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Dezember 2007: UEFA EURO-Planungen des deutschen Teams stehen fest

Die Führung der deutschen Nationalmannschaft arbeitet zum Ausklang des Jahres 2007 mit Hochdruck an der Vorbereitung der UEFA EURO 2008™. Urs Siegenthaler, der Chefscout des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat die Termine zusammengestellt, wann er die deutschen Gruppengegner Kroatien, Polen und Österreich unter die Lupe nehmen wird. Beim ersten Termin des Jahres 2008 hat es der Schweizer relativ einfach: Beim Testspiel am Aschermittwoch, dem 6. Februar, treffen in Wien der UEFA EM-Gastgeber Österreich und Deutschland aufeinander. An diesem Spiel haben beide Seiten festgehalten, obwohl sie sich im dritten Spiel der Gruppe B der UEFA EURO 2008™ am 16. Juni an gleicher Stelle gegenüber stehen werden.

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Urs Siegenthaler ist der Experte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Beobachtung und die Analyse anderer Nationalmannschaften. Der Schweizer ist in Basel zu Hause. (Foto: GES/Augenklick)


„Das gibt unseren Spielern die Möglichkeit, die Atmosphäre im neuen Ernst-Happel-Stadion kennenzulernen“, sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der die Planungen des Nationalteams akribisch leitet. Der DFB hat die Düsseldorfer Firma MasterCoach beauftragt, die Testspiele der sicheren und im weiteren UEFA EM-Verlauf möglichen Gegner gezielt auszuwerten. Die Experten der Firma sezieren die Filmaufnahmen von Spielen vor allem nach taktischen Gesichtspunkten.

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Tatkräftig hat Wolfgang Niersbach die Planungen zur UEFA EURO 2008™ für das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schon weitgehend abgeschlossen. (Foto: Kunz/Augenklick)

Normalerweise ist es eher nicht üblich, dass Mannschaften, die für ein Turnier in eine Gruppe gelost werden, vorher noch ein Testspiel austragen. Die Teams der Niederlande und Italien, die in der Gruppe C aufeinander prallen werden, stornierten deswegen nach der Auslosung in Luzern das vorgesehene Freundschaftsspiel. Der Test zwischen der Schweiz, dem zweiten UEFA EURO-Gastgeber, und Deutschland findet am 26. März aber statt. Es ist quasi das „Test-Rückspiel“, nachdem die DFB-Auswahl die Partie im Februar 2007 in Düsseldorf mit 3:1 gewann. Das Länderspiel wird im St. Jakobs-Park in Basel ausgetragen. Das ist der zweite Spielort der UEFA EURO 2008™ neben Wien, an dem sechs UEFA EM-Partien ausgetragen werden. Wenn sich die deutsche Mannschaft in ihrer Gruppe durchsetzt, ist ein UEFA EM-Auftritt des dreimaligen Europameisters an gleicher Stelle im Juni möglich – und der Gegner könnte Schweiz heißen, insofern sich die Eidgenossen in der Gruppe A gegen Tschechien, Portugal und die Türkei behaupten können.

Nach den beiden Tests gegen die UEFA EM-Gastgeber findet bis zum Beginn der konkreten Vorbereitung auf die UEFA EURO 2008™ kein weiteres Länderspiels statt. Am 19. Mai, zwei Tage nach dem Bundesliga-Saisonende, reist die Mannschaft in ein Trainingslager auf Mallorca. Dort bereitete sich die DFB-Auswahl schon einmal im Jahre 2000, damals unter Teamchef Erich Ribbbeck, auf die EM vor. Der Aufenthalt auf der spanischen Ferieninsel ist bis 29. Mai vorgesehen. Nach der Rückkehr sollen noch zwei Länderspiele in Deutschland stattfinden, gegen Gegner, die nicht an der UEFA EURO 2008™ teilnehmen.

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Bundestrainer Joachim Löw und sein Assistent Hans Flick führen das deutsche Nationalteam bei der UEFA EURO 2008™ erstmals in ein großes Turnier. (Foto: Rauchensteiner/Augenklick)


Voraussichtlich am 2. oder 3. Juni bezieht die Mannschaft dann ihr UEFA EM-Quartier in Ascona im schweizerischen Kanton Tessin. Das Fünf-Sterne-Hotel „Giardino“ in der Nähe der italienischen Grenze soll während des ganzen Turniers das Basislager des DFB-Teams sein. Dort ist das Klima besonders angenehm. Der beschauliche Ort ist umgeben von Bergen und liegt direkt am Lago Maggiore. Das Training und die Pressekonferenzen finden in Tenero statt, einem Vorort von Locarno, einer Stadt bei Ascona. Vom etwa 40 Kilometer entfernten Flughafen in Lugano fliegt die Mannschaft jeweils am Tag vor den UEFA EM-Spielen nach Klagenfurt und Wien sowie bei einem Weiterkommen eventuell nach Basel.

Mehr als zehn Millionen Euro wird das EM-Projekt den DFB kosten. Niersbach bezifferte die Ausgaben im „zweistelligen Millionenbereich“, der auch bei der FIFA WM 2006™ für die Mannschaft fällig wurde. Allerdings stehen auch auf der Einnahmenseite fette Summen. Beim Titelgewinn können maximal 23 Millionen Euro an Prämien kassiert werden. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat diese Preisgelder in Luzern festgelegt. Insgesamt schüttet die UEFA 184 Millionen Euro für die 16 Teilnehmer aus. Jede Mannschaft erhält als Antrittsgeld 7,5 Millionen Euro. Dazu kämen für jeden Sieg in der Vorrunde eine Million Euro und für jedes Unentschieden eine halbe Million Euro. In den weiteren Runden steigern sich die UEFA-Zahlungen bis zur neuen Rekordsumme von 23 Millionen allein für den Turniersieger.

Die deutschen Spieler haben mit dem DFB ihre Prämien noch nicht ausgehandelt. Dies soll Anfang 2008, eventuell im Umfeld des Tests in Österreich, geschehen. Für die erfolgreiche Qualifikation kassierten die Profis maximal 150 000 Euro pro Kopf vom DFB. Die Nominierung der 23 Spieler wird Bundestrainer Joachim Löw wahrscheinlich kurz vor dem Abflug in das Trainingslager auf Mallorca vornehmen. Der abschließende Meldetermin der UEFA EM-Kader bei der UEFA wird voraussichtlich auf Ende Mai fixiert.