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Qualifikation Europa

Montreux. Fünf Monate vor dem Beginn der FIFA Weltmeisterschaft 2006TM rückte schon das nächste Fußball-Großereignis in den Blickpunkt. Am 27. Januar fand im mondänen Ferienort Montreux am Genfer See die Auslosung der Qualifikationsgruppen zur UEFA Europameisterschaft 2008TM statt.

Die deutsche Nationalmannschaft als erfolgreichstes Team des Kontinents, das 1972, 1980 und 1996 den Titel gewann, trifft in der Gruppe D der Ausscheidung zum EM-Endrundenturnier auf Tschechien, die Slowakei, Irland, Wales, Zypern und San Marino. Die Qualifikation beginnt im September 2006, zwei Monate nach dem Ende der FIFA WM 2006TM.

50 Nationalmannschaften nehmen den Kampf um die 14 freien Plätze bei der EM-Endrunde auf, die vom 7. bis 29. Juni 2008 in Basel, Bern, Genf und Zürich in der Schweiz und in Wien, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg in Österreich ausgetragen wird. Für das zweite EM-Turnier nach 2000 (Niederlande und Belgien), das in zwei Länder stattfinden wird, sind die Gastgeber-Teams automatisch qualifiziert. Für Österreich bedeutet dies, dass die Nationalmannschaft zum ersten Mal an einer Endrunde der UEFA Europameisterschaft teilnehmen wird.

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Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist trotz der nicht leichten Gruppe zuversichtlich, dass sein Team die Qualifikation der UEFA EURO 2008™ erfolgreich meistern wird. (FOTO: GES/Augenklick)

Im Kongresscenter von Montreux  wurden bei der Auslosung, die die ehemaligen Nationalspieler Stephane Chapuisat (Schweiz) und Andreas Herzog (Österreich) vornahmen, sieben Gruppen gebildet. In der Gruppe B treffen mit Italien, dem Gewinner des Jahres 1968, und Frankreich, 1984 und 2000 bei der UEFA EURO erfolgreich, zwei ehemalige Europameister aufeinander. Die weiteren Gruppengegner sind die Ukraine, das wie Italien und Frankreich an der FIFA WM 2006TM teilnimmt, Schottland, Litauen, Georgien und die Färöer-Inseln.

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Großer Jubel in Lissabon: In Österreich und der Schweiz wird im Jahr 2008 der Nachfolger der Europameister 2004 aus Griechenland gesucht. (Foto: GES/Augenklick)


Der Titelverteidiger aus Griechenland wird sich in der Gruppe C mit der Türkei, Norwegen, Bosnien-Herzegowina, Ungarn, Moldawien und Malta auseinandersetzen. Bei der UEFA EURO 2008TM wird nicht mehr um den Pokal gespielt, der seit 1960 dem Sieger des Wettbewerbs überreicht wurde und den zuletzt in Lissabon die Griechen als Sensationssieger der EURO in Portugal entgegennehmen konnten. Der neue Henri-Delaunay-Pokal hat den Namen und die Form der ursprünglichen Trophäe behalten, wurde aber moderner und größer gestaltet.

Auf Vize-Europameister Portugal wartet in der Gruppe A eine schwierige Aufgabe. Das Team tritt in der Gruppe A an, die aus acht Mannschaft besteht, während den anderen Gruppen jeweils sieben Teams angehören. Portugal, Serbien und Montenegro, Polen – also drei Teilnehmer der FIFA WM 2006TM, sowie Belgien, Finnland, Armenien, Aserbaidschan und Kasachstan kämpfen um die beiden Plätze bei der EURO 2008 und müssen dafür die weitesten Reisen zurücklegen.

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Trainer der Teams aus der Gruppe D (vorn rechts): Staunton (Irland), Klinsmann (Deutschland), Brückner (Tschechien), Galis (Slowakei), Toshack (Wales), Anastadiadis (Zypern). (Foto: GES/Augenklick)


Aus jeder Gruppe qualifizieren sich bis zum Ende der Auslese im November 2007 die Sieger und die Gruppen-Zweiten. Die zuletzt üblichen Play-Off-Spiele von Gruppen-Zweiten wurden von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) abgeschafft. Somit wurde die Qualifikation übersichtlicher. England, Kroatien, Russland, Israel, Estland, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Andorra bilden die Gruppe E. In der Gruppe F landeten beim Losvorgang Dänemark, der Europameister von 1992, Spanien, Europameister von 1964, Schweden, Lettland, Island, Nordirland und Liechtenstein. In der Gruppe G ist die Mannschaft der Niederlande, der Europameister von 1988, das Topteam, das gegen Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Albanien, Weißrussland und Luxemburg spielt.

Lennart Johansson, der Präsident der UEFA, zeigte sich zuversichtlich, dass die Endrunde der 13. Europameisterschaft ein noch größerer Erfolg wird als die EURO 2004 in Portugal. Der Schwede sprach von der „Pflicht und Verantwortung“, die UEFA EURO 2008™ zur besten EM aller Zeiten werden zu lassen. „Die Endrunde der UEFA-Europameisterschaft 2004 in Portugal hat neue Maßstäbe bei der Qualität der Spiele, der Organisation und bei den TV-Quoten gesetzt“, sagte Johansson. 17,9 Milliarden Fernseh-Zuschauer weltweit verfolgten die 31 Partien, die in Portugal ausgetragen wurden. Die UEFA ist zuversichtlich, dass dieser exzellente Wert noch weiter verbessert wird.

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