Star der FIFA WM 1978: Mario Kempes
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Der 25. Juni 1978 war der Tag, an dem Mario Kempes in Argentinien unsterblich wurde. Im Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft standen sich in Buenos Aires Gastgeber Argentinien und die Niederlande gegenüber. |
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Der Sturmführer mit der schwarzen, wallenden Mähne, Kampfname "El Matador", brachte sein Team in der 38. Minute in Führung. Nach Nanningas Ausgleich acht Minuten vor Schluss war es erneut Kempes, der in der 15. Minute der Verlängerung mit dem 2:1 die 72.000 Fans im River Plate Stadion endgültig in Ekstase versetzte. Das 3:1 von Bertoni kurz vor dem Abpfiff machte den blau-schwarzen Siegesrausch auf dem mit grünem Rasen unterlegten Konfetti-Teppich schließlich perfekt. |
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![]() Mario Kempes war der beste Stürmer seiner Zeit. Der langmähnige Torjäger schoss Argentinien bei der WM 1978 im eigenen Land zum ersten WM-Titel. Foto: Augenklick |
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Es war für Argentinien, das Mutterland des südamerikanischen Fußballs, der erste FIFA Fussball-Weltmeistertitel. Der "Vater des Triumphes" war "El Flaco" (der Dünne): Trainer Cesar Luis Menotti, der erklärte Linke, der den Militär-Junta-Machthabern bei der Siegerehrung den Händedruck verweigerte. Aber die Seele des FIFA Fussball-Weltmeister-Teams hieß Mario Kempes, der hochaufgeschossene, dynamische Linksfuß, der mit sechs Treffern Torschützenkönig wurde und die große Dekade des argentinischen Fußballs mit insgesamt drei Finalteilnahmen bis 1990 einläutete. Mit Ausnahme seines Nachfolgers Diego Maradona strahlte kein Stern am argentinischen Fussballhimmel heller als der von Mario Kempes. "El Matador" wurde am 15. Juli 1954 in Córdoba geboren. Mit neun Jahren kam Mario zum Fußball. Sieben Jahre später führte er seine Mannschaft als bester Stürmer zur regionalen Meisterschaft. Am 5. Oktober 1973 feierte Kempes als 19-Jähriger sein Debüt in der ersten argentinischen Liga für Instituto de Córdoba. Wenig später folgte der erste von insgesamt 43 Länderspiel-Einsätzen, in denen er insgesamt 20 Tore erzielte. "Er ist kraftvoll, hat eine hervorragende Technik, schafft Räume und hat einen harten Schuss. Spieler wie er können ein Spiel entscheiden", schwärmte Trainer-Legende Menotti über seinen Lieblingsschüler. Kempes galt als sehr fairer Spieler, er wurde als Nationalspieler nie verwarnt oder vom Platz gestellt. Er nahm an drei FIFA WM-Turnieren teil (Deutschland 1974, Argentinien 1978 und Spanien 1982), bei denen er insgesamt 18 Spiele bestritt. Bei der FIFA WM 1974 blieb Kempes ohne Torerfolg und erlebte unter anderem, wie sein Team gegen eine wie aufgedreht spielende holländische Mannschaft um Johan Cruyff 0:4 unterging. Dies war, wie er später zugab, eine wesentliche Motivation für das Endspiel vier Jahre später. 1974 wechselte Mario Kempes zu Rosario Central, wo er in nur zwei Jahren mehr als 100 Tore erzielte, bevor er 1976 für 1,1 Millionen Mark nach Europa zum FC Valencia transferiert wurde. Hier erlebte Kempes seine erfolgreichste Zeit im Vereinsfußball mit dem Gewinn von zwei spanischen Pokalen (1978 und 1979) und zwei Europapokalen der Pokalsieger (1979 und 1980), sowie dem UEFA-Supercup 1980. Außerdem wurde er zweimal (1976/77 mit 24 Toren und 1977/78 mit 28 Treffern) spanischer Torschützenkönig. 1981/82 kehrte er zu einem einjährigen Gastspiel nach Argentinien zurück und wurde mit River Plate Meister. Im selben Jahr fuhr Argentinien, mit vielen Weltmeistern von 1978 im Team, als einer der Favoriten zur FIFA WM-Endrunde nach Spanien. Aber der Mannschaft gelang es nicht, ihren Erfolg zu wiederholen, und Argentinien schied aus dem Turnier aus, bevor Kempes sein erstes Tor erzielen konnte. Im Jahr darauf gab er die Nummer 10 an den Jungstar Diego Maradona weiter, der in seiner Autobiographie Mario Kempes als den Mann beschreibt, "der dem argentinischen Fussball zur Weltgeltung verhalf". Nach der FIFA WM-Pleite schlug Kempes seine Zelte wieder in Europa auf, zunächst in Spanien und später, von 1986 bis 1992, in Österreich. Nach drei Jahren Pause und einem kurzen Gastspiel in Chile beendete Kempes mit 41 Jahren seine Profikarriere 1996 als Spielertrainer in Indonesien. "Mein Land hat immer wieder das große Glück gehabt, hervorragende Fussballer hervorzubringen. Ich bin nur einer unter vielen, die alle ihre Rolle in der argentinischen Fußballgeschichte gespielt haben", sagte Kempes nach dem Rücktritt in seiner typisch bescheidenen Art. Seine ersten Trainer-Sporen verdiente sich der FIFA WM-Held von 1978 bereits 1993 als Assistent von Héctor Núñez beim FC Valencia. Nach den Spielertrainer-Stationen in Chile und Indonesien heuerte Kempes 1996 als Coach in Albanien (SK Lushnja), 1997 in Venezuela (Mineros de Guayana) und 1999 in Bolivien (The Strongest) an. Mit The Strongest gewann Kempes seine erste Meisterschaft als Trainer, ehe er 2000 innerhalb Boliviens zu Independiente Petrolero wechselte. |
