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Internationale Continental-Studie: Franzosen offen für alternative Antriebssysteme

08.10.2008

  • Automobilzulieferer Continental veröffentlicht französische Ergebnisse der bislang einmaligen Hybrid-Studie
  • Hohe Kaufbereitschaft – fast jeder Fünfte kann sich ganz bestimmt den Kauf eines Hybrids vorstellen
  • Großteil der Franzosen fährt Kurzstrecke – enormes Potenzial für Hybridfahrzeuge
  • Weltweit führend – Franzosen erwarten die höchsten Mehrkosten, aber auch die höchste Kostenreduzierung

Hannover, im Oktober 2008. Die wenigsten Franzosen (10,2 Prozent) kennen den Hybridantrieb als Kraftstoff sparendes Antriebssystem, dennoch können sich insgesamt 46,2 Prozent der Franzosen mit großer Wahrscheinlichkeit einen Kauf vorstellen – davon knapp 10 Prozent ganz bestimmt. „Obwohl in Frankreich momentan weltweit die wenigsten Hybrid-fahrzeuge gefahren werden, sehen wir dennoch ein sehr hohes Potenzial im französischen Markt. Das Fahrverhalten – nämlich überwiegend auf Kurzstrecke und im Stadtverkehr – und die hohe Kaufbereitschaft der Franzosen sprechen für sich“, erklärte Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Continental AG.

Hier können Sie sich die Pressemiteilung als doc-Dokument herunterladen.

Hier können Sie sich die französische Pressemitteilung hals doc-Dokument erunterladen.

Hier können Sie sich die Grafik: "Wie viele Kilometer fahren Sie jährlich - Kurzstrecke/Langstrecke?" herunterladen.

Hier können Sie einen Auszug aus der Hybrid-Umfrage in Frankreich herunterladen (nur in Englisch).

Anfang des Jahres hatte das deutsche Marktforschungsinstitut TNS/Infratest im Auftrag der Continental AG jeweils rund 1.000 Autofahrer in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Österreich, der Schweiz und den USA befragt. Im Zentrum der Befragung standen die derzeitigen Kenntnisse der Autofahrer über Hybridantriebe und ihre Einstellung dazu, ihr Fahrstil und ihre Meinung zu batteriebetriebenen Fahrzeugen. Befragt wurden 1.004 Franzosen aus allen Regionen der Republik, davon auch viele aus dem Einzugsgebiet von Paris.

Insgesamt 46,2 Prozent der Franzosen können sich mit großer Wahrscheinlichkeit den Kauf eines Hybridfahrzeugs vorstellen. Davon 9,9 Prozent ganz bestimmt – das ist weltweit die höchste Zahl, 36,3 Prozent mit großer Wahrscheinlichkeit. Aber: 31,5 Prozent würden wahrscheinlich kein Hybridauto kaufen. Ganz bestimmt nicht wollen 14,7 Prozent ein Hybridauto kaufen.

Wäre es aber staatlich gefördert, würden 58,7 Prozent ihre Meinung noch ändern und einen Kauf erwägen. Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass 64,5 Prozent der Franzosen beim Kauf eines Hybridfahrzeugs gegenüber einem Auto mit einem herkömmlichen Antrieb oder Motor Mehrkosten erwarten. Das ist nach den Deutschen (65,7 Prozent) die höchste Prozentzahl. Die erwarteten Mehrkosten für den Kauf eines Hybridfahrzeugs liegen bei den Franzosen bei 4.651 Euro. Damit erwarten die Franzosen im internationalen Vergleich die höchsten Mehrkosten. „Es ist die Aufgabe der Automobilindustrie, aber auch der Automobilzulieferer, intensiver und nachhaltiger über die Vorteile alternativer Antriebssysteme zu berichten und aufzuklären. Denn sie bieten einen erheblichen Mehrwert, nicht nur für die Autofahrer selbst, sondern auch für die Umwelt“, erläuterte Dr. Neumann.

12,7 Prozent der befragten Franzosen fällt zu alternativen Antriebssystemen nichts ein. Stattdessen nennen die Franzosen häufig Antriebssysteme, wie Elektro, Autogas oder Bioethanol. Nur 4,9 Prozent kennen den Hybridantrieb mit Diesel- und Elektromotor. Obwohl die Franzosen, wenn sie konkret nach dem Hybridantrieb gefragt werden, im Vergleich zu anderen Ländern viel darüber wissen (38,1 Prozent), scheint jedoch die Attraktivität dieses Antriebssystems noch nicht zu überzeugen.

Dabei spricht das Fahrverhalten der französischen Motoristen eindeutig für den Hybridantrieb. 35,5 Prozent der Franzosen fahren zwischen 15.000 bis unter 30.000 Kilometer im Jahr. Insgesamt fährt sogar jeder Zweite unter 15.000 Kilometer jährlich. Die meisten Franzosen fahren also – auch nach eigener Einschätzung – Kurzstrecke. „Stadt- und Kurzstreckenfahrer können ihren Energieverbrauch mit einem Hybridantrieb um mehr als 25 Prozent senken – und dabei gleichzeitig auch den CO2-Ausstoß verringern. Darüber hinaus ist dieses Antriebssystem auch sehr kraftstoffsparend“, führte Dr. Neumann zu den Vorteilen gegenüber konventionellen Fahrzeugen aus.

Die Möglichkeit, Sprit zu sparen, sollte 31,2 Prozent der Befragten aufhorchen lassen. Denn ein Drittel der Franzosen gibt an, sein Fahrverhalten bei steigenden Kraftstoffpreisen in Richtung Sprit sparende Fahrweise zu verändern – das ist weltweit einmalig.

Auch weltweit einzigartig ist, dass weitere 33,7 Prozent ihr Fahrverhalten bei steigenden Kraftstoffpreisen überhaupt nicht ändern. Insgesamt 61,9 Prozent ändern ihre Fahrweise immerhin manchmal. In Deutschland geben dies beispielsweise 70,7 Prozent der Befragten an. „Die Preise von konventionellen Kraftstoffen werden durch schrumpfende Erdölfelder und steigende Kraftstoffpreise in Zukunft noch teurer. Das hat die große Mehrheit der Autofahrer aller Länder erkannt“, kommentierte Dr. Neumann die aktuellen Entwicklungen an den Zapfsäulen.

28,5 Prozent und damit die größte Zahl der befragten Franzosen, aber auch aller Befragten weltweit, findet, dass sich der Kauf nicht rechnen müsse, da es auf den Umwelt- und Klimaschutz ankomme. Für 24,4 Prozent der Franzosen ist ausschließlich der Umweltfaktor ausschlaggebend, weltweit die höchste Prozentzahl. 15,8 Prozent reiche auch eine Amortisation in fünf und mehr Jahren. Insgesamt möchten 39,9 Prozent, dass sich das Hybridfahrzeug in spätestens drei Jahren amortisiert hat.

In Frankreich sind Elektroantriebe noch bekannter als Hybridfahrzeuge, die einen Elektro- mit einem Verbrennungsmotor kombinieren. Mit 31,7 Prozent kennt fast jeder dritte Franzose diese umweltfreundliche Antriebsart. Als Kraftstoff sparende Antriebssysteme gelten unter französischen Pkw-Fahrern ferner mit Autogas (mit 27,1 Prozent) oder Bioethanol betriebene Automobile (22,3 Prozent). Ein ausschließlich für den Stadtverkehr konzipiertes und völlig emissionsfreies Auto mit Batterien als Energiequelle können sich mehr als die Hälfte aller Franzosen (53,5 Prozent) „ganz bestimmt“, „sehr wahrscheinlich“ oder „eher wahrscheinlich“ vorstellen. Die Einstellung von französischen Autofahrern würde sich ändern, wenn derartige Fahrzeuge nur noch für die Innenstädte zugelassen und diese zudem steuerbefreit wären. In diesem Fall könnten sich etwa 58,2 Prozent vorstellen, ein entsprechendes Elektrofahrzeug zu erwerben.

In Frankreich beschäftigt der internationale Automobilzulieferer Continental derzeit ca. 7.500 Mitarbeiter. Diese fertigen an elf Standorten für alle bekannten Kunden unter anderem Pkw- und Nfz-Reifen, Schläuche und Schlauchleitungen, Autoradios, Navigationsgeräte, Cockpit-Module, Karosseriesteuereinheiten, Reifeninformationssysteme, passive Einstieg- und Startsysteme, Freisprechsysteme, Einspritzpumpen, Motorkontrolleinheiten für Benzin und Diesel sowie Sensoren.

Hannes Boekhoff
Leiter Medien
Continental AG
Vahrenwalder Straße 9
30165 Hannover
Telefon: 0511 938-1278
Fax: 0511 938-1055
E-Mail: prkonzern@conti.de
Antje Lewe
Pressesprecherin
Continental AG
Vahrenwalder Straße 9
30165 Hannover
Telefon: 0511 938-1364
Fax: 0511 938-1055
E-Mail: prkonzern@conti.de