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Früheres und schnelleres Bremsen verhindert teure Auffahrunfälle

08.09.2008 Ein kurzer Moment der Ablenkung reicht, schon ist ein teurer Unfall nicht mehr zu vermeiden. Der Notbremsassistent erkennt kritische Situationen im Stadtverkehr und sorgt für optimales Bremsen. Wer teuren Strafzetteln aus dem Weg gehen will, lässt sich von der Verkehrszeichenerkennung unterstützen.

Berlin/Frankfurt am Main. Der Stadtverkehr fordert mit ständig wechselnden Vorder-, Neben- und Hintermännern, mit Einmündungen und Ampeln sowie dichtem Nebeneinander von Autos, Bussen, Motorrädern, Radfahrern und Fußgängern viel Konzentration von Autofahrern. Drei Viertel aller Unfälle mit Verletzten passieren innerhalb von Ortschaften bis zu einem Geschwindigkeitsbereich von 30 km/h, weit über 200.000 solcher Unfälle registriert die Polizei jedes Jahr in Deutschland. Auch in den anderen europäischen Ländern sehen die Unfallstatistiken nicht viel anders aus. Mit dem für den Stadtverkehr optimierten Notbremsassistenten (Emergency Brake Assist - City), den der internationale Automobilzulieferer Continental entwickelt hat, können viele Auffahrunfälle bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten ganz verhindert werden; wenn dieses nicht gelingt, sind die Folgen eines Auffahrunfalls weit weniger schwer. Der sensorgestützte, vorausschauende Notbremsassistent ist seit diesem Jahr bei einem europäischen Automobilhersteller im Serieneinsatz.

Der Notbremsassistent erkennt kritische Situationen im Stadtverkehr und sorgt für optimales Bremsen.
Mittels Laserlicht wird der Raum vor dem Fahrzeug bis etwa zehn Metern Entfernung überwacht. Die Elektronik des Sensors berechnet den Abstand zu einem möglichen Hindernis oder vorausfahrenden Fahrzeuges. Verkürzt sich der Abstand so schnell, dass ein Auffahrunfall droht, erfolgt eine Fahrerwarnung und gleichzeitig wird die Bremsanlage in Alarmbereitschaft versetzt: Im Bremssystem wird autonom gerade so viel Druck aufgebaut, dass die Bremsbeläge leicht zur Anlage an die Bremsscheiben kommen, die Bremsanlage somit sofort anspricht. Geht jetzt der Fahrer vom Gas, leitet der Bremsassistent zeitgleich eine erste Teilbremsung ein. Unterstützt der Fahrer in der Folge den Bremsvorgang durch den Tritt auf das Bremspedal, wird unabhängig von der eingebrachten Bremskraft des Fahrers, diejenige Bremskraft aufgebracht, die dafür sorgt, dass das eigene Auto nicht potentiellen Kollisionspartnern auffährt. Bei niedrigen Geschwindigkeiten bis zu 15 km/h, lässt sich der Auffahrunfall in den meisten Fällen vermeiden; bei höherem Annäherungstempo werden durch das frühzeitige Bremsen die Folgen des Unfalles deutlich reduziert. Damit lassen sich teure Reparaturen nach Bagatellunfällen vermeiden, bzw. kostengünstiger werden. Besser geschützt sind naturgemäß auch die Insassen des vorausfahrenden Autos. Heckkollisionen führen bekanntlich oft zu langwierigen Schädigungen im Halswirbelbereich.

Zusätzlich werden die Informationen des Abstandssensors verwendet, die Sicherheitsgurte vor einer Kollision zu straffen und gegebenenfalls das Zünden der Airbags zu optimieren.

Notbremsassistent (Emergency Brake Assist, EBA): Im Notfall auch aus hohem Tempo früher stehen

Eben floss der Verkehr auf der Autobahn noch deutlich jenseits der Richtgeschwindigkeit, doch plötzlich leuchten die Warnblinker auf allen drei Spuren gleichzeitig auf. Jetzt ist beherztes Bremsen gefragt, um eine Kollision zu vermeiden. Dabei hilft der Emergency Brake Assist

(EBA) gleich mehrfach. Denn einerseits erkennt das System mittels seiner Radarsensoren, ob sich der Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen verringert oder ein Hindernis auf der Straße befindet. Somit kann der Notbremsassistent das Bremssystem schon frühzeitig „scharf“ stellen: Er erhöht den Druck im Hydrauliksystem, füllt schon einmal die Bremsleitungen und legt die Bremsbeläge an. Vom Fahrer unbemerkt, trifft er so Vorkehrungen für eine möglichst kurze Reaktionszeit des Bremssystems. Beim Loslassen des Gaspedals wird zeitsynchron schon teilgebremst und beim Tritt aufs Bremspedal steht sofort und ohne Verzögerung Bremsleistung bereit. Derart „vorgespannt“ verringert sich der Anhalteweg aus 100 km/h um etwa zehn Meter. Erkennt der Fahrer nicht die drohende Unfallgefahr, warnt ihn der Notbremsassistent und bremst leicht an. Tritt der Fahrer viel zu verhalten auf die Bremse, der Regelfall, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen, erkennt dies der Notbremsassistent und erhöht den notwendigen Bremsdruck. Damit lässt sich der Bremsweg deutlich optimieren – in vielen Fällen sind es die entscheidenden Meter zwischen „so gerade noch gut gegangen“ oder einem Auffahrunfall mit mehreren tausend Euro Schaden und Verletzten.

Verkehrszeichenerkennung (Speed Limit Monitoring, SLM): Immer informiert über das geltende Tempolimit

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe: Ein übersehenes Schild mit der gültigen Höchstgeschwindigkeit kann teuer werden und vor allem für Menschen, die beruflich auf ihren Führerschein angewiesen sind, kann dies unangenehme Folgen haben. Die Verkehrszeichenerkennung (Speed Limit Monitoring) erinnert Autofahrer an das gültige Tempolimit im Armaturenbrett. Möglich ist dies durch die Mehrfachnutzung der Kamera, die auch für die Spurverlassenswarnung (Lane Departure Warning System) eingesetzt wird. In Kombination mit leistungsfähiger Software kann sie auch Verkehrszeichen erkennen.

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Pressemitteilung (MS-Word, 60 KB)

Pressebild zum Thema "Notbremsassistent" im Continental Media Center

Kontakt:
Nicole Geissler
Externe Kommunikation
Continental
Division Chassis & Safety
Guerickestraße 7
60488 Frankfurt am Main
Tel. 0 69 7603-8492
Fax: 0 69 7603-3945
E-Mail: nicole.geissler@continental-corporation.com