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Continental-Partner Nationalmannschaft Frankreich: Hoffnungen auf eine neue Ära

Continental Frankreich ist seit Anfang 2004 Partner der französischen Nationalmannschaft. Neben Bandenwerbung bei den Heimspielen kann ein spezieelles Partner-Signet für Promotionzwecke genutzt werden. Darüber hinaus nutzt Continental Frankreich die zur Verfügung stehenden Karten für Spielbesuche mit Geschäftskunden und Journalisten. Parallel zum Start dieses sehr attraktiven Engagements hat Continental Frankreich den Umfang des sehr erfolgreichen Sponsorings mit Olympique Lyon reduziert.


Große Karrieren in der Nationalmannschaft finden in der Regel ihr Ende nach großen Turnieren. Das ist bei einer Grande Nation nicht anders. Die Verbände, Trainer und die Fans müssen sich mit einem Personalwechsel, der alle paar Jahre stattfindet, abfinden. Aber muss ein Umbruch gleich so heftig sein, wie ihn die Franzosen vollziehen müssen? Bixente Lizarazu, der kleine Beißer auf der linken Seite der Verteidigung, Lilian Thuram, sein Pendant auf Rechts, Marcel Desailly, der Fels in der Abwehr, Makelele, der die vermeintliche Drecksarbeit im defensiven Mittelfeld elegant verrichtete - sie traten nach der Europameisterschaft 2004 in Portugal zurück. Und dann war da auch noch "Zizou". Dieser Zauberer, dieser geniale Fußballer, der Frankreich 1998 mit zwei Toren im Finale gegen Brasilien zum ersten Mal zum Weltmeister machte. Alle hatten es geahnt, doch als Zidane die Worte sprach, die einen Schlussstrich unter seine Laufbahn in der Equipe tricolore zogen, war es trotzdem ein Schock.

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Frankreich war zwei Jahre nach dem Gewinn der FIFA Weltmeisterschaft auch Europameister geworden. Das war vorher - in umgekehrter Reihenfolge 1972 und `74 - nur der deutschen Mannschaft geglückt. Die Franzosen spielten oftmals wunderbaren, meist effizienten Fußball, häufig beides zusammen. Sie vereinten Taktik, Kunst und Kraft und galten auch für die FIFA Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea als Favorit. Doch schon nach der Vorrunde ging es wieder nach Hause. Schuld daran war nicht zuletzt der linke Oberschenkel von Zinedine Zidane, der während des Turniers wegen eines kurz zuvor erlittenen Muskelfaserrisses Probleme bereitete. Als Erklärung war das den Anhängern der Equipe aber zu simpel. "Südkorea war wie ein Albtraum", sagte Zidane.


Es hatte nicht mehr gepasst in der Mannschaft. Die Frische fehlte, die genialen Ideen blitzten nur noch selten auf, die verschworene Gemeinschaft zeigte Abnutzungserscheinungen. Dennoch galt das bittere Aus nur als Betriebsunfall. "Frankreich ist für mich der Topfavorit", sagte der deutsche Teamchef Rudi Völler kurz vor der EURO 2004. Der frühere Stürmer von Olympique Marseille hatte wenige Monate vorher in der Arena in Gelsenkirchen mit angesehen, wie seine Mannschaft demontiert wurde. Locker und leicht gewannen die Franzosen mit 3:0. Dieser Sieg beim Nachbarn und Rivalen überdeckte noch einmal die Schwächen, die schon in den Qualifikationsspielen zu beobachten waren. Das böse Erwachen folgte in Portugal. Gegen England retteten zwei geniale Momente von Zidane einen Sieg, gegen die Schweiz mühte sich das Team zu einem 3:1-Sieg, gegen Kroatien kamen die "Blauen" zu einem 2:2. Gegen die im Vorfeld milde belächelten Handwerker von Otto Rehhagel kam das Aus im Achtelfinale. Der spätere Europameister Griechenland gewann mit 1:0.

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Eine Ära war endgültig zu Ende, doch das Ende des französischen Fußballs war damit nicht gekommen, wie einige Skeptiker vorschnell vermuteten. Die Grande Nation hat mit Thierry Henry, David Trezeguet und Louis Saha weiterhin drei hervorragende Stürmer, an Patrick Viera in Normalform kommen nur die wenigsten vorbei, Benoît Pedretti, Gaël Givet, Ludovic Giuly und Willy Sagnol verkörpern an guten Tagen außergewöhnliche Klasse. Die fußballerische Ausbildung in den Internaten gilt europaweit als vorbildlich. Die Anzahl der hoffnungsvollen Talente ist groß. Nur Geduld brauchen die Fans noch.


Dass die Mannschaft im Umbruch begriffen ist, zeigte sich in den ersten Spielen der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006TM. Auswärts gab es zwar jeweils 2:0-Siege auf den Färoer und Zypern, aber zu Hause gegen Israel und Irland erzielte die Mannschaft von Raymond Domenech keinen Treffer. Die Offiziellen des 1904 gegründeten französischen Verbandes stehen trotz der durchwachsenen Ergebnisse und einiger holpriger Spiele zum Nationaltrainer, der seit seinem Amtsantritt im Juli 2004 eine Vielzahl von neuen Spielern in den Kader berief und testete.

Frankreich ist eines von zwei Ländern, das bislang an jeder Weltmeisterschaft seit 1930 beteiligt war. Elf Mal schaffte die Mannschaft die Qualifikation. Nach Deutschland will die Grande Nation mit allen Mitteln. Eine große Ära beginnt in der Regel bei großen Turnieren.