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Februar 2008: Italien und Niederlande glänzten bei den UEFA EM-Tests – Niederlagen für Portugal und Frankreich

Die Blicke richteten sich nach London, wo Fabio Capello seinen Einstand als neuer englischer Nationaltrainer gab. Nachdem England im November mit dem 2:3 gegen Kroatien die Teilnahme an der UEFA EURO 2008™ verfehlt hatte, war Steve McClaren umgehend entlassen worden. Die umfangreiche Suche mündete in der Verpflichtung des Italieners Capello, der mit dem AC Mailand, Real Madrid, AS Rom und Juventus Turin Erfolge gefeiert hatte. Auch das Debüt des 61-Jährigen im neuen Amt gelang: Mit 2:1 wurde die Schweiz, einer der beiden Gastgeber der UEFA EURO 2008™, im Wembley-Stadion geschlagen. Capello hatte auf David Beckham verzichtet, der liebend gerne zu seinem 100. Länderspieleinsatz gekommen wäre. „Becks“ wurde nicht in den Kader berufen. Mit Michael Owen ließ Capello einen anderen langjährigen Stammspieler auf der Ersatzbank schmoren. Er kam nicht zum Einsatz.

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Wayne Rooney zeigt die Richtung unter dem neuen Trainer Fabio Capello. England gewann gegen die Schweiz mit 2:1. (Foto: FIRO/Augenklick)


England stand im Rampenlicht, obwohl dies schon ein erster Test für die FIFA WM-Qualifikation war. Neben der Schweiz nahmen 14 weitere der insgesamt 16 EURO-Teilnehmer am Mittwoch, 6. Februar, an Testspielen teil. Nur Russland bildete eine Ausnahme. Es gab bemerkenswerte Ergebnisse: Vor allem Weltmeister Italien wurde gefeiert. Mit 3:1 gewannen die Azzurri gegen Vize-UEFA Europameister Portugal in Zürich, wo sie zwei Vorrundenspiele bei der UEFA EM bestreiten werden. Ausgezeichnete Kritiken erhielten die Italiener mit ihrem Coach Roberto Donadoni. Die weiteren Höhepunkte des Spieltags: Vize-Weltmeister Frankreich verlor mit 0:1 in Spanien, Kroatien bezog eine heftige 0:3-Heimniederlage gegen die Niederlande. Österreich glänzte eine Halbzeit in Wien gegen den FIFA WM-Dritten Deutschland, nutzte seine Torchancen aber nicht und verlor gegen die schließlich eiskalt zuschlagenden Deutschen mit 0:3. Polen, das vierte Team in der Gruppe B bei der UEFA EURO 2008™ neben Deutschland, Österreich und Kroatien, tankte Selbstvertrauen: Mit 2:0 wurde Tschechien in Larnaka auf Zypern geschlagen.

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Luca Toni, der Stürmer des FC Bayern München, beim Torjubel während des 3:1-Erfolges von Italien gegen Portugal mit Andrea Pirlo (links) und Fabio Grosso (vorne). (Foto: FIRO/Augenklick)


In Gruppe A werden bei der UEFA EURO 2008™ die Schweiz, Tschechien, Portugal und die Türkei antreten. Portugal enttäuschte auf der ganzen Linie. „Man hat uns eine Lektion erteilt. Ich hoffe, wir lernen daraus“, sagte Luiz Felipe Scolari, der brasilianische Trainer der Portugiesen. Vor allem, als Spielmacher Deco in der zweiten Halbzeit nicht mehr mitwirkte, hinterließ der FIFA WM-Vierte einen desolaten Eindruck. Auch die Tschechen waren nach dem 0:2 gegen Polen nicht zufrieden. Die Türken trennten sich in Istanbul mit 0:0 von Schweden nach einer von beiden Seiten recht enttäuschenden Partie.

Frankreich, die Niederlande, Italien und Rumänien bilden die Gruppe C der UEFA EURO 2008™. Die Holländer bekamen glänzende Kritiken nach ihrem 3:0-Erfolg in Split über die Kroaten. „Meine Mannschaft hat das Testspiel ernst genommen und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Trainer Marco van Basten, der nach der EM-Endrunde sein Amt aufgeben wird. Italiener und Holländer waren also zufrieden, die Franzosen nach dem 0:1 in Spanien aber ebenso wenig wie die Rumänen. Dem Team missriet mit dem 0:1 in Tel Aviv gegen Israel der Start in das UEFA EM-Jahr.

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Albert Riera (vorne) gewann mit Spanien das Länderspiel gegen Frankreich mit 1:0. Im Hintergrund schaut Patrick Vieira zu. Er war der beste Franzose bei der Niederlage. (Foto: FIRO/Augenklick)


Griechenland, Spanien, Schweden und Russland werden die Gruppe D bei der UEFA EURO 2008™ bilden. Die Russen schonten sich, die Spanier überzeugten beim 1:0 gegen die Franzosen, die Schweden erzielte ein torloses Remis in der Türkei, und die Griechen traten gegen Finnland an. Die Partie fand in Nikosia auf Zypern statt, der UEFA Europameister siegte nach 0:1-Rückstand mit 2:1.

Am 26. März steht der nächste Länderspiel-Termin auf dem Programm. Zweieinhalb Monate vor dem EM-Start werden sich die Nationalmannschaften erneut einem Form-Check unterziehen.