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Continental-Partner FC Superfund Pasching: Topklub aus der Provinz

Continental Österreich, vertreten durch die Semperit GmbH, ist seit Januar 2004 Partner und Trikotsponsor vom FC Superfund Pasching. Neben Bandenwerbung nutzt Continental auch ein spezielles Karten-Kontingent, um die Heimspiele mit Geschäftskunden zu besuchen. Darüber hinaus nutzt Continental Österreich von Zeit zu Zeit auch einzelne Spieler, die Trainer und das Management für Veranstaltungen bzw. Promotionaktionen.

Die Geschichte des Fußballs in Österreich ist vor allem mit dem Wiener Fußball eng verbunden, mit Rapid, mit Austria oder mit der Admira. Aber inzwischen wird der Fußball „Made in Austria“ auch anders buchstabiert. In der „Provinz“ machten die Fans in den vorigen Jahren einen Superfund. Der FC Superfund Pasching, der seinen Namen von einem Sponsor erhalten hat, gehört mittlerweile zum Fußball-Establishment in der Alpenrepublik.

Ein Spaziergang durch die Chronik des Vereins zeigt eine dynamische Entwicklung vom Provinzverein zum Topklub im Alpenland. Zur Gründungsversammlung am 15. Juni 1946 kamen gerade einmal 27 Personen und zum ersten so genannten Obmann wurde damals der Hofrat Dr. Georg Böhm gewählt.


Als seinerzeit im Gasthof "Emhofer" der ATSV Pasching gegründet wurde, zählte die Gemeinde Pasching gerade 1700 Einwohner, viele Landwirte und Landarbeiter und wenige kleine und mittlere Gewerbebetrieben.

Für einen eigenen Sportplatz musste erst Mal ein Feld angepachtet werden. Der war wegen seiner kleinen Maße von Anbeginn von vielen Gastmannschaften gefürchtet. Die Gemeinde stellte dazu eine Gartenhütte von 6 x 2,5 Meter als Umkleidekabine auf.

Das erste Freundschaftsspiel wurde am 31. März 1946 gegen Leonding ausgetragen und endete mit einem 6:4 Heimsieg.

Erst 1960 mietete die Gemeinde in Langholzfeld neben einer Schule ein Grundstück von 11.000 m² für ein richtiges Stadion, dessen Bau schließlich zwei Jahre dauerte.

Sportlich ging es in diesen Jahren zwischen Bezirksliga (1976) und Regionalliga (1999) bzw. den Aufstieg in die 1. Division (2001) mal bergauf und mal bergab, aber letztlich doch vor allem aufwärts.

Ein Beweis für den stetigen Trend nach oben: Das neue Waldstadion wurde von 1988 bis 1990 erbaut und am 27. Mai 1990 feierlich eröffnet, später mit einer Flutlichtanlage nachgerüstet. Jetzt fanden dort national 8 000 und international ca. 5000 Fans Platz. Der Verein geriet immer mehr in den Fokus des großen Fußballs in Österreich.

Dann wurde der Traum langsam Wirklichkeit: Der kleine Linzer Vorstadtklub schaffte unter Trainer Georg Zellhofer den Sprung in Österreichs Topliga. Nach Aufstieg und Meistertitel in der Ersten Division hoffte der SV PlusCity Pasching erst einmal vor allem auf den Klassenerhalt in der T-Mobile-Bundesliga. Tatsächlich lag man über die Saison aber lange auf Rang zwei und beendete das Spieljahr immerhin als Fünfter. Es war ein Achtungserfolg.

Die Profis Volkan Kahraman (ging später zur Austria), Helmut Riegler und Bozo Kovacevic wurden unter Bundestrainer Hans Krankl als Paschinger Spieler erstmals in die Nationalmannschaft berufen. Dazu kaufte der Klub Goalgetter Christian Mayrleb und Markus Kiesenebner von der Wiener Austria.

Nun erhielt der Verein einen neuen Namen und erreichte zugleich ein neues Niveau. Am 21. Juli 2003 wurde aus dem SV PlusCity Pasching unter Präsident Franz Grad der FC Superfund. Zur Erklärung: Superfund ist der Markenname einer Produktpalette des Hedge-Fonds-Anbieters Quadriga.

Im Sommer 2003 folgte die internationale Premiere im UI-Cup (UEFA-Intertoto-Cup). Mit Wit Georgia, FC Pobeda und FC Tobol hatte der Verein zunächst unbekannte Gegner aus Europas Osten bezwungen. Aber mit einem sensationellen 4:0-Sieg und 1:1 gegen den deutschen Bundesligisten Werder Bremen machten die Österreicher die Nordlichter förmlich lächerlich und sich selbst schlagartig europaweit bekannt.

Ein beachtliches 0:0 und 0:2 gegen den deutschen Bundesligist Schalke 04 in der anschließenden UI-Cup-Runde verschafften dem FC Superfund weitere Aufmerksamkeit.

Besondere Berühmtheit erlangte dabei insbesondere Paschings Stürmer Eduard "Edi" Glieder, der nach diesen Spielen prompt zu Schalke wechselte. Dort aber fand der Torjäger unter dem damaligen Trainer Jupp Heynckes allerdings nicht sein Glück und kehrte nach über einem Jahr enttäuscht zu seinem Provinzverein zurück.

In Österreichs Liga ist das Team der drei Trainer Georg Zellhofer, Leo Lainer und Maximilian Eisenböck inzwischen einer der drei Topvereine der Liga. Wobei allein Fußball-Lehrer Zellhofer den Klub von der zweiten Landesliga bis in die Bundesliga führte. Mittlerweile hat Zellhofer einen Vertrag per Handschlag bis 2007. "Die Zusage vom Präsidenten steht, dass ich frei bin, wenn es ein lukratives Angebot aus dem Ausland oder eines österreichischen Spitzenklubs gib. Mir werden hier sicherlich keine Steine in den Weg gelegt, sollte Real Madrid bei mir anfragen", beschrieb Zellhofer, dass er eine Freigabe-Klausel besitzt.

Immerhin versuchte Toni Polster, der Manager von Austria Wien, im Januar 2005 schon einmal, den "Schwarz-Grünen" deren Trainer auszuspannen. Auffallend beim Meisterschafts-Dritten der Saison 2003/04 ist auch dies: Mit Fausto Budicin (Kroatien) in der Abwehr, Patrik Jezek (Tschechien) im Mittelfeld und Nino Bule (Kroatien) im Sturm hat der Verein nur drei Ausländer unter Vertrag. Pasching setzt vorrangig auf Spieler aus dem eigenen Land.

Im UEFA-Cup schied der FCS in der Saison 2004/2005 allerdings relativ unglücklich frühzeitig aus. In der 2. Qualifikationsrunde unterlag Pasching gegen FC Zenit Petersburg (3:1, 0:2) durch die Auswärtstorregel. Doch dies ist nur ein kleiner Schönheitsfleck auf der Weste des Vereins. Fest steht: Rapid und Austria aus Wien müssen die "fundigen Kerle" aus der Nähe von Linz weiter fürchten. Denn der Vorortverein will mittlerweile den Titel.