Bereich wechseln

ContiSoccerWorld

das fussball-portal der continental ag

 Land wechseln
 Land wechseln
Language
Language
Search





September 2007: Schweiz besiegte Niederlande: „Es beginnt ein neues Kapitel“

Groß war die Freude in der Schweiz über einen Erfolg, der zehn Monate vor der UEFA Fußball-Europameisterschaft neuen Schwung verleiht. Mit 2:1 (1:0) gewann das Team der Eidgenossen in Genf am 22. August gegen die Niederlande. Die Kritiken waren überschwänglich: „Neues Kapitel beginnt mit Holland“ lautete eine typische Schlagzeile der Zeitungen. „Erstmals seit 14 Jahren, 3 Monaten und 21 Tagen hat die Nati wieder einmal eine Mannschaft aus den Top Ten des Weltfußballs geschlagen“, bilanzierte das Boulevardblatt „Blick“. Der Erfolg gegen den Weltranglisten-Sechsten war der erste Sieg gegen eine große Fußball-Nation seit dem 1:0 gegen Italien 1993. In der 5226 Tage währenden Phase ohne Sieg waren für die Duelle gegen Top-Ten-Teams 17 Niederlagen und 9 Remis in die Statistik eingegangen.

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner
Tranquillo Barnetta war der entscheidende Spieler der Schweizer beim 2:1 gegen die Niederlande. Der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen erzielte beide Tore seines Teams. (Foto: GES/Augenklick)

Tranquillo Barnetta, der für Bayer 04 Leverkusen spielt, machte bei seinem 25. Länderspiel-Einsatz mit zwei Toren den verdienten Triumph perfekt. Die Fans reagierten begeistert, die Spieler der Schweiz waren von ihrer Leistung ebenfalls sehr angetan. Nach der FIFA WM 2006™ war es nicht mehr so gut gelaufen wie zuvor. Von 13 auf Platz 45 der Weltrangliste fiel die beste Schweizer Mannschaft zurück. Das große, anspruchsvolle Ziel von Nationaltrainer Jakob Kuhn, bei der UEFA EURO 2008™ im eigenen Land den Titel holen zu wollen, schien in der ersten Jahreshälfte absolut unerfüllbar geworden zu sein. Doch in Genf gab es starke Zeichen, die Mannschaft präsentierte sich in überzeugender Verfassung.

„Endlich ist uns ein Sieg über einen der Großen in Europa oder sogar der Welt gelungen. Darauf haben wir schon lange gewartet“, freute sich „Köbi“ Kuhn. Schon beim 1:1 gegen Argentinien zum Ende der Saison 2006/07 war die „Nach-WM-Depression“ gemildert worden. In Genf hat die Mannschaft, wie Kuhn sagte, wieder „die Herzen der Fans gewonnen“. Sein Team weise einen deutlichen Aufwärtstrend auf. Marco van Basten, Bondscoach des Oranje-Teams, ließ den Eidgenossen ein schönes Lob zu kommen: „Mich hat die Schweiz nicht überrascht. Das ist eine richtige Mannschaft, die sehr kampfstark ist und in der jeder für jeden läuft.“

Die wieder geweckte Hoffnung, im nächsten Jahr bei der UEFA EURO 2008™ eine gute Rolle im Konzert der 16 besten Europa-Teams zu spielen, beruhte vor allem auf der Tatsache, dass personelle Alternativen entdeckt wurden. Kuhn mußte mit Frei, Müller, Djourou, Gygax und Dzemaili auf fünf sehr wichtige Spieler verzichten. Doch im Schweizer Fußball-Verband (SFV) wird bei der Rekrutierung neuer Kräfte hervorragende Arbeit geleistet. Kuhn kann sich auf den Technischen Direktor Hansruedi Hasler und dessen Team verlassen. „Älteres Junioren-Team“ mit ein paar Erfahrenen – das wäre eine durchaus passende Bezeichnung für die Schweizer Nationalmannschaft. Bei „Young Swiss“ waren gegen Holland nur Torwart Fabio Coltorti (26), Stürmer Blaise Nkufo (32) und Ersatz-Kapitän Ludovic Magnin (28) älter als 25 Jahre.

Gelson Fernandes gab mit 21 Jahren sein Debüt im A-Team. Im defensiven Mittelfeld präsentierte sich der frühere Sittener, für den Manchester City umgerechnet sechs Millionen Euro Ablöse zahlte, auf internationalen Topniveau. Der Kampf um die 23 Plätze im Aufgebot der Schweiz für die UEFA EURO 2008™ ist brisanter und härter geworden. Die Konkurrenzlage hat sich verschärft, der Kreis der für die UEFA EURO 2008™ in Frage kommenden Spieler umfasst fast 40 gleichwertige Profis. Die etablierten Spieler wie die über 30-jährigen Pascal Zuberbühler, Raphaël Wicky, Patrick Müller, Hakan Yakin und Benjamin Huggel spüren den Druck, den die jungen, ehemaligen Junioren-Europameister ausüben.

Kuhn darf sich darüber freuen. Jedes der künftigen Testspiele erhält dadurch eine große Bedeutung. Im vergangenen Jahr war der Eindruck entstanden, in Freundschaftsspielen würde seine Mannschaft ihr Vermögen nicht so abrufen können wie in Wettbewerbsspielen. Kuhn schließt die Sichtung aber noch nicht ab: Zwei Tage nach dem Sieg gegen die Niederlande nominierte er 28 Spieler für das Vier-Länder-Turnier, bei dem seine Mannschaft am 7. September (Freitag) in Wien auf Chile und am 11. September (Dienstag) in Klagenfurt auf Japan trifft. Der Nationalcoach berief erstmals Mario Eggimann vom Karlsruher SC. Zurückkehren wird auch Kapitän und Torjäger Alexander Frei von Borussia Dortmund sowie Fabio Celestini (Getafe) und Boris Smiljanic (Grasshoppers).

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner

Erneut dabei ist auch Nkufo. Der 32-Jährige, der gegen die Niederlande zu seinem achten Einsatz für die Schweiz kam, war fünf Jahre nicht dabei gewesen. Er hatte sich mit Kuhn überworfen. Seit 2003 erzielte er für Twente Enschede in 127 Spielen in der holländischen Ehrendivision Tore. Kuhn besuchte ihn kürzlich in Enschede, die Verstimmungen wurden ausgeräumt. Der im Kongo geborene Offensivspieler wurde in Genf von Beginn an eingesetzt und empfahl sich für weitere Aufgaben.

ContiSoccerWorld, Conti, Continental, Reifen, Fußball, FIFA WM 2006, Confederations Cup 2005, Hildebrand, Casillas, UEFA EURO 2008, Koerbel, Deutschland, Sponsoring, German Engineering, Conti-Stars, WM-Tickets gewinnen, Tickets, FIFA-Partner
Blaise Nkufo gab sein Comeback für die Schweiz. Der Stürmer aus dem Kongo spielt für Enschede/Niederlande, früher stand er bei Mainz 05 in Deutschland unter Vertrag. (Foto: Kunz/Augenklick)