Bereich wechseln

ContiSoccerWorld

das fussball-portal der continental ag

 Land wechseln
 Land wechseln
Language
Language
Search





Oktober 2007: Österreich geschlagen, aber der große Elan der Schweiz ist fort

Die Bilanz für die Nationalmannschaft der Schweiz im Jahr vor der UEFA EURO 2008™ bleibt mittelmäßig. Die Testspiele im Oktober wurden zum Parade-Beispiel für die Durchschnittlichkeit des Teams. Einem erfreulichen 3:1 (2:1)-Sieg gegen den UEFA EURO-Partner Österreich in Zürich am 13. Oktober folgte vier Tage später nach einem enttäuschenden Auftritt in Basel ein 0:1 (0:0) gegen die Auswahl der USA. Viele Stammspieler musste Nationaltrainer Jakob Kuhn ersetzten, aber dennoch ist zu bilanzieren: Der große Elan, den das Team im vorigen Jahr auszeichnete, ist wie weggeblasen.

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner
Die Nationalmannschaft der Schweiz, die am 17. Oktober 2007 das Testspiel in Basel gegen die USA mit 0:1 (0:0) verlor. Insgesamt wurden 16 Spieler eingesetzt. (Foto: GES/Augenklick)


2006 hatten die besten Schweizer Fußballer in den ersten zehn Monaten sieben Siege und vier Unentschieden erreicht, inklusive des 0:0 im FIFA WM-Achtelfinale gegen die Ukraine, in dem sie erst im Elfmeterschießen geschlagen wurden. Danach folgten zum Jahresabschluss 2006 Niederlagen gegen Österreich und Brasilien. In das Jahr 2007 startete die „Nati“ dann mit einer Niederlage in Deutschland. Die ersten zehn Monate des Vor-EURO-Jahres blieben durchwachsen. Fast steig wechselten sich Sieg und Niederlage ab. Vier Siege, ein Remis und vier Niederlagen – so lautet die Bilanz der Eidgenossen bis Oktober. Die Zielrichtung, im Juni 2008 den UEFA EM-Titel zu gewinnen, klingt mittlerweile noch anspruchsvoller als in den optimistischen Tagen, als sie ausgegeben wurde.

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner
Marco Streller vom FC Basel erzielte beim 3:1 gegen Österreich sein 10. und 11. Tor für die Schweiz. Der frühere Stuttgarter und Kölner bestritt sein 25. Länderspiel. (Foto: FIRO/Augenklick)


Im Züricher Letzigrund-Stadion machten die Schweizer Profis ihrem Trainer „Köbi“ Kuhn einen Tag nach dessen 64. Geburtstag ein verspätetes Geschenk. Keine 71 Sekunden dauerte es, bis den Österreicher das erste Gegentor eingeschenkt worden war. Steilpass Tranquillo Barnetta, Tor Marco Streller. Immer wenn die Schweizer das Tempo anzogen, gewannen die 22 500 Zuschauer einen überzeugenden Eindruck von ihrer Mannschaft. Trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs von Rene Aufhauser (11.) stand am Ende ein recht locker erzielter Erfolg der Eidgenossen, die den überragenden Leverkusener Barnetta als dreimaligen Vorbereiter und weitere Tore durch die ehemaligen Stuttgarter Streller (55.) und Hakan Yakin (36.) feierten.

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner
Tranquillo Barnetta im Duell mit Benny Feilhaber beim 0:1 der Schweiz gegen die USA. Barnetta spielt für Leverkusen, Feilhaber wechselte von Hamburg zu Derby County. (Foto: GES/Augenklick)

Yakin, inzwischen bei den Young Boys Bern unter Vertrag stehend, hat zuletzt fünf Kilo abgenommen für das große Ziel, über das Linksverteidiger Ludovic Magnin nach diesem Abend ausschweifend auf Deutsch und Französisch parlierte. „Unser Traum ist es, Europameister zu werden“, sagte Magnin.

Dass auch schon intensiv die Zeit nach der UEFA EURO 2008™ diskutiert wird, ist Ottmar Hitzfeld zu verdanken. Der 58-jährige Trainer des FC Bayern München verriet Vertrauten bei Schweizer Tageszeitungen, dass es für ihn im Sommer 2008 nur zwei Optionen gebe. Den Job beim FC Bayern fortzusetzen oder eben den als Schweizer Nationalcoach. Schließlich lässt der Südbadener gerade in seiner Heimat Lörrach an der Grenze ein neues Eigenheim errichten. Seine Vorliebe für den Schweizer Fußball erklärt sich aus seiner Vergangenheit als Spieler und Trainer. Hitzfelds Äußerung hat sogleich zu Reaktionen geführt. „Es freut mich natürlich, dass sich ein solch kompetenter Trainer für die Schweizer ‚Nati’ interessiert“, sagte Verbandspräsident Ralph Zloczower und kündigte eine Kontaktaufnahme mit Hitzfeld an. Kuhn hatte allerdings seinen Assistenten Michel Pont als seinen Nachfolger vorgeschlagen.

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner
Jakob Kuhn, der Züricher, bekam in Zürich ein Geburtstagspräsent. Einen Tag nach dem 64. Geburtstag des Nationaltrainers besiegte die Schweiz das Österreich-Team mit 3:1. (Foto: FIRO/Augenklick)




Das anschließende Erlebnis in Basel 233 Tage vor dem Eröffnungsspiel der UEFA Europameisterschaft an gleicher Stelle löste nachdenkliche Reaktionen in der Schweiz aus. Man muss anmerken, dass Kuhn viele Spieler ersetzen musste. Verletzungen mehrerer Abwehrspieler (Philipp Degen, Patrick Müller, Valon Behrami) hatten den Coach schon in den Monaten zuvor immer wieder zu Umstellungen in der Defensive gezwungen. Dadurch passte die Feinabstimmung nicht, die in der Verteidigung eigentlich stabile Schweizer Mannschaft geriet ins Wackeln. 19 Gegentore aus den letzten elf Partien sind die negative Auswirkung. Gegen die USA fiel auch noch Abwehrchef Philippe Senderos aus, da der Spieler des FC Arsenal nach der Partie gegen Österreich von Rückenproblemen geplagt wurde. Trotz dieser erheblichen Personalprobleme, die diesmal nicht auszugleichen waren, hätte aber eine Leistung wie gegen die US-Auswahl nicht passieren dürfen. So lautete der allgemeine Tenor der Schweizer Medien. Denn auch die Amerikaner traten mit einer Mannschaft an, die als B-Team bezeichnet werden durfte. Sieben neue Spieler bot US-Coach Bob Bradley auf.

Bradley war wahrscheinlich doppelt glücklich nach dem Spiel vor nur 16 500 Zuschauern im St.Jakob-Park, in dem 22 000 Plätze frei blieben. Nicht nur der Sieg war für ihn höchst erfreulich. Die Tatsache, dass seinem Sohn Michael in der 86. Minute der Goldene Treffer zum 1:0-Erfolg gelang, gehört in die Familienchronik. Vom spielerischen Niveau boten beide Teams wenig, internationale Klasse wurde an diesem verregneten Abend nicht präsentiert. „Es tat weh, dass wir es nicht fertig brachten, das Spiel an uns zu reißen. Wir müssen abgeklärter, ruhiger, geduldiger auftreten und physisch zulegen“, sagte Kuhn und zeigte Verständnis für seine Spieler: „Bei einem Team, das noch nie in dieser Zusammensetzung auf dem Platz stand, sind Abstimmungsprobleme eben nicht zu vermeiden. Unser Spielerreservoir ist nicht so groß wie jenes von Brasilien oder Deutschland.“ Aber deswegen hätte man dieses Spiel nicht verlieren müssen, fügte der Züricher an. Dass Pascal Zuberbühler, der 36-jährige Torhüter, beim Gegentreffer nicht gut aussah, heizte in der Schweiz noch einmal die Torwartdebatte an. Der Dreikampf um die Nummer eins hält an, „Zubi“ sammelte an diesem Abend keine Punkte, aber damit stand er wirklich nicht allein.