September 2007: Österreich überzeugte beim 1:1 gegen Tschechien – Debütant Harnik mit dem Ausgleichstor
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Der erste Sieg im Jahr vor der UEFA Fußball-Europameisterschaft wurde zwar nicht erreicht, aber die österreichische Nationalmannschaft hinterließ 290 Tage vor dem Start in die UEFA EURO 2008™ dennoch einen guten Eindruck. Das 1:1 (0:1) gegen Tschechien im runderneuerten Ernst-Happel-Stadion in Wien am 22. August war ein wertvoller Prestigeerfolg. 24 500 Zuschauer, darunter zahlreiche Prominenz aus beiden Ländern wie Tschechiens Präsident Vaclav Klaus und Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer, sahen ein schwungvolles, gutes Spiel, in dem die Gastgeber eine unerwartet starke Leistung mit viel Kampfgeist boten. „Das war ein schöner Fußball-Abend. Uns ist es gelungen, gegen einen Klassegegner mit viel Erfahrung eine gute Leistung zu bringen. Nach einer zittrigen Anfangsphase haben sehr gut gespielt“, freute sich Josef Hickersberger, der Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft: „Auch wenn wir nicht gewonnen haben, war das ein kleiner Schritt Richtung EURO.“ |
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![]() Martin Harnik schob sich ins Rampenlicht: Er erzielte beim Debüt für Österreich das Tor zum 1:1 gegen Tschechien. Der 20-Jährige spielt für Werder Bremen. (Foto: Firo/Augenklick) |
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Der lange Jan Koller schoss in der 33. Minute die Führung für die Tschechen, die im September in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ in San Marino und gegen Irland antreten müssen. Die Gäste kamen im Spielverlauf immer stärker unter Druck, dem eingewechselten Debütanten Martin Harnik gelang mit einer tollen Aktion in der 79. Minute schließlich der Ausgleich und bewahrte Österreich vor der Niederlage. Harnik spielt in der deutschen Bundesliga für den SV Werder Bremen, meist in der zweiten Mannschaft, die in der Regionalliga Nord antritt. „Der Moment des Tores war unbeschreiblich. Ich habe in den vergangenen Wochen viel erlebt, das war wieder ein Schritt weiter. Gerade gegen einen Weltklassemann wie Petr Cech so ein Tor zu erzielen, ist natürlich etwas Spezielles“, freute der Neuling. In der 72. Minute war der 20-Jährige für Christoph Leitgeb eingewechselt worden. Der Stürmer, der bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft in Kanada kürzlich toll aufgespielt hatte, vollendete die Vorarbeit von Martin Stranzl. Harnik nahm dessen Pass mit der Brust an, überspielte gleichzeitig seinen Gegenspieler und schoss den Ball in den oberen rechten Torwinkel zum 1:1. Den Treffer des 17. Debütanten in der Ära von „Peppi“ Hickersberger bejubelten die Fans und das Team des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) voller freudiger Emotionen. Zu Spielbeginn hatte es kurze Zeit so ausgesehen, als wurde die Mannschaft gegen die Tschechen unter die Räder kommen. Getrübt wurde die gute Stimmung später von der Nachricht, dass sich Andreas Ibertsberger in der Partie einen Jochbeinbruch zugezogen hatte. |
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![]() Der Österreicher Andreas Ibertsberger erlitt beim Remis gegen Tschechien einen Jochbeinbruch. Der Verteidiger ist Stammspieler beim deutschen Zweitligisten SC Freiburg. (Foto: GES/Augenklick) |
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Der Höhenflug von Harnik ging drei Tage nach seinem Traumtor gegen Cech weiter. Erneut erzielte er einen Debüt-Treffer, wieder war es ein Tor der Extraklasse. Harnik erzielte für das Profi-Team von Werder Bremen das Goldene Tor zum 1:0-Sieg in der Bundesliga beim 1. FC Nürnberg. Wieder war Harnik eingewechselt worden, diesmal in der 60. Minute. Neun Minuten später schoss er einen Klassetreffer für die Bremer. Zu Saisonbeginn hatte der Austria-Stürmer im deutschen Pokalwettbewerb beim Sieg der zweiten Bremer Mannschaft gegen den 1. FC Köln zwei Tore erzielt. Nach einem 0:2-Rückstand traf er zweimal, in der Verlängerung gelang den so genannten Werder-Amateuren ein 4:2-Erfolg gegen die Kölner Profis von Trainer Christoph Daum. „Ich habe wirklich zurzeit einen tollen Lauf. Ich hoffe, er hält noch lange an“, sagte Harnik. In ihren nächsten Spielen trifft die Austria-Auswahl im Rahmen des Vier-Länder-Turniers am 7. September in Klagenfurt auf Japan und am 11. September in Wien auf Chile. Nach den folgenden Partien gegen die Schweiz am 13. Oktober in Zürich und gegen die Elfenbeinküste am 17. Oktober in Innsbruck hat der ÖFB noch einen weiteren hochklassigen Gegner verpflichten können. Am 16. November kommt es in Wien zu einem Duell gegen England. Das zunächst auf diesen Termin angesetzte Match gegen Nigeria wurde auf den 27. Mai 2008 verschoben. Alle Spiele in Wien finden im Ernst-Happel-Stadion statt. Für 37 Millionen Euro war das ehemalige Prater-Stadion in den vergangenen Monaten für die UEFA EURO 2008™ renoviert worden. Beim und nach dem ersten großen Test gab es teilweise heftige Beschwerden von vielen Fans und Behindertenvertretern. Lange Schlangen an den Einlasspunkten bestanden noch lange nach Spielbeginn. Auch die strengen Sicherheitsvorkehrungen riefen Kritik hervor. Der ÖFB bezog umgehend Stellung. Viele der Beschwerden seien berechtigt gewesen. Mit allen Beteiligten, die in die Durchführung der Länderspiele involviert sind, sollen die Fehler und Versäumnisse behoben werden. Der Grund für die Schwierigkeiten habe sich vor allem daraus ergeben, dass sich viele Abläufe in dem renovierten Stadion geändert hätten, wovon die Zuschauer überrascht worden wären, hieß es in einer Stellungnahme. |
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