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Fahren Sie schon Sicherheit?
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1) Bisher kamen die meisten Autofahrer ohne Fahrsicherheits- und Fahrerassistenzsysteme aus – wofür braucht man so viel Technik, und macht das Autofahren dann überhaupt noch Spaß? Sind die rund 39.000 Verkehrstoten im Jahr 2008 auf Europas Straßen ein Beweis dafür, dass es im heutigen Verkehr auch ohne Sicherheitstechnologien geht? Sicherheit ist kein objektiver Begriff – wir fühlen uns sicher; nicht immer sind wir es tatsächlich. Im Straßenverkehr sind wir nicht allein unterwegs, wir tragen Verantwortung für uns, unsere Mitfahrer, aber natürlich auch für andere Verkehrsteilnehmer. Bisher kamen die meisten Autofahrer ohne Fahrsicherheits- und Fahrerassistenzsysteme aus? In Deutschland waren über 90 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2008 auf Fehlverhalten der Fahrzeugführer zurückzuführen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Mit anderen Worten: hätten die Fahrer einen „Assistenten“ zur Seite gehabt, wäre es vermutlich nicht zu dem – manchmal folgenschweren – Unfall gekommen. Denn ein mit Fahrsicherheits- und Fahrassistenzsysteme ausgestattetes Auto gleicht Unachtsamkeiten des Fahrers aus, es informiert und warnt ihn, wenn er Fehler macht. Über 70 Prozent aller schweren Unfälle könnten laut der Bundesanstalt für Straßenwesen durch moderne Fahrerassistenzsysteme vermieden werden (BAST 11/2007). Das Sicherheitssystem ist für den Fahrer da – und nicht umgekehrt. 2) Warum gibt es Fahrsicherheits- und Fahrerassistenzsysteme hauptsächlich in Fahrzeugen der Premiumklasse, und wann wird es sie auch in Kleinwagen geben? Einige Fahrsicherheits- und Fahrassistenzsysteme wie Systeme zum Überwachen des toten Winkels, aber auch Notbremsassistenten sind schon in der Mittel- und Kompaktklasse angekommen. Continental bietet heute bereits skalierbare Systeme an, welche zum einen hohe Funktionsvielfalt für den Premiumanspruch und auf der gleichen Plattform ausgewählte Funktionen in einer für Kleinwagen notwendigen Kostenstruktur ermöglichen. Weiterhin gilt es die Endverbraucher über den Nutzen von Fahrerassistenzsystemen aufzuklären, so dass diese die Systeme bei ihren Händlern nachfragen. Die Technologien sind vorhanden. Die Zeit ist heute schon reif für Fahrerassistenz-systeme in Kleinwagen. 3) Kommen ältere Autofahrer mit den hochtechnischen Fahrsicherheits- und Fahrassistenzsystemen überhaupt zurecht? Grundsätzlich sind Fahrerassistenzsysteme für jedes Alter zu empfehlen. High Tech muss sich durch hohe Nutzerfreundlichkeit auszeichnen. Fahrsicherheitssysteme wirken unauffällig und melden sich nur dann, wenn vor einem Fahrfehler gewarnt oder eine schnelle Gegenreaktion ausgelöst werden soll. Selbstverständlich profitiert 60plus davon, im Speziellen, da durch elektronische Hilfen, wie z.B. den Notbremsassistenten der Anhalteweg deutlich verkürzt wird, auch wenn die Reaktionszeit des Fahrers nachlässt. Die zusätzliche elektronische Überwachung des toten Winkels findet ebenfalls bei älteren Verkehrsteilnehmern regen Zuspruch. 4) Sind Fahrzeuge, die mit Fahrsicherheits- und Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sind, nicht viel reparaturanfälliger aufgrund der vielen Elektronik an Bord? Nein. Schließlich schützt die Elektronik durch die Verhütung von Unfällen und Bagatellschäden (etwa durch das leichte Auffahren im stockenden Stadtverkehr) vor Reparaturen. Die meisten Unfallsituationen können mit Fahrerassistenzsystemen adressiert werden. Zum Beispiel geschehen alleine 22,2 Prozent aller Unfälle in Deutschland durch Kollisionen mit einem anderen Fahrzeug welches fährt oder wartet, anfährt, abbremst oder parkt. Hier liegt ein großes Potential für Notbremsassistenten. Zudem sind die Vorschriften für die Elektronikentwicklung im Auto heute viel strenger als früher. Die Thematik wurde in der Branche schon früh erkannt und ist wirkungsvoll aus der Welt geschafft worden. Höhere Entwicklungs- und Fertigungsstandards waren der Schlüssel zum Erfolg. Fahrerassistenz setzt auf diese Erfahrungen auf. 5) Stimmt es, dass ein Autofahrer, der sich auf seine Fahrsicherheits- und Fahrerassistenzsysteme verlässt, die Aufmerksamkeit für den Verkehr verliert, weil er sich in einer scheinbaren Sicherheit wiegt? Fahrerassistenzsysteme entbinden den Fahrer niemals von der Verantwortung für sich und andere, mit voller Konzentration zu fahren. Assistenzfunktionen zur Erhöhung der Sicherheit arbeiten im Hintergrund, so wie ESC/ESP®, und greifen erst ein, wenn es zu einem risikoreichen Fahrmanöver kommt. Für ESC/ESP® ist es, durch die hohen Ausstattungsraten, bereits nachgewiesen, dass man substantiell die Anzahl der schweren Unfälle verhindern kann. Würde sich der Fahrer durch Fahrerassistenzsysteme aus seiner Verantwortung ziehen, so wäre der jüngste Trend zu deutlich sicheren Strassen wohl nicht erklärbar. Der typische Fahrer genießt die zusätzliche Sicherheit unbewusst und verlässt sich nicht darauf. Schon nach wenigen Kilometern Erfahrung mit diesen Systemen versteht man, dass die elektronischen Beifahrer während der aktiven und bewussten Autofahrt sich nicht aufdrängen. |