Juli 2007: Österreich weiter sieglos, aber mit Keeper Macho erstmals ohne Gegentor
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Ein Jahr vor dem Beginn der UEFA-Fussball-Europameisterschaft 2008 blicken viele Fans der österreichischen Nationalmannschaft besorgt in die Zukunft. Denn in diesem Jahr ist das Team des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) noch ohne Sieg. Nach der langen Durststrecke mit vier Niederlagen und einem Remis wurde das Jahr 2006 mit den Erfolgen gegen Liechtenstein (2.1), die Schweiz (2:1) und Trinidad und Tobago (4:1) abgeschlossen. Aber in der ersten Jahreshälfte 2007 brachte das Team von Trainer Josef Hickersberger wieder keinen Sieg unter Dach und Fach. 1:1 in Malta (7. Februar), 1:1 gegen Ghana (24. März), 0:1 in Frankreich (28. März), 0:1 gegen Schottland (30. Mai) und 0:0 gegen Paraguay (2. Juni) lauteten die Resultate des Austria-Teams, bevor es sich in die Sommerpause verabschiedete.
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![]() Jürgen Macho war beim 0:0 gegen Paraguay bester Spieler der Österreicher. In Kaiserslautern wurde von Rheinpfalz-Redakteur Oliver Sperk als „Spieler des Jahres“ geehrt. (Foto: Kunz/Augenklick) |
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Dennoch war die Stimmung im ÖFB-Lager nach dem Abschluss der Saison 2006/07 besser als die Ergebnis-Serie. „Mit dem 0:0 bin ich zufrieden. Wir haben schließlich gegen eine Mannschaft gespielt, die bei der Weltmeisterschaft dabei war“, sagte „Pepi“ Hickersberger nach dem Remis gegen Paraguay. „Wir haben uns in der ersten Spielhälfte zu wenig bewegt und vom Gegner gelöst. Die zweite Halbzeit war in Anbetracht der personellen Lage in Ordnung.“ Er konnte vier Tage nach dem 0:1 gegen die Schotten, das wie das Remis gegen die Südamerikaner im Hanappi-Stadion in Wien stattfand, nicht seine beste Auswahl aufbieten. „Wir sind erstmals ohne gegen Gegentor in diesem Jahr geblieben. Das können wir positiv bewerten“, sagte Hickersberger.
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Nach seinem elften Länderspiel-Einsatz wurde vor allem Torwart Jürgen Macho gelobt. „Er hat uns mehrmals das Unentschieden gerettet“, erklärte Hickersberger. Der 29-Jährige zeichnete sich wiederholt bei Angriffen von Roque Santa Cruz, dem früheren Stürmer des FC Bayern München, aus. „Kämpferisch haben wir alles abgerufen. Man kann uns keinen Vorwurf machen. Aber es war schwierig für uns, da wir nach dem Schottland-Spiel nur eine kurze Regeneration hatten“, sagte Macho. Der gebürtige Wiener kämpft mit Helge Payer und Alexander Manninger um die erste Position im österreichischen Tor. Payer spielte gegen Schottland, Manninger gegen Ghana. Macho besitzt wahrscheinlich die besten Chancen, bei der UEFA-Fussball-Europameisterschaft im eigenen Land zur Stammkraft zwischen den Pfosten zu werden. Er hat sich bereits wiederholt mit exzellenten Leistungen empfohlen – wie beim 2:1 gegen die Schweiz, als er im vorigen Herbst in Innsbruck als „Matchwinner“ in dem Prestige-Duell der beiden Gastgeber der UEFA EURO 2008™ gefeiert wurde.
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![]() Helge Payer von Rapid Wien kämpft mit Jürgen Macho und Alexander Manninger um die Nummer eins im österreichischen Team bei der UEFA EURO 2008™. (Foto: Rauchensteiner/Augenklick) |
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Beim 1. FC Kaiserslautern ist Macho zum Stamm-Torhüter geworden. Zwar verfehlte er mit dem Traditionsverein aus der Pfalz in diesem Jahr den Wiederaufstieg in die erste Liga, aber Macho hütete in allen 34 Zweitligaspielen den Kasten des FCK. Bei den „Roten Teufeln“ hat er dem großen Talent Florian Fromlowitz das Nachsehen gegeben. Ihren 1,93 Meter langen Torhüter wissen die Lauterer zu schätzen. Als sein Landmann Kurt Jara noch Trainer auf dem Betzenberg war, kam Macho im Januar 2005 nach Lautern. Tim Wiese war verletzt und sein Abschied zu Werder Bremen schon beschlossene Sache. Hinter dem Routinier Thomas Ernst stellte sich Macho an. Ab Sommer 2005 spielte er regelmäßig, doch ein Armbruch im Frühjahr 2006 warf ihn zurück und brachte Fromlowitz ins Team. Ihn musste Macho danach wieder verdrängen, aber mit Konkurrenzsituationen kennt sich der Schlussmann gut aus. Mit Payer, der 27 Jahre alt ist und elf Länderspiele absolviert hat, hatte er sich schon bei seinem früheren Verein Rapid Wien abgewechselt. Neben Payer, noch immer bei Rapid unter Vertrag stehend, ist Alex Manninger der dritte Keeper im österreichischen Bunde. Der 30-Jährige spielt in Italien für AC Siena und hat bislang 31 Länderspiele bestritten.
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Neben Macho war Andreas Ivanschitz gegen Paraguay wieder einmal ein Leistungsträger. Um den Kapitän hatte es gegen Schottland viel Wirbel gegeben, der den österreichischen Fußball intensiv beschäftigte. Im Hanappi-Stadion von Rapid war Ivanschitz zur Zielscheibe hässlicher Fan-Aggressionen geworden. Der 23-Jährige spielte früher Rapid Wien, wechselte dann aber zu Red Bull Salzburg, was ihm offenbar ein Rudel von angeblichen Rapid-Fans übel genommen hatten. Zwar steht der Offensivspieler inzwischen bei Panathinaikos Athen unter Vertrag, aber im Länderspiel gegen die Schotten machte eine Gruppe von Stadionsbesuchern massiv Stimmung gegen Ivanschitz. Üble Beleidigungen kamen von den Rängen, der Profi wurde bei der Ausführung eines Eckstoßes sogar bespuckt. Mit Empörung reagierten Mitspieler, Trainer und Verantwortliche des ÖFB. Ivanschitz gab sich selbst recht gelassen und goss damit kein weiteres Öl ins Feuer. Gegen Paraguay aber sorgten einige Fans wieder für eine Sympathiekundgebung für den Kapitän. „A. Ivanschitz - Wir mit Dir und Du mit Uns zur UEFA EM“. |
![]() Andreas Ivanschitz, der junge Kapitän der Österreicher, wurde zum Opfer von Fan-Aggressionen bei der 0:1-Niederlage des Austria-Teams gegen Schottland. (Foto: Firo/Augenklick) |


