Continental-Partner Nationalmannschaft Belgien: Talentiertes Team im Neuaufbau
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Continental Benelux ist seit Anfang 2003 Partner der belgischen Nationalmannschaft: den "Red Devils"! Seitdem besucht Continental Benelux die Heimspiele der Red Devils mit rund 250 Händlern und/oder Endverbrauchern. Bestandteil der Partnerschaft während der Heimspiele sind auch rotierende Banden im Stadion. Die Fußball-Geschichte ist von vorne bis hinten überhäuft mit Eventualfällen. Hätte, wenn und aber: Der Konjunktiv hat in den Kneipen und Gaststätten, wenn Fußballs-Fans über strittige Szenen diskutieren, Hochkonjunktur. Doch dieses eine Spiel am 17. Juni 2002 geht den belgischen Fußball-Anhängern einfach nicht mehr aus dem Sinn. Ihre Nationalmannschaft spielte während der FIFA Weltmeisterschaft ein überragendes Achtelfinale gegen Brasilien. Die 36. Minute: Marc Wilmots erzielt mit einem herrlichen Seitfallzieher ein Tor, das vermeintliche 1:0. Doch Schiedsrichter Peter Prendergast aus Jamaika erkennt den Treffer nicht an. "Das war ein glasklares Tor. Die Belgier sind betrogen worden", war der Tenor in den Expertenrunden der verschiedenen Fernsehanstalten und an den Stammtischen. Das Spiel endete jedoch 2:0 für den Favoriten. |
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Die Brasilianer wurden wenige Tage später durch einen 2:0-Finalsieg gegen Deutschland Weltmeister, die Belgier flogen enttäuscht nach Hause. Allerdings mit der Gewissheit, ein tolles Turnier gespielt zu haben. Zwei Jahre nach der völlig verkorksten Europameisterschaft, die Belgien zusammen mit dem Nachbarn Niederlande ausgerichtet hatte, war dies eine wichtige Erkenntnis. Die EURO 2000 endete nämlich mit dem Novum, dass der Veranstalter schon nach der Vorrunde aus dem Wettbewerb ausschied. Die FIFA Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea machte den belgischen Fans Mut, dass es mit den "Roten Teufeln", wie die Nationalmannschaft wegen ihrer Trikotfarbe genannt wird, wieder aufwärts geht. Doch das war ein Trugschluss. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 scheiterte die Mannschaft von Aimé Anthuenis, der Robert Waseige 2002 als Nationaltrainer ablöste. Punktgleich mit den Kroaten, aber im direkten Vergleich schlechter, rangierte Belgien auf dem dritten Rang (Gruppenerster wurde Bulgarien). In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 setzten sich die unbefriedigenden Resultate fort. Nach den ersten drei Spielen hatten die Belgier nur einen Punkt auf ihrem Konto, der in einem Heimspiel gegen Litauen auch noch viel zu wenig war. Während die Auswärtsniederlage in Spanien als "akzeptabel" abgehakt werden konnte, schmerzte das 0:2 zu Hause gegen Serbien und Montenegro sehr. Es sieht danach aus, als bliebe es zunächst bei elf WM-Teilnahmen der Belgier. Allzu große Sorgen um die belgische Nationalmannschaft sind aber fehl am Platz. Schließlich verfügt Nationaltrainer Anthuenis mit den beiden in Deutschland tätigen Emile Mpenza (Hamburger SV) und Wesley Sonck (Borussia Mönchengladbach) über ein Sturmduo, das andere Nationen gerne in ihrer Auswahl der Besten sehen würden. Auch um den Nachwuchs muss Anthuenis nicht bange sein. Vincent Kompany (Jahrgang 1986) ist ein Innenverteidiger der Extraklasse. Das bewies er nicht zuletzt in der Champions-League-Partie seines Klubs RSC Anderlecht gegen Bayern München, als Kompany den gefährlichen Torjäger Roy Makaay ausschaltete. Im Mittelfeld macht Jonathan Blondel (Jahrgang 1984) auf sich aufmerksam. Naturgemäß brauchen die jungen Spieler aber noch Zeit, um "dieses immer wieder unterschätzte und übersehene Kollektiv der Fußballsachlichkeit" (Frankfurter Allgemeine Zeitung) aus dem kleinen Tal zu führen. Einen Marc Wilmots gibt es allerdings nicht mehr, auch keinen Enzo Scifo, René Vandereycken oder Erik Gerets. Diese Spieler standen für belgische Spielkunst und, wie im Fall des früheren Verteidigers und heutigen Bundesligatrainers Gerets (VfL Wolfsburg), für Disziplin und Kampfstärke. Michel Preud'homme und Jean-Marie Pfaff haben noch heute einen Ruf als glänzende Torhüter. Pfaff, Vandereycken und Gerets stehen für eine Generation, in der Belgien eine wichtige Rolle auf der Fußball-Weltkarte spielte. Ganz dicht vor einem Titelgewinn stand die Mannschaft 1980, doch im Finale unterlag das Team der deutschen Nationalmannschaft mit 1:2. Das bislang beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft gelang 1986 in Mexiko. Nach begeisternden Spielen, darunter einem unvergessenen 4:3 nach Verlängerung gegen die Sowjetunion, erreichte die Mannschaft unter Trainer Guy Thys das Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Argentinien. Aufgrund des entfesselnd spielenden Diego Armando Maradona hatten die "Roten Teufel" beim 0:2 jedoch keine Chance. Noch sind die Hoffnungen nicht ganz begraben, sich für die FIFA WM 2006TM zu qualifizieren. Im Nachbarland dabei zu sein, das wäre eine feine Sache für die belgische Mannschaft und ihre Fans. In Köln, nur 80 km von der Grenze entfernt, würden die "Roten Teufel" gerne "Heimspiele" bestreiten. Doch dafür müssten für das junge Team in der Qualifikation einige Siege her. |
