bestens zusammen für einen guten Start des FC Kopenhagen, der am 1. Juli 1992 ins Leben gerufen wurde. Der Verein hatte sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr möglichst einen Titel zu gewinnen und somit auf der internationalen Bühne vertreten zu sein. Das sollte mit offensivem Fußball und solidem Wirtschaften passieren.

Es war ein Traumstart für den jungen Klub, der sich hauptsächlich aus Spielern des BK 1903 rekrutierte, der kurz vor der Fusion Bayern München mit 6:2 im Europapokal gedemütigt hatte. Im letzten Saisonspiel sicherte sich der FC Kopenhagen durch einen 3:2-Sieg gegen den Lokalrivalen Bröndby die dänische Meisterschaft. Es war allerdings die letzte bis zum Jahr 2001. Zwischenzeitlich hatte es ein Jahr des Umbruchs und der Erneuerung gegeben. Im November 1997 ging der Klub an die Börse und bekam einen neuen Präsidenten.

Sportlich ging es erst langsam wieder bergauf. Dann allerdings, als der Knoten 2001 geplatzt war, kam der Erfolg in geballter Form zurück. Der Vizemeisterschaft in der darauf folgenden Saison schlossen sich zwei weitere Titelgewinne an. Das erfolgreichste Jahr auf nationaler Ebene war 2004 mit dem Doublegewinn. Der FC Kopenhagen blickt nach 13 Jahren Vereinsgeschichte auf vier Meistertitel und drei Pokalsiege zurück. Die Vorgaben aus dem Gründungsjahr wurden weitgehend erfüllt.

Nur das Ziel, langfristig in Europa ein gewichtiges Wort mitsprechen zu wollen, wurde bislang verfehlt. Das beste Abschneiden wurde in der Saison 2001/2002 verzeichnet. Der FCK musste sich in der letzten Runde der Champions-League-Qualifikation nur knapp dem europäischen Top-Team Lazio Rom beugen, drang aber dann bis in die dritte Runde des UEFA-Cups vor, wo sich der Bundesligist Borussia Dortmund mit zwei 1:0-Erfolgen durchsetzte.

In der laufenden Meisterschaftsserie hat die Mannschaft von Trainer Hans Backe keine Chancen mehr, den Titel zu verteidigen. Erzrivale Bröndby war zur Hälfte der Serie um 16 Punkte enteilt, der FC Kopenhagen fand sich nur auf dem fünften Platz wieder. Doch das Ziel lautet, möglichst bald wieder zurückzukehren auf einen der Tabellenplätze, die in einen Europapokal-Wettbewerb führen. Nur dort kann man die Blamage gegen NK Gorica wettmachen.