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Mai 2007: „Sommermärchen reloaded“: Die UEFA EURO 2008™ als Fan-Festival

Bereits 13 Monate vor dem Beginn der UEFA EURO 2008™ steht fest, dass das Turnier der 16 besten europäischen Nationalmannschaften zu einem großen Fan-Festival wird. „Sommermärchen reloaded“ – der Begriff mit Rückblick auf die FIFA WM 2006™ in Deutschland wird auf den Wettbewerb um die kontinentale Fußball-Krone vom 7. bis 29. Juni 2008 in Österreich und der Schweiz aller Voraussicht nach zutreffen. Im Bereich der Eintrittskarten wurde schon ein Rekord aufgestellt: 588 716 Fans aus 142 Ländern haben insgesamt 10,35 Millionen Eintrittskarten bestellt. Damit waren die insgesamt 1,05 Millionen Karten für die UEFA EURO 2008™ schon bei der ersten Verkaufsrunde, deren Anmeldung am 31. März endete, um mehr als das Zehnfache „überzeichnet“. Die Ticketanfragen waren 18 Mal höher als vier Jahre zuvor bei der UEFA EM-Endrunde in Portugal und praktisch gleich groß wie für die FIFA WM im vorigen Jahr, bei der 10,8 Millionen Kartenbestellungen eingingen.

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Trix (links) und Flix (rechts) heißen die Maskottchen der UEFA EURO 2008™, die rot und weiß nach den Flaggen der Nachbarländer Schweiz und Österreich gestaltet wurden. (Foto: Firo/Augenklick)

Spiel für Spiel und Preiskategorie für Preiskategorie wurden die UEFA EM-Tickets unter notarieller Aufsicht mittels Zufallsgenerator bei einer Auslosung an die Käufer vergeben. Eine weitere eigentlich geplante Verkaufsphase im Juni wurde wegen der massiven Überbuchung gestrichen. Für das Endspiel und das Halbfinale in Wien sowie das Halbfinale in Basel gingen die meisten Bewerbungen ein. Aufgliedert nach Mannschaften richtete sich das größte Interesse auf die Partien der Teams der beiden Ausrichterländer Österreich und Schweiz sowie auf die Spiele von Deutschland, England und den Niederlanden.

Das riesige Interesse an den UEFA EM-Billets übertraf auch bei weitem die Erwartungen der Veranstalter und Organisatoren. Die Überbuchung würde vielleicht nur drei Mal größer sein als die Zahl der Karten, die insgesamt zur Verfügung stehen, lautete die Kalkulation. Ein Drittel der 1,05 Millionen Tickets gehen in den öffentlichen Verkauf, der große Rest wird ähnlich wie bei der FIFA WM 2006™ über andere Vergabewege den Weg zum Zuschauer finden. 38 Prozent der Karten gehen an die 16 teilnehmenden Fußball-Nationalverbände. Auch viele Sponsoren reichen den Großteil ihrer Karten an die Fans weiter. Mindestens 75 Prozent der Zutrittsberechtigungen landen schließlich in den Händen der Fußball-Anhänger, die bei den Spielen für die Atmosphäre sorgen. Jedenfalls rechnen die Organisatoren der UEFA EURO 2008™ damit, die zugeben, dass die acht UEFA EM-Stadien eigentlich zu klein sind.

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„Hopp Schwyz“ – bei den Fan-Festen der UEFA EURO 2008™ während des Public Viewings möchten die Anhänger der Schweiz wieder feiern. (Foto: Kunz/Augenklick)


Die UEFA EM-Endrunde bewege sich an der Untergrenze des Machbaren. „Kleiner hätte man für eine Europameisterschaft nicht mehr planen können“, sagt Martin Kallen, der Geschäftsführer des Organisationskomitees der UEFA EURO 2008™. „Wir haben eben nicht die großen Stadien, wie die Fans sie von der UEFA EM in Portugal und der FIFA WM in Deutschland kennen. Wir stoßen überall auf Kapazitätsprobleme“, erklärt Kallen. Das Fassungsvermögen des Praterstadions in Wien und des St.Jakobs-Parks in Basel, die schon zuvor die größten UEFA EM-Arenen waren, wurde durch Umbauten erhöht. Doch ein wesentlicher Kartenzuwachs ist dadurch nicht entstanden. Aber ein kleines, feines Turnier mit Stadiongrößen, wie sie zuletzt bei der UEFA EM-Endrunde 1992 in Schweden vorzufinden waren, hat durchaus seine Reize.

„Erlebe Emotionen“ – so lautet der offizielle Slogan des Turniers. 1,5 Millionen Besucher erwartet die Schweiz, Österreich geht von 1,6 Millionen Gästen anlässlich der UEFA EURO 2008™ aus. Das Public Viewing, die großen öffentlichen Fan-Zonen mit Großbildschirmen, sollen nach der FIFA WM 2006™ auch in den beiden Alpenländern zu einem Sommer-Hit werden. Nicht nur an den UEFA EM-Spielorten in Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg und Wien in Österreich sowie Basel, Bern, Zürich und Genf in der Schweiz werden bei den Fan-Festen abseits der Stadien hunderttausende Fußball-Freunde während der drei UEFA EM-Wochen erwartet. Allein in der Schweiz rechnet man beim Public Viewing mit 3,2 Millionen Besuchern. Nicht weniger als 38 Schweizer Städte würden die UEFA EM-Spiele gerne auf Großbildschirmen übertragen. Aber nur 17 sollen zum Zug kommen. Die Auswahl wird im Juni 2007 vorgenommen.

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Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat das Turnier in Österreich und der Schweiz um den Pokal für den Europameister unter den Slogan „Erlebe Emotionen“ gestellt. (Foto: GES/Augenklick)




Das Budget für die UEFA EURO 2008™ wurde vor kurzem von 133,2 Millionen auf 147 Millionen Euro aufgestockt. „Ein wirtschaftliches Plus ist nicht unser anvisiertes Ziel“, sagte der Schweizer Kallen. Der Gewinn für die Organisatoren werde minimal ausfallen. Einer der Schwerpunkte in der Vorbereitung liegt auf der Sicherheit. Nach der Kartenzuteilung wurde rund 40 Personen die zugesagten Tickets wieder entzogen, da sie in nationalen Dateien als mögliche Störenfriede geführt worden waren. Das Sicherheitsnetz funktioniert also bereits, die Kooperationen zur Vorbereitung zwischen dem EU-Mitglied Österreich und dem Nicht-EU-Mitglied Schweiz sind eng.

Der Nationalrat der Schweiz beschloss bereits, dass bis zu 15 000 Soldaten die zivilen Behörden in verschiedenen Bereichen wie dem Sanitätswesen, dem Objektschutz und bei der Logistik unterstützen werden. Auch in Österreich steht das Konzept, wie die UEFA EM-Endrunde zu einem friedlichen Ereignis werden soll.

Weitere Vorbereitungen sind in vollem Gange. Dass sich die UEFA EURO 2008™ organisatorisch auf höchstem Niveau bewegen wird, daran besteht ohnehin kaum ein Zweifel.