November 2007: Niederlage gegen Nigeria führte zu negativer Jahresbilanz der Schweiz
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Der Schweiz geht es in fußballerischer Hinsicht besser als dem Nachbarn Österreich, aber im Jahr vor der UEFA EURO 2008™ ist der Vorsprung geschmolzen. Wie die Austria-Auswahl beendete das Team des Schweizer Fußball-Verbandes (SFV) das Jahr 2007 mit einer negativen Bilanz. Am 20. November verlor die Nationalmannschaft der Eidgenossen im Letzigrund-Stadion in Zürich das letzte Testspiel in diesem Jahr mit 0:1 gegen Nigeria. Das Jahr endete also wie es begonnen hatte; im Februar waren die Schweizer in Düsseldorf mit 1:3 gegen Deutschland unterlegen. Insgesamt bezog das Team von Trainer Jakob Kuhn fünf Niederlagen, erreicht einmal ein Unentschieden und gewann vier Spiele. 15:16 Tore gehörten zum Zehn-Spiele-Fazit. Berauschend war das abgelaufene Jahr nicht, aber so schlimm wie die Österreicher traf es die Schweizer trotz schwerer Gegner nicht. |
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![]() Das Team der Schweiz am 20. November vor dem Anpfiff des Test-Länderspiels gegen Nigeria (0:1) im Letzigrund-Stadion in Zürich. (Foto: Firo/Augenklick) |
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In den beiden vorangegangenen Jahren hatte die „Nati“ nur drei Niederlagen insgesamt bezogen, wobei allerdings nicht das Elfmeterschießen bei der FIFA WM 2006™ gegen die Ukraine mit einbezogen ist. An die schlechteren Ergebnisse müssen sich die Fans der Schweiz offenbar erst gewöhnen. Nach dem 0.1 gegen Nigeria gab es in Zürich ein Pfeifkonzert vom Publikum. Schon beim 0:1 gegen die USA im Oktober hatten die Zuschauer in Basel auf diese Weise ihren Unmut geäußert. Im Letzigrund verlor die Equipe von Kuhn durch ein Tor von Verteidiger Taiwo, der in der 79. Minute für die vom ehemaligen deutschen Bundestrainer Berti Vogts betreuten Afrikaner traf. |
![]() Daniel Gygax verliert einen Zweikampf gegen Taye Taiwa. Der Verteidiger erzielte den Siegtreffer der Nigerianer zum 1:0 gegen die Schweiz in Zürich. (Foto: Firo/Augenklick) |
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Die Niederlage kostete dem Team der Schweiz drei Plätze in der Weltrangliste. Es fiel auf Platz 44 zurück. Nach der FIFA WM 2006™ mit dem Vorstoß in das Achtelfinale hatte die Mannschaft noch auf dem sensationell guten 13. Rang gelegen. Ohne Wettbewerbsspiele fällt es allerdings jeder Mannschaft schwer, ihre Position in der Weltrangliste zu halten. Auch der WM-Dritte Deutschland war vor der FIFA Weltmeisterschaft aus den ersten 20 Plätzen gefallen. In Testspielen sind auch mit Siegen nicht so viele Punkte zu erringen wie durch bei Qualifikationsbegegnungen, von denen die Schweiz wie auch Österreich bekanntlich als Ausrichter der UEFA EURO 2008™ befreit ist. Trotz der vielen Spieler, die bei den Niederlagen wegen Verletzungen fehlten, geht aber die Tendenz eindeutig nach unten. Mit dem 44. Platz ist die Schweiz unter den 16 Teams, die an der UEFA EURO 2008™ teilnehmen werden, nur Vorletzter – lediglich Nachbar Österreich ist schlechter platziert. „Hopp, Schwyz, Hopp“, der bei der FIFA WM im Sommer 2006 oft gehörte Schlachtruf konnte die Roten vielleicht wieder auf Trab bringen. Stattdessen sind die Fans unzufrieden. Dass gegen Nigeria keine Tore erzielt wurden, ist durchaus nachzuvollziehen. Mit Alexander Frei und Marco Streller fehlten vor nur 12 700 Zuschauern die beiden Topscorer. Dazu mussten Benjamin Huggel, Philippe Senderos, Xavier Margairaz und Patrick Müller ersetzt werden. Tranquillo Barnetta war nach einer Grippe noch nicht richtig fit, Philipp Degen verletzte sich früh und musste schon in der neunten Minute ausgewechselt werden. |
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![]() David Degen vom FC Basel, der früher für Gladbach spielte, klärt im Spiel Schweiz gegen Nigeria vor Manasseh Ishiaku vom MSV Duisburg. (Foto: Firo/Augenklick) |
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40 Kandidaten hat „Köbi“ Kuhn auf seiner Liste für die UEFA EURO 2008™. 23 müssen im Mai nominiert werden. Kuhn hat viel experimentiert, oft war er wegen der Verletzungen dazu gezwungen. Er probierte neue Spieler aus, wechselte in einigen Partien sehr oft aus. „Aber er ist kaum klüger geworden“, schrieb die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) in ihrer Jahres-Analyse. „Vielleicht kommt er auch nur zur (nicht neuen) Feststellung: Die Schweiz hat nicht 40 Nationalspieler. Es ist auch mit gutem Gewissen anzunehmen, dass im Kopf des prinzipientreuen Köbi Kuhn nicht 40, sondern nach wie vor nur 15 Namen einen festen Platz haben“, beschloss die renommierte NZZ das personelle Fazit des Nach-WM-Jahres. Ähnlich wie in Deutschland vor der FIFA WM müssen sich die Nationalspieler der Schweiz inzwischen häufiger testen lassen. Der neue Konditionsspezialist heißt Otmar Keller. „Praktisch alle aus dem 40er-Kader sind intensiv gecheckt worden. Seit Oktober haben wir bereits erste Testwiederholungen gemacht. Wir haben uns mittlerweile ein gutes Bild gemacht, um detaillierte Trainingsempfehlungen zu machen“, erklärte Adrian Knup, der seit Mai Kuhn als neuer Teammanager unterstützt. Wie in allen anderen Ländern, die an UEFEA EM-Endrunde teilnehmen werden, richtete sich am letzten November-Wochenende auch in der Schweiz der Blick über das große Sommer-Festival 2008 hinaus. Die Schweiz trifft ab Herbst des nächsten Jahres in der Qualifikation zur FIFA WM 2010 in Südafrika auf Griechenland, Israel, Moldawien, Lettland und Luxemburg. Dies ergab die Auslosung im südafrikanischen Durban. |
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