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Achtung, Billigreifen: Warnung vor Fälschungen

20.02.2007 „Geiz ist geil“ am Lastwagen kann Leben kosten

Hannover, Februar 2007 – Billig ist nicht immer gut. Deshalb warnt jetzt die Division Nutzfahrzeugreifen der Continental AG Reifenhändler, Lkw-Fahrer und Flottenmanager vor gefälschten Reifen. Bei Lkw-Kontrollen hat die Polizei Reifen schon lange besonders im Blick. Das Bundesamt für Güterverkehr registrierte im vergangenen Jahr 630 Fälle, bei denen Lkw mit mangelhafter Bereifung unterwegs waren. Auch die Unfallzahlen sind erschreckend: Im Jahr 2005 waren 40.494 Lkw-Fahrer in Unfälle mit Personenschäden verwickelt, so das statistische Bundesamt. Die verheerenden Folgen: 12.319 Lkw-Insassen wurden verletzt, 213 getötet. Bei den Unfallgegnern gab es sogar 37.542 Verletzte und 945 Tote.

Bekanntes Mängelproblem: Die Polizei kontrolliert bei Lastwagen die Bereifung ganz genau.

Besonders in osteuropäischen Ländern tauchen immer häufiger nachgemachte Reifen auf. Wer sie kauft, gefährdet Menschenleben, denn solche Plagiate besitzen allenfalls ein fast identisches Profil, aber nicht die gleiche Haftung auf der Straße wie ein Original-Hightechreifen. So bilden beispielsweise Karkasse und Lauffläche aller Continental-Produkte eine unzertrennliche Einheit, deren Zusammensetzung für den Laien von außen nicht feststellbar ist.

Die Reifen durchlaufen umfangreiche, einsatzbezogene und anspruchsvolle Testphasen, bevor sie sicherheitsgeprüft auf den Markt kommen. Dr. Michael Korpiun, Continental Marketingchef für die Division Nfz-Reifen zu dem Problem gefälschter Reifen: „Uns sind Fälle bekannt, bei denen ein Conti-Lkw-Reifenprofil 1:1 kopiert worden ist, aber nicht die Seitenwände und die Bezeichnung. Ich kann nur warnen, bei Reifen ausschließlich nach dem Profil und auf den Preis zu schauen.” Er vermutet, dass Fälschungen aus Asien auch nach Europa gelangen.

Übrigens: Wer „Geiz ist geil“ beim Kauf von Pkw-Reifen höher bewertet als Sicherheit, fährt auch auf der falschen Spur. Erstmals testete der ADAC bei Winterreifen 13 Billigreifen, wobei sieben Reifen auf nassem Untergrund als „nicht empfehlenswert” eingestuft wurden. Ruprecht Müller, Fahrzeugtechnikingenieur und Reifenexperte des ADAC: „Die Nässe-Eigenschaften spielen insbesondere bei Winterreifen eine wichtige Rolle. Im Test schnitt der ContiWinterContact TS 810 ausgehend von Tempo 100 km/h mit einem Bremsweg von 60 Metern am besten ab, während der schlechteste Reifen erst nach mehr als 75 Metern zum Stehen kam. Die Länge des Bremswegs kann im Zweifel über Leben und Tod entscheiden.”

Tipps zur Internet-Recherche:

Pressemitteilung: Produktpiraten machen Autofahrten lebensgefährlich

InternetAGENT

ADAC Winterreifentests 2006

Statistisches Bundesamt Deutschland: Unfälle von Güterkraftfahrzeugen im Straßenverkehrs - 2005

autosieger.de

Udo Brandes
Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit Nutzfahrzeugreifen
Continental AG
Büttnerstraße 25
30165 Hannover
Tel: 0511 938-2923 
Fax: 0511 938-2496
E-Mail: udo.brandes@conti.de