Internationale Continental-Studie: Chinesen setzen auf umweltfreundlichere Hybrid- und Elektrofahrzeuge
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21.11.2008
Hannover, November 2008. Autofahrer weltweit zeigen überraschend großes Interesse für Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb – Chinesen sind Europäern und Asiaten einen Schritt voraus. Insgesamt wären 53,7 Prozent der Chinesen bereit, ein Auto mit Hybridantrieb zu kaufen, sogar 73,4 Prozent zeigen sich offen für den Erwerb eines Elektroautos. Dabei sind insbesondere steigende Kraftstoffkosten und Umweltaspekte Antriebsfedern. Das hat eine repräsentative Umfrage des internationalen Automobilzulieferers Continental – der ersten Studie dieser Art – unter mehr als 8.000 Autofahrern in acht bedeutenden internationalen Märkten ergeben. „Dieser Trend stellt für uns als Automobilzulieferer und Anbieter umweltfreundlicher Antriebstechnologien ein großes Potenzial dar“, sagte Dr. Karl-Thomas Neumann, seit 1. September 2008 Vorstandsvorsitzender der Continental AG. Hier können Sie sich die Pressemiteilung als Word-Dokument herunterladen. Hier können Sie sich die chinesische Pressemitteilung als Word-Dokument herunterladen.
Hier können Sie einen Auszug aus der chinesischen Hybrid-Umfrage herunterladen (nur in Englisch). TNS/Infratest hatte Anfang dieses Jahres im Auftrag des Unternehmens erstmalig jeweils rund 1.000 Autofahrer in den acht internationalen Märkten China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Österreich, Schweiz und den USA befragt. Schwerpunkt dieser Studie waren der Kenntnisstand und die Ansichten der Autofahrer zu Hybridantriebssystemen, ihrem Fahrverhalten sowie deren Einstellung zu batteriebetriebenen Autos. 1.008 chinesische Autofahrer aus den Regionen North China (Beijing), East China (Shanghai) und South China (Guangzhou) wurden befragt. Gut die Hälfte aller chinesischen Autofahrer (50,2 Prozent) sieht sich durch steigende Kraftstoffpreise gezwungen, das eigene Fahrverhalten umzustellen und somit Kraftstoff einzusparen. Am umweltfreundlichsten verhalten sich dabei die Autofahrer in der Region Beijing. Hier behauptet jeder dritte Autofahrer (33,1 Prozent), seinen Fahrstil immer oder meistens an steigende Kraftstoffpreise anzupassen. 48,9 Prozent der Chinesen verändern ihr Fahrverhalten derzeit noch gar nicht, nur in Großbritannien sind es noch weniger. „Herkömmliche Kraftstoffe wie Diesel und Benzin werden künftig zu einem noch teureren Gut. Der überwiegende Teil der chinesischen Pkw-Fahrer hat dies erkannt“, erläuterte Dr. Neumann. Der Trend zu steigenden Kraftstoffkosten lässt das Interesse an alternativen Antriebssystemen wachsen, dabei ist aber laut Studie die ungestützte Bekanntheit solcher Systeme weltweit sehr unterschiedlich ausgeprägt. In China besteht jedoch noch großer Nachholbedarf: 81,7 Prozent der chinesischen Autofahrer können keine Aussagen treffen, welche Kraftstoff sparenden Antriebsarten ihnen bekannt sind. Am bekanntesten (mit 7,5 Prozent) sind die Hybridantriebe, die Benzin- oder Dieselmotoren mit einem Elektromotor verbinden. Mit 10,9 Prozent liegt damit die Bekanntheit in Shanghai noch vor Beijing (8,6 Prozent) und Guangzhou (2,7 Prozent). Der reine Elektroantrieb nach dem Benzinmotor (3,2 Prozent) steht mit durchschnittlich 2,7 Prozent an dritter Stelle in Sachen Bekanntheit. Fragt man chinesische Autofahrer, was ihnen zu Hybridtechnologien bzw. zu Hybridantrieben in den Sinn kommt, so geben mehr als ein Drittel (34,4 Prozent) an, dass es sich hierbei um eine Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor handelt. Nur 2,7 Prozent sprachen den umwelt-ökonomischen Aspekt an. Knapp die Hälfte (46,7 Prozent) können dazu keine Aussage treffen. Hybridantriebe verfügen vor allem im Stadtverkehr über deutliche Einsparungspotenziale. Und genau hier ist die Mehrheit der chinesischen Autofahrer täglich unterwegs: 58,9 Prozent der Befragten legen im Jahr eine Strecke von unter 30.000 Kilometern zurück, mehr als zwei Drittel (72,9 Prozent) überwiegend im Stadtverkehr. „Stadt- und Kurzstreckenfahrer können mit hybriden Antrieben ihren Energieverbrauch um mehr als 25 Prozent senken und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur CO2-Reduzierung“, erläuterte Dr. Neumann den Vorteil gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen. „Der Einsatz von alternativen Antriebsformen könnte durchaus dazu beitragen, die Umweltbelastung in chinesischen Großstädten zu verringern. Ganz bestimmt und mit großer Wahrscheinlichkeit wollen sich weltweit 36 Prozent ein Fahrzeug mit Hybridantrieb kaufen. Die Befragten aus den Wachstumsregionen der chinesischen Küstengebiete gehen in ihrer Prognose sogar noch weiter: Mehr als die Hälfte der chinesischen Autofahrer (53,7 Prozent) können sich vorstellen, künftig ein Hybridfahrzeug zu kaufen – nachdem sie über die Technologie aufgeklärt worden sind. Mit 9,3 Prozent erwägt sogar fast jeder Zehnte Autofahrer in der Metropole Guangzhou, sich ganz bestimmt ein Hybridfahrzeug anzuschaffen. 45,6 Prozent der Chinesen würden sich sogar umstimmen lassen, würde der Staat den Kauf von Hybridfahrzeugen steuerlich fördern. Bislang geht gut die Hälfte der chinesischen Autofahrer (48,8 Prozent) davon aus, dass umweltfreundlichere Hybridantriebe Mehrkosten gegenüber dem Kauf eines herkömmlichen Autos verursachen. Weitere 32,4 Prozent der Befragten glauben, dass etwa gleiche Kosten auf sie zukommen würden, sollten sie sich für ein Hybridfahrzeug entscheiden. Die Chinesen rechnen mit durchschnittlich 4.068 Euro (42.352 CNY) Mehrkosten, andererseits erwarten sie mit rund 4.134 Euro (43.039 CNY) eine höhere Kostenreduzierung. Die Autofahrer in der Großstadt Shanghai glauben sogar rund 4.495 Euro (46.797 CNY) einzusparen. Damit glauben die Chinesen grundsätzlich, dass sich der Kauf eines Hybridfahrzeugs bereits bei der Anschaffung lohnt. „Die Preisbereitschaft der Chinesen ist erstaunlich, insbesondere, da sie durchschnittlich weniger verdienen als beispielsweise Europäer oder Amerikaner“, betonte Dr. Neumann. Der geringere Verbrauch bei Hybridfahrzeugen ist das ausschlaggebende Kriterium, fragt man die Autofahrer nach der interessantesten Art eines Hybridantriebs. Zwei Drittel der befragten Chinesen würden sich für ein Hybrid mit geringerem Verbrauch und gleicher bzw. besserer Beschleunigung als bei einem herkömmlichen Motor entscheiden. Im regionalen Vergleich würden sich weitaus mehr Autofahrer aus Beijing (71,7 Prozent; Shanghai: 65,4 Prozent, Guangzhou: 61,2 Prozent) für eine derartige Antriebsart entscheiden „Und das ist genau das, was den Hybridantrieb ausmacht“, erklärte Dr. Neumann. Mehr als die Hälfte der Chinesen geht davon aus, dass sich der Kauf eines Hybridfahrzeugs nach etwa drei Jahren amortisiert hat. Lediglich 2,7 Prozent der Autofahrer in China behaupten, dass sich die Anschaffung eines Hybridfahrzeugs nicht rechnen muss, sondern dass es vorrangig auf den Umwelt- und Klimaschutz ankommt. Mit der rasanten Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterietechnologie − auch durch Continental − rücken zunehmend Elektroautos ins Blickfeld. Ein ausschließlich für den Stadtverkehr konzipiertes und völlig emissionsfreies Auto mit Batterien als Energiequelle können sich knapp drei Viertel der chinesischen Pkw-Fahrer „ganz bestimmt“, „sehr wahrscheinlich“ oder „eher wahrscheinlich“ vorstellen. Im Vergleich zu den anderen befragten Nationen ist dies mit Abstand der erstaunlichste Wert: 73,4 Prozent sehen diese Form des alternativen Antriebs sehr positiv – vermutlich auch als ein Mittel gegen die zunehmende Luftverschmutzung in ihren Städten. Continental ist mit ihrer Division ContiTech bereits seit 1978 in China aktiv und beliefert heute die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagebau sowie die Bergbau- und Druckindustrie mit Komponenten und Systemen aus lokaler Produktion. Im Automotive-Geschäft startete Continental 1994 mit der Kooperation Shanghai Automotive Brake Systems (SABS, ein Joint Venture mit SAIC in Shanghai) das China-Geschäft. Seit der Übernahme der Siemens VDO (Ende 2007) arbeiten derzeit rund 7.500 Mitarbeiter an elf Standorten für den Continental-Konzern. Weitere Informationen zur Hybridtechnologie finden Sie hier. |
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Hannes Boekhoff
Leiter Medien Continental AG Vahrenwalder Straße 9 30165 Hannover Telefon: 0511 938-1278 Fax: 0511 938-1055 E-Mail: prkonzern@conti.de Antje Lewe Pressesprecherin Continental AG Vahrenwalder Straße 9 30165 Hannover Telefon: 0511 938-1364 Fax: 0511 938-1055 E-Mail: prkonzern@conti.de |
