Januar 2008: Schweiz bestreitet Testspiele gegen England und Deutschland
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Die Tage werden gezählt, auch die Continental AG hat die Schweizer durch die Count-Down-Uhr in Basel mit einem Zeit-Zählwerk versorgt, an der die Spanne bis zum Beginn der UEFA EURO 2008™ öffentlich abgelesen werden kann. Die EURO-Maskottchen Trix und Flix steigern ihren Bekanntheitsgrad, parallel dazu wächst bei den Fans die Spannung auf das große Event. Seit Anfang Dezember 2007 wissen die Eidgenossen endlich, mit welchen Gegnern ihre Nationalmannschaft beim größten Sportereignis im Land seit der FIFA WM 1954 konfrontiert wird. „Es ist eine happige, aber machbare Gruppe. Es hätte schlimmer kommen können“, sagte Alexander Frei, der bei der Auslosung in Luzern aktiv mitwirkte. Das Eröffnungsspiel bestreitet die Schweiz am Samstag, 7. Juni, 18.00 Uhr, gegen Tschechien, den UEFA Europameister von 1976 und Vize-Europameister von 1996. Am 11. Juni kommt es mit dem Duell gegen die Türkei zu einer speziellen Revanche, am 15. Juni steht die Partie gegen Portugal auf dem Programm. Die „Nati“ bestreitet, wie schon Monate zuvor fest gelegt, alle Spiele im St.Jakobs-Park in Basel. Die anderen drei Spiele der Gruppe A, in denen die Schweizer Gegner aufeinander treffen, finden in Genf statt. |
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![]() Trix und Flix, die beiden Maskottchen der UEFA EURO 2008™ in den Farben der Schweiz und Österreichs, werden immer bekannter in den Alpenländern. (Foto: FIRO/Augenklick) |
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Alex Frei, der zu Beginn des Jahres 2008 nach einer langen Verletzungspause bei seinem Verein Borussia Dortmund wieder in Tritt kommen will, bekräftigte noch einmal die hohen Ziele, die sich die Schweizer setzen: „Ich wäre ein schlechter Kapitän, wenn ich sagen würde, wir schauen von Spiel zu Spiel. Wir wollen Europameister werden.“ Jakob Kuhn, der Nationaltrainer der Schweiz, reagierte erwartet unaufgeregt: „Das ist eine sehr attraktive Gruppe, eine schöne Kombination. Ich freue mich auf die Duelle mit Portugal, der Tschechischen Republik und der Türkei in Basel.“ Die Planungen für das große Turnier traten beim Schweizerischen Fußball-Verband (SFV) in die konkrete Phase. Video-Material der ersten UEFA EM-Gegner wurde zusammengestellt, um es den Spielern bei den nächsten Gelegenheiten zu präsentieren. Zwei Testspiele im Februar und im März sind fest vereinbart: Am 6. Februar treten die Schweizer in London gegen England an, am 26. März kommt Deutschland zu einem Testspiel in die Schweiz. Bis zum Jahreswechsel 2007/08 war der Austragungsort noch nicht festgelegt. Kuhn hat sich die Aufgabe gesetzt, den vorläufigen Kader von 40 Spieler-Kandidaten für die UEFA EURO 2008™ nach den Tests gegen die renommierten Kontrahenten zu reduzieren. Ende Mai muss „Köbi“ Kuhn dann wie alle anderen Nationaltrainer den 23-Mann-Kader der Europäischen Fußball-Union (UEFA) melden. Auch das Quartier, das die Nationalmannschaft der Schweiz beziehen wird, steht fest. Das „Panorama Resort & Spa“ in Feusisberg, über dem Zürcher See gelegen, ist das „Basislager“ der Schweizer Profis. Vor vielen Jahren hat Kuhn den Ort schon als Spieler des FC Zürich kennen gelernt. In dem Hotel, wo auch schon Tennis-Queen Martina Hingis und Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen den exklusiven Wellness-Bereich nutzten, beruft Kuhn seine Spieler schon seit Jahren vor Länderspielen ein. Die Schweizer bewegen sich also überall auf bekanntem Terrain, den St.Jakobs-Park kennen sie ja auch wie ihre Westentasche. |
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Die Reaktionen auf die Auslosung für die eigene Mannschaft waren in der Schweiz insgesamt positiv. Die Konstellation sei nicht einfach, aber die großen Turnier-Favoriten befänden sich nicht in der Gruppe A, lautete das Urteil von eidgenössischen Experten und den Medien. Günter Netzer, der frühere deutsche Weltklassespieler, traut dem Team durchaus zu, in das Viertelfinale einzuziehen. Netzer ist ein anerkannter TV-Moderator in Deutschland und eng mit dem Fußball-Business verwoben als Händler von Fernsehrechten. Sein Optimismus für die Schweiz basiert auch auf großer Sympathie für das Team. Netzer lebt in der Schweiz, aber zugleich ist er ein echter Kenner des Fußballs im Land. |
![]() Günter Netzer, ehemaliger deutscher Nationalspieler mit Wohnsitz in der Schweiz, traut dem Team der Eidgenossen viel zu. (Foto: Rauchensteiner/Augenklick) |
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Die Voraussetzung für eine erfolgreiche UEFA EM-Teilnahme sei aber, dass die verletzten Stammspieler der Schweizer bis zum Turnierbeginn wieder in bester körperlicher Verfassung seien. Dem schloss sich Lothar Matthäus, der deutsche Weltmeister von 1990, an. „Das Viertelfinale halte ich für die Schweiz nicht ausgeschlossen. Sie wird sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Tschechien und Portugal liefern“, sagte Matthäus, der wie Netzer den internationalen Fußball intensiv beobachtet. Die erste Partie vor 40 000 Zuschauern in Basel, mir der die UEFA EURO 2008™ gestartet wird, kommt eine Schlüsselrolle zu. „Der Heimvorteil wird uns sicher helfen“, sagte Stephane Chapuisat, der bei der UEFA EURO 2004™ noch dabei war. Die Tschechen sprechen mit großem Respekt von diesem Vorteil, den die Gastgeber aus der Schweiz genießen. Bei der FIFA WM 2006™ in Deutschland war zu beobachten, wie intensiv eine gute Atmosphäre im Land auf das Heimteam wirken kann. Das zweite Gruppenspiel gegen die Türkei ist mit starken Erinnerungen verknüpft. Wilde Szenen spielten sich im November 2005 in Istanbul ab, als die Schweiz im Play-Off-Rückspiel der FIFA WM-Qualifikation mit 2:4 verloren hatte, aber aufgrund des 2:0 im Hinspiel das Ticket für die Turnierteilnahme in Deutschland löste. „Wir sollten nicht mehr daran denken, was in der Vergangenheit in Istanbul passiert ist. Im Hinspiel in Bern haben wir gut gespielt und einen tollen Teamgeist gezeigt. Genau das müssen wir in Basel wieder machen“, sagte Kuhn. Der türkische Coach Fatih Terim reagierte genauso ruhig: „Wir erwarten große Freundschaft und eine faire Partie.“ Portugal, der letzte Gruppengegner, wurde von den Schweizern als unberechenbar eingestuft. „Das Team ist wie eine Wundertüte. Es kann Favorit sein, aber ebenso ohne Punkt ausscheiden“, sagte Frei. Tatsächlich hatte der Vize-Europameister recht große Schwierigkeiten, um sich in der Qualifikation durchzusetzen. |
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![]() Die Trainer der Gruppe A bei der Auslosung in Luzern: (von links) Karel Brückner, Fathi Terim, Luiz Felipe Scolari und Jakob Kuhn mit dem UEFA Europameister-Pokal. (Foto: FIRO/Augenklick) |
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Spielt die Mannschaft der Schweiz so souverän wie sich bisher die Organisation der UEFA EURO 2008™ im Land präsentiert hat, kann nichts schief gehen. In Kongress- und Kulturzentrum von Luzern schuf das UEFA EM-Organisationskomitee eine perfekte Auslosung, die Stil und Eleganz besaß, aber auch warmherzig und freundlich wirkte. Nach der Auslosung der Qualifikationsgruppen in Montreux am Genfer See gelang es den Schweizern, zusammen mit ihren österreichischen Freunden, in Luzern am Vierwaldstätter See bereits das zweite Ereignis dieser Art in bester Art und Weise über die Bühne gehen zu lassen. Die Vorfreude auf die UEFA EURO 2008™ wurde noch ein weiteres Stück vergrößert. |
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