Februar 2007: DFB-Team für UEFA EM-Qualifikation gerüstet – Rückschläge für Österreich und die Schweiz
|
Die deutsche Nationalmannschaft ist für das anstehende Jahr mit acht Qualifikationsspielen für die UEFA EURO 2008™ gut gerüstet. Die Teams aus Österreich und der Schweiz mussten hingegen zum Auftakt des Länderspieljahres 2007 Rückschläge hinnehmen. „Wir haben den Schwung von 2006 wieder aufgenommen. Ich habe das gesehen, was ich sehen wollte. Es war guter Fußball“, sagte der deutsche Bundestrainer Joachim Löw, nachdem seine Mannschaft mit dem 3:1 gegen die Schweiz am 7. Februar auch im siebten Spiel unter seiner Regie ungeschlagen geblieben war. Kevin Kuranyi (7.), Mario Gomez (30.) und Torsten Frings (66.) schossen vor 51 333 Zuschauern in Düsseldorf die Tore für den FIFA WM-Dritten gegen den „Lieblingsgegner“ Schweiz. |
|
![]() Die deutsche Nationalmannschaft vor dem Testspiel gegen die Schweiz am 7. Februar in Düsseldorf. (Foto: GES/Augenklick) |
|
Für die Eidgenossen war es nach dem 1:2 gegen Österreich und dem 1:2 gegen Brasilien in den letzten Spielen des Jahres 2006 die dritte Niederlage in Folge. Marco Streller vom VfB Stuttgart gelang der Treffer für die Gäste (71.). Einen sehr enttäuschenden Tag erlebte zur gleichen Zeit die österreichische Nationalmannschaft. Beim Gastspiel in La Valetta gegen Malta erreichte das ÖFB-Team nur ein 1:1. Das Remis löste nach drei Siegen in Folge gegen Liechtenstein (2:1), die Schweiz (2:1) sowie Trinidad und Tobago (4:1) heftige Kritik an der Mannschaft aus, die erst im Oktober eine fast eine Jahr anhaltende Misserfolgsserie beendet hatte. Andreas Ivanschitz erzielte mit einem Freistoß den Ausgleich (48.). Die deutsche Mannschaft ist gerüstet für das große Duell in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ am 24. März in Prag gegen Tschechien. Die Tschechen gewannen ihren Test in Brüssel gegen Belgien mit 2:0. „Ich denke nur noch an Deutschland“, sagte Trainer Karel Brückner mit Blick auf die Top-Partie zwischen dem deutschen Gruppen-Ersten und dem von ihm betreuten Gruppen-Zweiten. Der Ex-Dortmunder Jan Koller (6.) und Marek Kulic (48.) schossen die Tore gegen Belgien. Der Vize-Europameister von 1996, damals im UEFA EM-Finale in London von Deutschland bezwungen, muss mit einem starken Gegner rechnen. Jakob Kuhn, der Schweizer Coach, war jedenfalls beeindruckt von den Deutschen. „Eine große Mannschaft hat uns die Grenzen aufgezeigt“, sagte der 63-Jährige, der als 13-Jähriger den letzten Schweizer Sieg gegen die DFB-Auswahl erlebte. Denn der Schweiz gelang in den 49. Duellen gegen Deutschland zuletzt vor mehr als 50 Jahren der letzte Erfolg. |
|
![]() Das 1:0 durch Kuranyi beim 3:1 zwischen Deutschland und der Schweiz. Links Torwart Benaglio, rechts Senderos, Philipp Degen, Grichting. (Foto: KUNZ/Augenklick) |
|
„Das war total enttäuschend. Wir haben nicht unseren Fußball gespielt. Ich kann es mir schwer erklären, aber die Deutschen waren uns in allen Bereichen überlegen“, sagte Ludovic Magnin. Mit dem VfB Stuttgart hatte er drei tage zuvor beim 1:0 in Dortmund eine überragende Leistung geboten und auch drei tage später beim 4:1 der Schwaben gegen Bremen spielte der Linksverteidiger großartig auf. Gegen die deutsche Nationalelf aber rief Magnin wie viele Mitspieler keine gute Leistung ab. Für die nächsten Länderspieltermine reist die Schweiz in die USA nach Florida. Am 24. März trifft sie in Fort Lauderdale auf Kolumbien, am 28. März in Miami auf Jamaika. Die weiteren Länderspiel-Gegner im Juni stehen noch nicht fest. Am 22. August kommen die Niederlande zu einem Test in die Schweiz. Vom 9. bis 11. September wird in Österreich das Vier-Länder-Turnier bestritten, für das noch nicht alle Teilnehmer feststehen. Das Österreich-Team testet am 24. März in Graz gegen Ghana, am 28. März in Paris gegen Frankreich, am 30. Mai und 2. Juni in Wien gegen Schottland und gegen China. Tschechien kommt am 22. August nach Österreich zum Test, ehe vom 9. bis 11. September das Vier-Länder-Turnier mit der Schweiz und zwei noch nicht benannten Teams durchgeführt wird. |

