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Junioren-Titel

Auch Deutschland und die Schweiz gewannen Junioren-Titel

Bei der Endrunde der UEFA-U21-Europameisterschaft 2007 sind die Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht vertreten. In die Erfolgslisten bei den Welt- und Europameisterschaften für die besten Nachwuchs-Nationalmannschaften konnten sich die Teams der drei Länder allerdings in der Vergangenheit eintragen. Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) war 1981 das Jahr der größten Erfolge: Die FIFA U-20-Junioren-WM in Australien wurde ebenso gewonnen wie die UEFA-U18/19-Europameisterschaft im eigenen Land. 1986 siegte die DDR bei der UEFA U18/U19-Europameisterschaft, die DFB-Auswahl belegte Platz drei. Bei der UEFA-U16/U17-Europameisterschaft triumphierte das DFB-Team 1984 und 1992. Im Jahr 2002 setzte die Schweiz in diesem jüngsten Nachwuchswettbewerb der UEFA für Nationalmannschaften ein Ausrufezeichen: Die jungen Eidgenossen wurden im dänischen Farum Europameister.

Bei der UEFA-U21-Europameisterschaft und bei deren UEFA-U23-Vorläufer bis 1976 holten aber weder der DFB, noch die DDR oder die Schweiz und Österreich den Titel. Die DDR wurde 1974, 1978 und 1980 Vize-Europameister, 1982 musste sich die DFB-Auswahl in den Finalspielen geschlagen geben. Nach der deutschen Vereinigung qualifizierte sich die DFB-Auswahl dreimal für die Endrundenturniere: 1998 in Rumänien belegte sie Platz fünf, 2004 im eigenen Land verpasste sie in den Gruppenspielen den Einzug in das Halbfinale, das gleiche passierte ihr 2006 in Portugal. Die Schweiz erreichte ihren größten Erfolg in diesem Wettbewerb im Jahr 2004, als sie bei der Endrunde im eigenen Land erst im Halbfinale mit 0:2 gegen Frankreich verlor.

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Stefan Kießling von Bayer Leverkusen war der Kapitän des deutschen UEFA-U21-Teams, das phasenweise großartig spielte, aber seinen Meister in der englischen Mannschaft fand. (Foto: FIRO/Augenklick)

Auf dem Weg zum Endrundenturnier 2007 scheiterte die deutsche Mannschaft von Junioren-Nationaltrainer Dieter Eilts im Oktober 2006 an England. Nach einem 0:1 im Achtelfinal-Hinspiel in Coventry waren die Deutschen noch hoffnungsvoll, im Rückspiel in Leverkusen den Vergleich noch drehen zu können. Aber Markus Brzenska (Dortmund) sah nach 13. Minuten schon die Rote Karte, dann verschoss Gonzalo Castro, der Defensivspieler von Bayer Leverkusen, einen Elfmeter. Das Team um Kapitän Stefan Kießling (Bayer Leverkusen) hatte mehrere gute Chancen zur Führung, vor allem, als auch der Engländer Steven Taylor in der zweiten Halbzeit die Gelb-rote Karte sah.


Aber in der Schlussphase sorgte der englische Jungstar Theo Walcott mit zwei Toren (84., 90.) für den 2:0-Sieg und verpasste den deutschen Hoffnungen, endlich wieder einmal zu Olympia zu kommen, einen derben Schlag. In der Qualifikation hatte die DFB-Auswahl gegen Rumänien (5:1) und in Nordirland (3:2) gewonnen, die Schweiz kam nach 2:3 gegen England und einem 3:1 in Moldawien ebenso wenig wie Österreich in die Achtelfinal-Begegnungen wie Österreich nach einem 0:1 in Italien und einem 0:0 gegen Island.

Bei der UEFA-U18/U19-Europameisterschaft gab es neben den eingangs genannten Erfolgen weitere Spitzenplatzierungen: Das DDR-Team wurde 1988 Dritter, die DFB-Auswahl 1994, 1998 und 2002 Vize-Europameister, zudem kam sie im Jahr 2000 auf Rang drei, 2005 verlor sie im Halbfinale gegen den späteren Europameister Frankreich. In dieser Altersklasse machten auch die Teams Österreichs und der Schweiz nachhaltig auf sich aufmerksam. Die Austria-Junioren verloren 2003 bei der Endrunde in Liechtenstein ein spektakuläres Halbfinale gegen Portugal mit 3:6 nach Verlängerung, 2006 in Polen wurden sie im Semifinale mit 0:5 von Spanien gestoppt. 2004 im eigenen Land zog auch die Schweiz in das Halbfinale ein, das gegen die Türkei mit 2:3 nach Verlängerung verloren ging.

Die weiteren Erfolge bei der UEFA-U16/U17-Europameisterschaft: Die DDR wurde 1989 Vize-Europameister. 1997 schafften dies die Jungen aus Österreich, die in Celle das Finale nach torlosen 120 Minuten gegen Spanien im Elfmeterschießen mit 4:5 verloren. Im Halbfinale hatte Austria die Schweiz besiegt, nach einem 0:0 nach Verlängerung durch ein 6:5 im Elfmeterschießen. Im kleinen Finale gewann Deutschland bei dieser Endrunde im eigenen Land mit 3:1 gegen die Schweiz. Die DFB-Auswahl wurde 1999 erneut Dritter durch ein 2:1 gegen Gastgeber Tschechien. Österreich erreichte 2003 in Portugal den dritten Platz nach einem 1:0 gegen England – ein Jahr nach dem Schweizer Titeltriumph. 2006 wurden die deutschen Jungen Vierter.

Bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft wurden neben dem Titelgewinn für die DFB-Auswahl 1981 folgende Spitzenresultate erzielt: Platz drei für die DDR 1987 und die Vize-Weltmeisterschaft für das DFB-Team 1987 nach einer Finalniederlage gegen Jugoslawien. 2005 bei der letzten Austragung des Wettbewerbs in den Niederlanden scheiterte Deutschland im Viertelfinale (gegen Brasilien 1:2 n.V.), die Schweiz in den Gruppenspielen. Bei der FIFA U-17-WM wurde die DFB-Auswahl 1985 Vize-Weltmeister (0:2 gegen Nigeria im Endspiel) und 1997 Vierter. Österreich und die Schweiz blieben auf der FIFA WM-Bühne in dieser Altersklasse größere Erfolge verwehrt.

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Dieter Eilts, der Europameister von 1996, leitet seit 2004 das deutsche U-21-Team. Die Qualifikation zur UEFA-U21-Europameisterschaft wurde gegen England verpasst. (Foto: FIRO/Augenklick)

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