Mit Continental ist die elektrisch unterstützte Lenkung auch bei schweren Fahrzeugen einsetzbar
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06.11.2008 Skalierbares Power Pack bestehend aus Steuerelektronik und Elektromotor erweitert Einsatzmöglichkeiten bei bestehenden 12 Volt Bordnetzen – Mehr Komfort bei gleichzeitiger Verbrauchseinsparung von 0,4 Liter auf 100 Kilometer. Frankfurt am Main. Die Division Chassis & Safety des internationalen Automobilzulieferers Continental hat ein modulares Power Pack aus Steuerelektronik und Elektromotor entwickelt, das den Einbau der elektrisch unterstützten Lenkung bei großen Limousinen oder SUV bei bestehenden 12 Volt Bordnetzen ermöglicht. Bislang wurden sie überwiegend im Kompakt- und Kleinwagensegment verbaut. Elektrisch unterstützte Lenkungen bringen dem Fahrer mehr Komfort und Fahrspaß, bei gleichzeitig verbesserter Fahrdynamik. Ein positiver Nebeneffekt: elektrisch unterstützte Lenkungen sparen spürbar Kraftstoff ein.
Bislang wurden elektrische Lenkungen durch technische Beschränkungen überwiegend in leichten Fahrzeugklassen eingesetzt, während schwere Limousinen und SUV die Domäne für Hydrauliksysteme blieben. Mit seinem neuartigen, modular aufgebauten Power Pack erfüllt Continental auch die hohen Anforderungen, die diese schweren Fahrzeuge an elektrisch unterstützte Lenksysteme stellen. Neben einem starken und dennoch möglichst kompakten Elektromotor erfordern die kurzfristigen Leistungsspitzen eine robuste und belastbare Steuerungselektronik. Die Hardwarekomponenten der von Continental entwickelten Lenkunterstützung sind skalierbar und können so flexibel an die Fahrzeugklasse angepasst werden; dies gilt auch für den Elektromotor, der bis zu 16 Kilo Newtonmeter Unterstützungskraft im Gesamtlenksystem leisten kann. Neben den Vorteilen im Alltagsbetrieb bietet die elektrisch unterstützte Lenkung auch Vorteile für die Automobilhersteller. Die Garantiezeiten der Bauteile können erweitert werden, da bei der elektrisch unterstützen Lenkung kein Hydrauliköl nachgefüllt werden muss und somit keine Serviceintervalle anfallen. Die elektrisch unterstützte Lenkung kann weiterhin wegen ihres deutlich geringeren Platzbedarfs einfacher als Hydraulik-Servolenkungen in die einzelnen Modelle integriert werden. Mehr Komfort und Fahrdynamik für den Fahrer durch zusätzliche Funktionen Zu den weiteren Vorteilen der elektrischen Lenkung zählen verschiedene Komfortfunktionen, die nur mit diesem System nutzbar sind. Es erlaubt den direkten Zugriff, um den Fahrer mehr als bislang möglich zu unterstützen und zu entlasten. Fahrerassistenzsysteme sind nur mit der elektrischen Lenkung möglich, wie der Spurhalteassistent (Lane Keeping System), der vor dem Abkommen von der Fahrbahn warnt. Hier kann die Steuerelektronik mit einem geplanten unterstützenden Lenkeingriff wieder die Spur halten. Zudem erlaubt es die komplexe Steuerelektronik, die Lenkung an die aktuellen Fahrgegebenheiten anzupassen. Bei langsamer Fahrt, etwa in der Stadt, unterstützt das Lenksystem stärker als bei schneller Kurvenfahrt auf der Landstraße. Bei SUV kann die Lenkcharakteristik auch an die Besonderheiten der Fahrt im Gelände angepasst werden. Ob Straße oder Gelände: Der Fahrer erhält jederzeit eine optimale Rückmeldung der Lenkung über den aktuellen Fahrzustand. Der große Vorteil des Elektroantriebs: Deutliche Verbrauchseinsparungen Die elektrische Lenkung unterstützt die Lenkbewegungen des Fahrers, indem ein mit der Lenksäule verbundener Elektromotor das Lenkraddrehmoment entsprechend der Fahrgeschwindigkeit und der individuellen Einstellungen der Automobilhersteller verstärkt. Im Gegensatz zu einer konventionellen Servolenkung, bei der ein Hydrauliksystem diese Arbeit übernimmt, hat das elektrische System einige Vorteile: Der Elektromotor muss nur dann zugeschaltet werden, wenn tatsächlich Lenkhilfe benötigt wird, das geschieht innerhalb von Millisekundenbruchteilen. Beim Hydrauliksystem muss jedoch permanent Druck im System aufgebaut sein, damit die Lenkhilfe jederzeit den Fahrer unterstützen kann. Dafür muss die Hydraulikpumpe ständig vom Motor mit Antriebsenergie versorgt werden. Hinzu kommt, dass für die elektrische Lenkung weniger Bauteile im Auto verbaut werden müssen, Hydrauliköl wird überdies nicht benötigt. Aus dieser Kombination aus eingespartem Gewicht und erheblich geringerem Energiebedarf zum Antrieb der Lenkhilfe ergeben sich Verbrauchseinsparungen von 0,4 Liter pro 100 Kilometer. Daher werden sie sich in den kommenden Jahren durch die gesetzlichen Richtlinien zur CO2-Reduktion zunehmend am Fahrzeugmarkt durchsetzen und die konventionelle Hydraulik-Servolenkung weitgehend verdrängen. „Damit ist diese von Continental entwickelte Technologie ein weiterer Baustein, die ehrgeizigen Ziele zur CO2-Reduktion in den kommenden Jahren zu erreichen und durch die mögliche Skalierbarkeit diese Technologie in allen Fahrzeugsegmenten einzusetzen“, betont Dr. Peter Laier, Leiter Geschäftsbereich Chassis Components, Continental Division Chassis & Safety. Rasante Marktentwicklung: Elektrisch unterstützte Lenkung stark gefragt |
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